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Corona Soforthilfe für Indien

Tughlakabad, Indien

Die zweite Coronawelle trifft Indien hart. Gemeinsam mit einem erfahrenen Gesundheitsmanager initiiert STOP eine Informationskampagne, Basis-Gesundheitsversorgung und hilft den Menschen aus den Slums, dass sie geimpft werden.

R. Vogt-Heeren von STOP Freundeskreis e.V.
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Lange schien Indien vergleichsweise glimpflich durch die Corona-Pandemie zu kommen, doch in den letzten Wochen hat sich die Lage dramatisch zugespitzt: Mit täglich mehr als 400.000 Neuinfektionen und 4000 Todesfällen trifft die zweite Welle Indien im April 2021 sehr hart. Die Bilder von überlasteten Kliniken und Krematorien gehen um die Welt. 
 Die Menschenrechtsorganisation STOP (Stop Trafficking and Oppression of Children and Women) arbeitet seit über 20 Jahren in Armenvierteln von Delhi MIT und FÜR die Bewohner/innen. Hier leben jeweils geschätzte 10 000 Menschen auf engstem Raum, z.T. ohne fließendes Wasser. Nun kombiniert STOP ihre Expertise in der Rekrutierung von Freiwilligen in den Slums mit einem erfahrenen Gesundheitsmanager, der bereits für die WHO Projekte geleitet hat. 
In diesem Programm werden wesentliche Punkte aufgegriffen, die zu der starken Ausbreitung des Virus beigetragen haben: Informationsdefizite bzw. Fehlinformationen hinsichtlich der Ansteckungswege, der schwierige Zugang zu den staatlichen Impfprogrammen und das Fehlen einer medizinischen Grundversorgung. 
Mit diesen drei Strategien: Prävention - Behandlung - Impfung - werden Menschen unterstützt, die am Existenzminimum leben. Das Programm soll in den zwei Vierteln (Tughlakabad und Tigri) etabliert werden, in denen STOP ein Zentrum angemietet hat. Diese werden die Dreh- und Angelpunkte der Kampagne darstellen. 
  • Bedürftige Familien in den Slums erhalten Päckchen mit Masken, Handschuhen, Desinfektionsmittel, freiverkäuflichen Medikamenten (Fiebersenker, Schmerzmittel).
  • Eine Online-Sprechstunde mit einem erfahrenen Arzt wird eingerichtet, der niederschwellig kontaktiert werden kann.
  • Freiwillige aus den Communities selbst werden in der Basis-Gesundheitsversorgung trainiert. Als Ansprechpersonen werden sie von Haus zu Haus gehen und über Hygienemaßnahmen informieren und bei der (komplizierten) Online-Impfanmeldung helfen. Zudem stellen sie die Verbindung zum o.g. Arzt her bei anderen häufigen Erkrankungen wie Diabetes oder Hochdruckleiden.
  • Informationen zur Aufklärung über Corona werden für die Bevölkerung erstellt, sowohl online als auch in Form von Flyern.
  • Eine Versorgungsstation für Sauerstoff wird eingerichtet und von trainierten Freiwilligen verwaltet.
Durch die jahrelange kontinuierliche Arbeit in den Slums hat STOP Selbsthilfegruppen aufgebaut, die nun einen unermesslichen Schatz darstellen für ihre Community! Dieses Reservoir an Frauen- und Manpower gilt es zu koordinieren und im Kampf gegen die Pandemie einzusetzen. Da sie aus dem Stadtteil selbst stammen genießen sie auch das Vertrauen der Bevölkerung.