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Hessische Gesellschaft f. Ornithologie/Naturschutz

wird verwaltet von M. Albert

Über uns

Es waren begeisterte Vogelbeobachter, die sich 1964 zusammenfanden, um ihr Wissen über die hessische Vogelwelt auszutauschen. Dramatische Bestandseinbrüche vieler Arten ließen sie nicht ruhen.

1972 gründeten sie einen Naturschutzverband mit starkem wissenschaftlichen Fundament, die Hessische Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz e.V. (HGON).

Zum Wappenvogel wählten die Gründer den damals vom Aussterben bedrohten Graureiher. Sie setzten sich für ein Ende der Bejagung und den Schutz seiner Brutkolonien ein. Heute hat sich sein Bestand versechsfacht und der beeindruckende Vogel bevölkert wieder alle hessischen Landschaften.

Begeisterung für die Natur, Kompetenz in der Sache und Beharrlichkeit in der Auseinandersetzung sind seitdem zu einem Markenzeichen für die Arbeit der HGON geworden.

Letzte Projektneuigkeit

Das Feldhamsterjahr 2021 wird aufregend!

  M. Albert  10. Februar 2021 um 10:33 Uhr
Während die Feldhamster noch tief unter der Erde Winterschlaf halten, ist unsere AG Feldhamsterschutz längst mit den Vorbereitungen der kommenden Feldhamstersaison beschäftigt. Und die wird aufregend! In den nächsten Wochen entsteht in Langgöns (nähe Gießen) eine Artenschutzstation für den Feldhamster.

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Warum braucht es diese Station und was wird dort passieren?

Der Feldhamster ist weltweit vom Aussterben bedroht. Auch die letzten hessischen Bestände des Nagers sind in einem schlechten Erhaltungszustand. Trotz, dass wir als Verband sowie auch das Land Hessen seit Jahren intensiv darum bemüht sind, Agrarlebensräume aufzuwerten und obwohl wir in einigen Gebieten inzwischen auch gute Fortschritte verzeichnen können – der Rückgang des Nagers bleibt rasant und überholt uns links im Eiltempo. Dies ist unter anderem damit zu erklären, dass nicht allein die unzureichende Lebensraumausstattung, sondern viele weitere Faktoren auf die geschwächten Bestände wirken. Ein entscheidender Faktor, dem wir mit der Artenschutzstation entgegnen wollen, ist Inzucht. Als Folge von Siedlungs- und Verkehrswegebau sind einst verbundene Lebensgemeinschaften bereits langjährig voneinander getrennt und können sich auf natürlichem Wege nicht mehr austauschen. Für die hessischen Feldhamsterpopulationen konnte mittels genetischer Untersuchungen eine starke genetische Verarmung feststellen. Diese führt neben verminderter Anpassungsfähigkeit z. B. gegenüber Krankheiten auch zum Verlust der Fortpflanzungsfähigkeit und zu verringertem Reproduktionserfolg – den wichtigsten Schlüsselparametern zum Erhalt einer Art.

Ziel der Artenschutzstation ist es, Wildvorkommen auf künstlichem Wege genetische wieder zu verbinden. Dafür werden Feldhamster aus Wildbeständen entnommen und in der Haltung verpaart. Die Elterntiere und ihre Nachkommen werden später ausgewildert. So soll der Genpool wieder durchmischt werden. Begonnen wird damit vor den Türen der Station mit den Populationen Langgöns und Pohlheim.

Bevor es allerdings so weit ist und die ersten Feldhamster einziehen können, heißt es schrubben, malern und werkeln, denn die Station entsteht in einem ehemaligen Schweinestall einer langjährig im Feldhamsterschutz aktiven Landwirtsfamilie.

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Finanzielle Unterstützung erhalten wir von der „HIT Umweltstiftung“ und der „Unsere Erde Stiftung“.

Bei den laufenden Kosten wie Miete, Strom, Wasser und der veterinärmedizinischen Versorgung sowie den Kosten für bspw. Einstreu, Laufrädern und Austauschkäfige könnt auch Ihr uns unterstützen!

Was kostet was? Beispiele: 
   --> Miete: 380,- €/Mon.
   --> Einstreu: 20x 12,- €
   --> Holzlaufräder Ø 33 cm: 20x 20,- 

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