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Archiv der Jugendkulturen e.V.

wird verwaltet von G. Rohmann (Kommunikation)

Über uns

Das Archiv der Jugendkulturen ist ein gemeinnütziger Verein und betreibt eine Präsenzbibliothek in Berlin, die interessierten BesucherInnen von Montag bis Freitag
kostenlos offen steht. In der außergewöhnlichen Sammlung finden sich über 8.000 Bücher, 40.000 Fanzines, 600 wissenschaftliche Arbeiten, 4.500 audiovisuelle Medien sowie diverse Presseartikel und wahre Schätze der Popkultur, wie die Erstausgabe der Jugendzeitschrift BRAVO aus dem Jahr 1956.

Viele dieser Schätze und Zeugnisse aus den verschiedenen Jugendkulturen stellt das Archiv regelmäßig für die breite Öffentlichkeit in Form von Ausstellungen zur Verfügung, beispielsweise zu „50 Jahren BRAVO“ oder „30 Jahren Punk in Deutschland“. Aktuell wird eine Wanderausstellung zu Diskriminierungen in Jugendkulturen mit dem Titel "Der z/weite Blick" vorbereitet, die ab Oktober von Schulen und Jugendeinrichtungen ausgeliehen werden kann.

Darüber hinaus verfolgt das Archiv der Jugendkulturen seit 2003 mit seiner politischen Bildungsarbeit den Ansatz jugendkulturelle Elemente aus den Bereichen Musik, Film, Theater, Kunst mit Methoden der politischen Bildungsarbeit zu den Themen Rassismus, Rechtsextremismus und Antisemitismus zu verbinden. Die Workshops werden von Szene-ExpertInnen aus verschiedenen Bereichen, wie Punk, Hip Hop,Techno, Graffiti geleitet und sind so konzipiert, dass die Jugendlichen aktiv in die Planung und Konkretisierung der Workshopangebote einbezogen werden. Die dabei entstehenden Raptexte, Graffitis, Filme, Theaterstücke und Ausstellungen sind Zeugnisse des Austauschs und der Begegnung junger Menschen verschiedener Herkunft und Szenezugehörigkeit, mit dem Ziel gegenseitiges Verständnis und kreative Potentiale bei den Jugendlichen zu fördern. Mit dieser Anerkennungskultur soll sozialer Benachteiligung und Bildungsungerechtigkeiten entgegengewirkt und mehr Chancengleichheit, unabhängig von Herkunft und sozialem Status, befördert werden.

Insgesamt haben wir im Jahr 2011 durch unsere Bildungsangebote mehr als neun Bundesländer bereist und an Schulen und Jugendeinrichtungen mit mehr als 1500 Jugendlichen gearbeitet.

Für unseren innovativen Ansatz der politischen Bildungsarbeit wurden wir bereits mehrfach ausgezeichnet, u.a. 2009 als ausgewählter Ort im Wettbewerb „Deutschland – Land der Ideen“ und 2010 mit dem Kulturpreis der Kulturpolitischen Gesellschaft.

Uns ist in den vergangenen 15 Jahren viel ehrenamtliche Unterstützung zu Teil geworden, für die wir sehr dankbar sind. Auch weiterhin haben wir das Glück, dass viele Ehrenamtliche unsere Arbeit inhaltlich und tatkräftig unterstützt wollen.

Trotz all dieser gesellschaftlichen Anerkennung wird es für uns, durch Kürzungen öffentlicher Fördermittel, fehlender sowie steigender Mietkosten im Jahr 2012, immer schwieriger unser vielfältiges und oftmals kostenloses Angebot an Workshops, Veranstaltungen und thematischen Bibliotheksführungen auch weiterhin anzubieten.

Unsere Arbeit und vor allem unsere Bildungsprojekte mit Jugendlichen sind auf Nachhaltigkeit und Kontinuität angelegt, mit dem Ziel Jugendliche für Themen wie Diskriminierung, Rassismus und Toleranz zu sensibilisieren und ihnen kreative Handlungsmöglichkeiten beim Umgang damit an die Hand zu geben.

Um soziale Teilhabe, gesellschaftliches Engagement und kreative Potentiale bei Jugendlichen auch weiterhin fördern zu können benötigen wir ihre Spende. Auch der Erhalt unserer Bibliothek, als einzigartiger (Frei-) Raum, in dem kuriose Raritäten genauso ihren Platz finden wie wissenschaftliche Publikationen und BesucherInnen mit ExpertInnen aus Jugendkulturen zusammenfinden, kann nur durch Ihre finanzielle Unterstützung dauerhaft gesichert werden.

Wir freuen uns über Ihre Spende. Vielen Dank.

Letzte Projektneuigkeit

Latest news

Diversity Box in Sachsen-Anhalt Teil II

  G. Rohmann  26. September 2018 um 14:01 Uhr

 Unser Philan ist bunt – Diversity Box in Sachsen-Anhalt

Unser Philan ist bunt. Unter diesem Motto gestaltete unser Diversity Box-Team zwei Projekttage zu sexueller und geschlechtlicher Vielfalt am Philanthropinum Gymnasium in Dessau.

Wir waren nicht zum ersten Mal mit Workshops an dieser Schule. Ein Effekt, der sich in unserer Projektarbeit immer wieder einstellt. Viele Schulen, ob im urbanen oder ländlichen Raum brauchen vertrauensvolle Kooperationen und inhaltliche Unterstützung bei der Verankerungen dieser Themen an ihren Schulen. Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt wird noch viel zu selten in der Schule thematisiert. Umso glücklicher sind wir jedes Mal für die Möglichkeit, langfristige Kooperationen mit Schulen eingehen zu können, um den engagierten Lehrer*innen vor Ort mit unseren Angeboten auf dem Weg zu einer diskriminierungsärmeren und inklusiveren Schule einen Schritt weiterzuhelfen.

Am „Philan“ in Dessau konnten wir am 13. und 14. Juni 2018 dazu zwei Projekttage mit Schüler*innen der 9. Stufe gestalten. Es fanden insgesamt vier Workshops parallel statt, die in Form von jugendkultureller oder medienbasierter Inhalte, Aufklärungs-und Sensibilisierungsarbeit zu LSBTI* Lebenswelten und Diskriminierungserfahrungen von Jugendlichen, Begrifflichkeiten, Geschlechterstereotype sowie queerer Repräsentation und Sichtbarkeit in Jugendkulturen geleistet haben. Neben der inhaltlichen Vermittlungsarbeit legt das Projekt in der Arbeit mit Jugendlichen immer einen großen Wert auf die kreative Praxis in den Workshops. Die Jugendlichen erfahren unter Anleitung, wie die Inhalte der Workshops in die praktische Umsetzung übertragen werden können und können sich selbst ausprobieren und kreativ ausdrücken.

YouTube, Coming Out und Hate Speech

Im Video-Workshop wurde ein YouTube-Clip gedreht, in dem eine Schülerin in die fiktive Rolle einer jungen, lesbischen YouTuberin schlüpft und Fragen zu ihrem Coming Out und den Reaktionen darauf aus Familie und Freundeskreis beantwortet.

Kameraeinstellungen leicht erklärt

https://www.youtube.com/watch?v=CEXlqZz-W3s

Ein Heft über Liebe und Diskriminierung: LGBTIQ* Magic Love Stories

Im Comic/ Kreatives Schreiben- Workshop entstand ein Heft aus Kurzgeschichten und Illustrationen, das eine große Bandbreite von Diskriminierungsaspekten für lesbische, schwule, bisexuelle und Trans*Menschen wiedergibt, ohne aber auch die schönen Aspekte des Verliebt seins außer Acht zu lassen.

Schreibübungen werden vorgelesenCover des Hefts mit Kurzgeschichten und Illustrationen

Ein Schriftzug für Akzeptanz: Love For All

Im Graffiti/Streetart-Workshop entstanden viele Graffiti-Schriftzüge, die für die Akzeptanz und Anerkennung von gleichgeschlechtlicher Liebe plädieren.Von der SkizzeZum fertigen GraffitiPride ist der häufig in den USA und Englang verwendete Begriff für den Christopher Street Day

Last Night a DJ saved my Life: Music has no Gender

Der DJ/Musikworkshop befasste sich mit Geschlechterstereotypen und Sexismus in verschiedenen Musikszenen, hier vor allem im HipHop und Hardcore. Und im praktischen Teil konnten sich die Schüler*innen selbst an den Turntables ausprobieren und präsentierten ihre neu erlernten Skills bei der gemeinsamen Abschlusspräsentation.

Schimpfwörter und Stereotype im HipHopAn den TurntablesFür die Förderung des Projekts „Unser Philan ist bunt-Diversity Box goes Sachsen-Anhalt“ bedanken wir uns herzlich bei der Heidehof Stiftung.

 



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