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Archiv der Jugendkulturen e.V.

managed by Daniel Schneider

About us

The Archiv der Jugendkulturen is the memory of the scenes, from science fiction, gothic and graffiti to punk, riot grrrl and techno. Our archive is a non-profit-organisation in Berlin that has been collecting documents and ephemera of youth-, pop-, and subcultural scenes since 1997. State institutions barely collect these histories of resistance which makes self-organized archives like ours unique. We are convinced that these scenes are an important part of cultural and social history and that their relics should be permanently preserved. Over the years we have become an important place for people from youth and subcultures as well as activists, researchers, academics, historians and political educators and the interest for our unique collection continues to grow.

If you want to know more please visit our website:
https://jugendkulturen.de/english.html

or contact us:

Archiv der Jugendkulturen e.V.
Fidicinstr.3
10965 Berlin
Tel. 030/ 61203316
bibliothek@jugendkulturen.de

Latest project news

Quellensammlung SPUR zu Subkulturen in der DDR erschienen

  Daniel Schneider  14 July 2026 at 11:54 AM

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Jetzt neu bei uns: die Quellensammlung SPUR zu "negativ-dekadenten" Subkulturen, mit ausgewählten Quellen zu Punk, Heavy Metal, Skinheads und Gothik in der DDR.

Trotz der Breite der internationalen Fanzine-Sammlung des Archivs der Jugendkulturen (AdJ) finden sich kaum Fanzines aus der DDR, da der SED-Staat szeneeigene Ausdrucksformen massiv unterdrückte. Mitglieder sogenannter "negativ-dekadenter" Szenen – ob nun Punks, Skinheads oder Gothics – nutzten daher immer wieder Fanzines aus dem Westen als Sprachrohr. Später kamen Fanzines und Zeitschriften hinzu, die in der DDR in ihren finalen Jahren sowie in der Nachwendezeit entstanden sind.

In der ersten Phase des Projekts SPUR wurden rund 500 solcher "Spuren" jugend- und subkultureller Szenen aus der DDR in der archiveigenen Sammlung ausfindig gemacht, zusammengetragen und in einer Bibliografie zusammengestellt, die zusammen mit den entsprechenden Digitalisaten im AdJ für die Forschung zugänglich ist.

Die zusammengetragenen Materialien dienten in der zweiten Projektphase als Basis für die nun erscheinende, kommentierte Quellenedition. Diese spannt den Bogen von den 1970er Jahren bis hinein in die Transformationsphase nach dem Mauerfall (1989–1995) und ermöglicht erstmals einen ungefilterten Einblick in die Selbstwahrnehmung der Beteiligten. Sie schließt zudem eine wesentliche Lücke in der historischen Aufarbeitung der Jugend- und Subkulturen in der DDR. Während bisher abgesehen von versprengten Quellen aus den Archiven der DDR-Opposition vor allem die Akten des Stasi-Unterlagen-Archivs und die Forschung dominierten, rückt diese Edition die zeitgenössischen Stimmen der Akteur:innen in den Fokus. Es wird nicht nur deutlich, wie die Protagonist:innen ihre Situation damals empfanden, sondern auch, wie sie in einem repressiven System sowie in der konfliktreichen Nachwendezeit ihre eigenen Räume gestalteten.

Die kommentierte, 140 Seiten starke Quellenedition ist nun in Print- und Digitalform verhältlich. Wenn ihr eine gedruckte Ausgabe haben möchtet, schreibt gerne eine Mail an bibliothek@jugendkulturen.de - wir schicken sie euch kostenlos zu! Die digitale Version der Quellenedition findet ihr auf der Publikationsplattform zdbooks.

Das Projekt SPUR wird in Kooperation mit dem Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF) durchgeführt von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur gefördert.  




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