Nothilfe in Kriegsgebieten braucht ein starkes Fundament

Selten war humanitäre Hilfe gleichzeitig so dringend und so riskant. Unsere Einsätze führen uns dorthin, wo die Versorgung zusammenbricht, Infrastruktur zerstört und medizinische Hilfe nicht mehr selbstverständlich ist.
Professionelle humanitäre Hilfe beginnt nicht erst im Einsatzgebiet. Sie braucht ein stabiles organisatorisches Fundament. Unser Büro, unser Lager und unser Makerspace in Berlin sind die Basis für alles, was wir tun. Hier planen wir Einsätze, koordinieren das Crewing, entwickeln Technik weiter, verwalten unsere Einsätze & Projekte und führen Trainings durch. Dieses Fundament ist weniger sichtbar als ein Rettungseinsatz. Aber ohne Infrastruktur, Logistik und verlässliche Strukturen können wir nicht handeln.
Gerade in diesen unvorhersehbaren Zeiten wird deutlich, wie wichtig Solidarität ist und wie sehr Eure Unterstützung dazu beiträgt, dass wir helfen können. Unsere Teams arbeiten unter extremen Bedingungen. Trotzdem bleiben wir vor Ort:
Gaza: Raffah offen - Hilfe bleibt unsicher
Der Grenzübergang Rafah ist wieder geöffnet. Doch der Zugang bleibt fragil: Evakuierungen scheitern weiterhin an Sicherheitslagen und administrativen Hürden.
Am 4. Februar schlug eine Rakete nahe des Feldkrankenhauses ein, in dem unser Team gemeinsam mit dem Palästinensischen Roten Halbmond (PRCS) arbeitet. 25 Verletzte, darunter elf Kinder, mussten versorgt werden.
Am selben Tag scheiterte eine geplante medizinische Evakuierung nach stundenlangem Warten. Sieben Patient*innen mussten zurückgebracht werden.
Wenn Evakuierungen blockiert werden, koordinieren wir neu. Wenn Transporte verschoben werden, bereiten den nächsten Versuch vor. Diese Kontinuität braucht erfahrene Teams, funktionierende Technik und eine verlässliche Koordination.
Ukraine: Versorgung sichern trotz Infrastrukturzusammenbruch
Die starken Energieausfälle in Zeiten von Minustemperaturen erschweren nicht nur Alltag und Leben, sie belasten auch Krankenhäuser und medizinische Abläufe, weil Strom, Heizung und Wasser nicht kontinuierlich verfügbar sind.
Gleichzeitig verschärfen neue Angriffe die Lage. Verletzte müssen unter extremen Bedingungen versorgt und transportiert werden. Kälte, Erschöpfung und eine dauerhaft überlastete Infrastruktur machen jede Evakuierung herausfordernder. Gerade jetzt ist funktionierende Technik lebensrettend.

Unsere Teams arbeiten mit mobiler Stromversorgung und angepasster Technik, um auch bei Energieausfällen autark arbeiten zu können. Diese Lösungen entstehen teils in unserem Crisis Response Makerspace in Berlin. Dort entwickeln und verbessern wir Einsatztechnik kontinuierlich weiter und reparieren unsere Ambulanz-Fahrzeuge.
Eure Spende finanziert genau dieses Fundament. Dank eurer Hilfe ist es uns möglich, professionelle humanitäre Hilfe langfristig und verlässlich durchzuführen.
Vielen Dank für Eure Unterstützung!
