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Agandi e.V.

wird verwaltet von I. Wöhlk

Über uns

Wir sind ein Berliner Förderverein, dessen Ziel es ist, Waisenkindern und Kindern aus mittellosen Familien in Uganda den Schulbesuch zu ermöglichen.
AGANDI wurde im Frühjahr 2012 gegründet und ist seit November 2012 ein eingetragener Förderverein.

Bildung bedeutet Chance zur Teilhabe – Mittellose Kinder in Uganda zu dieser Chance willkommen zu heißen ist das Ziel von Agandi, was im südlichen Uganda so viel wie „sei gegrüßt“ heißt.

Dank unserer ugandischen langjährig vertrauten Partner ist ein zuverlässiger Einsatz der Spendenbeiträge für diese Kinder gewährleistet.

Die Kinder, die Agandi unterstützt, kommen aus Entebbe, einer 40 Kilometer südlich der Hauptstadt Kampala gelegenen Kleinstadt am Viktoriasee. Wie das ganze Land so befindet sich auch Entebbe in fortschreitender Entwicklung und es herrscht vielerorts Aufbruchstimmung. Jedoch gibt es eine große Schicht sehr armer Menschen, die aufgrund fehlender Möglichkeiten zur Teilhabe den Anschluss zu verlieren drohen. Hierfür sehen wir Bildung als Schlüssel zum Aufstieg. Der Verein legt daher großen Wert darauf, einen angemessenen Schulunterricht auch für mitellose Kinder möglich zu machen.

Letzte Projektneuigkeit

Viele neue Herausforderungen

  B. Kazooba  01. März 2020 um 12:41 Uhr

Liebe AGANDI-Mitglieder und Freunde des Vereins, nach fünf Wochen wieder aus Uganda zurück, möchte ich über die wichtigsten Ereignisse und Entwicklungen berichten.Die Kinder, Betreuer und ich waren sehr glücklich über das Wiedersehen.Auffällig war – nach einem Jahr home-Betrieb – die teilweise Selbstverwaltung der Kinder, die zeigte, dass Patience Sabano (soz. Pädagogin.), Robinah Saaba (Köchin) und Sarah (Putzkraft) überfordert sind und eine weitere Betreuungsperson fehlt.Wir konnten unseren drum-teacher Fred Kasumba– der auch in Teilzeit an der little-angelsschool unterrichtet – dafür gewinnen, dass er 2 x wöchentlich Patience vertritt, indem er im home übernachtet und ihre Aufgaben übernimmt. Sie hat in dieser Zeit frei. Darüber hinaus kommt Fred an 2 weiteren Tagen von 17 – 20.30 Uhr um bei der Hausaufgabenbetreuung und weiterer Koordination – wie Begleitung der Kinder zum workshop – zu helfen. Natürlich bleibt auch sein 2. Job als drum-teacher sonntags bestehen.Für weitere Einstellungen von Personal fehlen die Mittel. Fred Kasumba ist ein engagierter Lehrer – sehr inhaltsbezogen und interessiert. Die Kinder respektieren ihn.
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Wir konnten den workshop, bestehend aus 2 Räumen, ca. 100 m vom home entfernt, anmieten.Er wurde vom Tischler eingerichtet, für Holzarbeiten/ malen und zum Nähen haben wir 2 Nähmaschinen gekauft und alle nötigen Werkzeuge für kindgerechte Holzarbeiten. Die Kinder sind begeistert. Sie haben in Gruppen jeweils 3 Stunden konzentriert gewerkt, bis ich es beendete – nicht sie. Allerdings ist es nicht einfach, den workshop in die Tagesstruktur der Kinder werktagseinzubauen. Sie kommen zwischen 16.30 und 17.30 Uhr aus der Schule. Dann waschen sie ihre Sachen und sich selbst. Von 19 – 20 Uhr werden Hausaufgaben gemacht, um 20 Uhr essen sie.
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Direkt daneben haben wir 2 weitere Räume angemietet, das neue Domozil für unsere Köchin und Schneiderin Robinah. (Sie näht mit den Kindern!). Sie lebte bisher in einem baufälligen „Haus“ mit 10 qm, das nicht ihr gehörte, sondern einem Besitzer, der dort manchmal Verstorbene für 24 Stunden aufgebahrt hat, weil gleich nebenan ein Friedhof liegt. Keine schöne Sache. Das mussten wir lösen.
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In den Berliner Winterferien kamen Anna Kiefer und Jone Szmania, die Paten von Gerald Kabaale, zu Besuch. Das war eine wundervolle Zeit. Die beiden fuhren mit bodas und überfüllten „Busch-Taxis“ zum home, als ob sie es schon immer so gemacht hätten. Sie waren im Umgang mit den Kindern und Erwachsenen sehr zugewandt, humorvoll und unkompliziert, haben einige Aktionen begleitet. Mit den Kindern haben sie ein Anstreich-Projekt durchgeführt – der Eßraum, dessen Wände mit Spuren der roten Erde übersät waren, sieht wie neu aus.
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An ihrem letzten Tag haben wir ein Agandi Fest mit Aufführungen der Kinder ausgerichtet.
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Wir konnten 2 neue Kinder aufnehmen. Den 2jährigen Noble Asinga, dessen Pate Dieter Kitzing ist. Noble wohnt in der Nähe von Schule/Kindergarten. Er lebt zu hause, bei seinen Eltern. Dies entspricht unserer Idee für die nähere Zukunft: Kleinere Kinder von bedürftigen Eltern aus der Nähe aufzunehmen, die nach dem Kindergarten nach hause gehen, da wir zur Zeit keinen Platz mehr im home haben.Das 2. Kind ist Maria Nalule, die Schwester von David Ssali, unsere bedürftigsten Kinder überhaupt, mit einer vollkommen mittellosen und hilflosen Mutter. Maria wohnt im home. Die Patenschaft wurde von Familie Schröter übernommen.
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Wir haben angefangen, eine neue Küche – zum Kochen mit Holzkohle – und einen Vorratsraum zu bauen. Die vorherige Küche wird ein weiterer Essraum.
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Für das Büro wurde ein großer, abschließbarer Akten- und Aufbewahrungsschrank in der Tischlerei angefertigt. Anna half auch bei PC-Problemen.
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Viele weitere Dinge, wie Schulbücher sämtlicher Klassenstufen – die im home bleiben – Schuhe, Schuluniformen usw. wurden angeschafft.Vor Allem haben wir aber auch am pädagogischen Konzept gearbeitet:Ich habe präzisierte Stellenbeschreibungen, insbesondere für die soziale Arbeit, sowie pädagogische Zielsetzungen für die Kinder erarbeitet.Gemeinsam mit den Kindern wurden Zimmer-Verantwortliche gewählt, Pläne für Hilfen im Haushalt erstellt, Lern- und workshop- Gruppen eingeteilt, Hausregeln aufgestellt.Es waren fünf Wochen voller Arbeit – aber es hat wieder einmal großen Spaß gemacht.

Übrigens: was bedeutet Malaria in Uganda? James Kituuka, 17 Jahre alt, kam abends aus der Schule, es ging ihm nicht gut. Er glühte. Wir gingen mit ihm zur Krankenstation, der Malaria Test fiel positiv aus. James bekam Tabletten. Er meinte, er wolle am nächsten Tag wieder in die Schule gehen, deshalb bekam er auch noch eine Injektion. Am nächsten Tag war er fieberfrei, allerdings untersagten wir ihm den Schulbesuch. Erst am dritten Tag durfte er wieder gehen.Wenn Malaria behandelt wird, ist sie oft harmloser als eine Grippe.
Herzliche Grüsse,Brigitte Kazooba, Februar 2020

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