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CADUS e.V.

wird verwaltet von S. Jünemann

Über uns

CADUS e.V. - international disaster response
Humanitäre Nothilfe in Kriegs- und Krisenregionen

CADUS ist eine gemeinnützige, unabhängige und international tätige Hilfsorganisation aus Berlin.
Wir leisten medizinische und technische humanitäre Nothilfe, insbesondere in Hochrisikogebieten, aktuell vor allem in Gaza, im Sudan und in der Ukraine.

Wir gehen dorthin, wo Hilfe besonders schwierig ist. Gerade dort, wo andere nicht hingehen können oder dürfen, sehen wir unsere Verantwortung. Unsere Antwort auf komplexe Krisen lautet: Solidarität. Auch wenn sich hinter dieser scheinbar einfachen Haltung hochkomplexe und risikoreiche Einsätze verbergen.

Wir reagieren schnell auf akute Krisen und unterstützen gleichzeitig den Aufbau langfristiger Strukturen vor Ort. Dabei arbeiten wir eng mit lokalen Partnerorganisationen zusammen und orientieren uns an den humanitären Prinzipien.

Unsere Einsätze sind geprägt von einem lösungsorientierten Ansatz: Wir entwickeln pragmatische und innovative Lösungen für komplexe Einsatzbedingungen und teilen unsere Erfahrungen offen.

Letzte Projektneuigkeit

CADUS Update: (K)eine Waffenruhe in Gaza und Dauerbeschuss in der Ukraine

  Saskia Kuschnia  30. September 2026 um 19:53 Uhr
Liebe Supporter*innen,

es ist ein bisschen her seit unserem letzten Update. Bevor wir Euch erzählen, was gerade bei CADUS passiert, möchten wir vor allem eines sagen:

Danke. Danke, dass Ihr CADUS unterstützt. Danke für Euer Vertrauen und Eure Solidarität. Gerade in einer Zeit, in der humanitäre Hilfe massiv unter Druck steht, ist Eure Unterstützung für uns besonders wichtig.

Weltweit steigt der Bedarf an humanitärer Hilfe – gleichzeitig werden die Mittel dafür drastisch gekürzt. Allein die internationale humanitäre Finanzierung ist zwischen 2022 und 2025 von 43,3 Milliarden auf 20,3 Milliarden US-Dollar gesunken. Auch Deutschland hat seine Mittel im selben Zeitraum massiv reduziert: von 3,28 Milliarden auf 1,06 Milliarden Euro.

Mehr Krisen. Mehr Bedarf. Weniger Geld. Für CADUS bedeutet das ganz konkret: Fördermittel brechen weg, während die Kosten für Einsätze, Logistik, Sicherheit und medizinisches Material steigen. Für eine kleine Organisation wie uns ist das spürbar.

Umso wertvoller ist Eure Unterstützung. Sie hilft uns, handlungsfähig zu bleiben – unabhängig davon, welche Fördermittel gerade verfügbar sind. Sie gibt uns Planungssicherheit, ermöglicht uns, Teams und Material vorzuhalten und schafft den Spielraum, auch dann zu reagieren, wenn sich eine Situation plötzlich verändert.

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Gaza: (K)eine Waffenruhe und eine anhaltende humanitäre Blockade:

Während Politiker*innen Friedenspläne feiern, gehen die Angriffe des israelischen Militärs weiter. Menschen werden durch Drohnen, Bomben und Schüsse getötet. Andere sterben an den Folgen des Krieges: an einem nahezu vollständig zerstörten Gesundheitssystem, an Infektionskrankheiten und an fehlenden Behandlungsmöglichkeiten für schwer kranke und verletzte Patient*innen.

Gleichzeitig erschwert die anhaltende humanitäre Blockade der israelischen Behörden die Hilfe massiv. Es mangelt weiterhin an fast allem: an Helfer*innen, Medikamenten, medizinischem Verbrauchsmaterial und selbst an Ersatzteilen für Rettungswagen. Reifen können kaum noch repariert werden, neue sind nicht erhältlich. Motoröl, Glühbirnen und vor allem Kraftstoff sind Mangelware.

Die Krise besteht deshalb nicht nur aus dem, was zerstört wurde. Sie besteht auch aus den Dingen, die nicht wieder beschafft werden können.

In den vergangenen drei Monaten konnten unsere Teams knapp 3.000 Patient*innen in Feldkrankenhäusern behandeln, 60 Patient*innen per MedEvac transportieren und über 260 Menschen in medizinischen Notfallmaßnahmen schulen.

Gleichzeitig arbeiten wir daran, weitere Ambulanzen nach Gaza zu bekommen und mehr medizinische Evakuierungen zu ermöglichen.

Eine Garantie gibt es nicht. Aber wir geben nicht auf. ________________________________________________________________________

Ukraine: Erschöpfung & Dauerbeschuss:

Auch in der Ukraine gehört die Bedrohung durch Raketen und Drohnen weiterhin zum Alltag unserer Teams.Um 15:34 Uhr ertönt in der Region Dnipro vergangene Woche der Luftalarm. Sechs Minuten später zieht sich unser Team ins Shelter zurück. Insgesamt achtmal muss das Team bis 3 Uhr morgens Schutz suchen.Am nächsten Morgen wartet bereits der nächste MedEvac: 250 Kilometer. Rund dreieinhalb Stunden Fahrt. Ein*e Patient*in muss sicher in eine medizinische Einrichtung gebracht werden.

Auch nach einer Nacht mit achtmal Luftalarm muss die medizinische Versorgung funktionieren. Und genau das merken wir zunehmend auch im Team: Erschöpfung.

Doch auch davon lassen sich unsere Teams nicht unterkriegen. Sie machen weiter, fahren MedEvacs, versorgen Patient*innen und unterstützen dort, wo sie gebraucht werden.
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Unser neues Projekt: Katastrophenschutz dort, wo bestehende Strukturen an Grenzen kommen

Spätestens nach diesem Hitzesommer ist klar: Klimabedingte Katastrophen stellen auch den Katastrophenschutz und staatliche Strukturen vor neue Herausforderungen.

Hitzeperioden, Fluten, Waldbrände, Erdrutsche, langanhaltende Stromausfälle und Epidemien: Krisen nehmen zu und werden komplexer. Gleichzeitig muss der klassische Katastrophenschutz immer mehr und größere Einsätze bewältigen – auch dort, wo passende Fähigkeiten, Einheiten oder technische Lösungen fehlen.

Wir wollen daran etwas ändern: Gemeinsam mit verschiedenen Partner*innen entwickeln wir deshalb gerade ein neues Konzept mit Fokus auf klimabedingte Katastrophenhilfe. Noch steckt das Projekt in den Kinderschuhen. Die ersten Trainings haben unsere Teams aber bereits absolviert.

Unser Ziel ist es, den internationalen Katastrophenschutz um zusätzliche, flexible Einsatzkapazitäten zu erweitern. Dafür entwickeln wir modulare Einsatzeinheiten – sogenannte Units –, die je nach Lage mit unterschiedlichen Fähigkeiten, Spezialist*innen und Material ausgestattet werden können.Unsere Crews werden für verschiedene Katastrophenlagen ausgebildet und trainiert. So verbinden wir erfahrene Einsatzkräfte, spezialisiertes Know-how, passendes Material und technische Lösungen zu Teams, die flexibel eingesetzt werden können – etwa bei Fluten, Höhenrettung, extremer Hitze oder in schwer zugänglichen Einsatzgebieten.

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Und deshalb: Danke.

Wenn wir auf die vergangenen Monate schauen, ist eines besonders deutlich: Humanitäre Hilfe wird schwieriger. Die Krisen werden komplexer. Finanzierung wird unsicherer. Und gleichzeitig steigt der Bedarf.

Umso wichtiger sind Menschen, die bleiben. Eure Unterstützung hilft uns, langfristig zu planen, Teams einsatzbereit zu halten, neue Projekte zu entwickeln und auch dann weiterzumachen, wenn sich die Rahmenbedingungen verändern.

Danke, dass Ihr uns unterstützt. Danke, dass Ihr hinschaut. Danke, dass Ihr bleibt.
 
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