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Sieben Jahre Essen macht klug! - Ein Rückblick

  L. Haber  07 September 2019 at 05:15 PM

Das siebte Jahr füllen dieses Jahr die starken Frauen der New Paradigm Community Based Organization (NPCBO) die Teller von Waisenkindern und Seniorinnen, die rund um das Dorfzentrum Gita zuhause sind. Der kostenlose Mittagstisch, den die Frauen anbieten, ist etwas Besonderes: Und das nicht nur, weil auf den Tellern der Kinder nicht tagtäglich Reis mit Bohnen landet, wie dies an vielen staatlichen Schulen in Kenia der Fall ist, sondern ausgewogene und abwechslungsreiche Mahlzeiten, zu denen ein Stück Obst und sauberes Trinkwasser nicht fehlen dürfen.
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Eine der Frauen schneidet Tomaten für das Mittagessen - definitiv aus ökologischem Anbau
Alles beginnt im Jahr 2012. Einige der Frauen, der NPCBO haben Waisenkinder als Pflegekinder aufgenommen und dabei schon Schwierigkeiten, ihre eigenen Kinder über die Runden zu bringen. Die meisten von ihnen sind zudem Witwen und müssen alleine den Unterhalt für ihre oft mehrköpfige Familie erwirtschaften. Dass viele der Kinder vor Hunger im Unterricht einschlafen, schlechte Noten nach Hause bringen oder gar von den Lehrkräften nach Hause geschickt werden, bereitet ihnen große Sorgen. Das Mittagessen der staatlichen Schulen ist zu teuer und von eher schlechter Qualität.
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Ein Mitglied der NPCBO mit ihren Kindern
Die einfache Lösung also: Das „Feeding Programme“. Ein kostenloser Mittagstisch für die Waisenkinder. Zur Durchführung des Projekts steht alles bereit: Töpfe und weitere Kochutensilien bringen die Frauen aus ihren eigenen Haushalten mit, Feuerholz sammeln sie im Wald und genügend engagierte Frauen, die bereit sind, ein Kochteam zu bilden, stehen parat. Die Schwiegermutter der Leiterin will ihren Garten und ein kleines Haus auf dem Grundstück für die Aktion zur Verfügung stellen. Nur von welchem Geld sollen die Lebensmittel bezahlt werden?  Hierbei muss man wissen, dass es sehr schwierig ist, in Kenia an Spendengelder zu gelangen, ist doch in vielen Familien das Geld knapp. Wer kann, schickt seine Kinder auf Privatschulen und damit sind die finanziellen Ressourcen oftmals bereits aufgebraucht. Welchen Anreiz sollen also Spenden haben, in einem Land, in dem man sich am besten alleine durchschlägt? Die Leiterin der NPCBO Naminieli Obura läuft sich monatelang die Fußsohlen wund. Sie fragt Freunde und Bekannte, die bereit sind, gebrauchte Kleidung zu spenden, Geld aber kaum. Sie klopft sogar bei einer chinesischen Firma an, während Lastwägen voller Reis laut scheppernd und Staub aufwirbelnd durch deren große Tore rollen. Doch auch hier ist man nicht bereit, auch nur ein Gramm Reis kostenlos herauszurücken.
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Naminieli Obura hat die NPCBO mit ihrem Mann gemeinsam ins Leben gerufen
2013 wendet sie sich schließlich an Afroskop.  Afroskop – 2012 frisch gegründet – verfügt zu diesem Zeitpunkt über wenige Spendengelder. Auch wenn das erste Projekt „Stoppt Malaria!“ mit einem Budget von gerademal 800 € kürzlich erfolgreich abgeschlossen wurde, wird die Aufnahme eines weiteren Projekts in der Mitgliederversammlung heiß diskutiert. „Wie sollen wir das stemmen? Wie sollen wir so viel Geld zusammenbekommen?“ heißt es da zu Recht. Am Ende entschließt sich das Team für die Risikorechnung. Mit viel Mundpropaganda unter Bekannten und Verwandten, einem Presseartikel im Donaukurier, Ständen auf Flohmärkten und anderen kreativen Fundraising-Aktionen gelingt uns schließlich das, über das viele professionelle NGOs staunen:  Wir bringen das Projekt der Frauen in Gita ausschließlich mit Privatspenden ins Rollen, ganz ohne Fördergelder, ganz ohne Sponsoren. 2013 generieren wir über 1000 € und 45 Waisenkinder werden in das Feeding Programme unter dem deutschen Kampagnentitel „Essen macht klug!“ aufgenommen.
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Das Kampagnenplakat 2013 in Ingolstadt
2014 akquirieren wir weitere ca. 6000 € und stellen damit sogar das 1. Schulsemester für 2015 sicher. Und so geht es immer weiter bis ins Jahr 2019.
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Saschas Handyladestation beim Afrikafest Ingolstadt 2015
In der Zwischenzeit mussten wir gemeinsam mit den Frauen der NPCBO zwei Krisen bewältigen. Ein Einbruch ins Lebensmittellager der NPCBO und einen extremen Anstieg der Preise für Grundnahrungsmittel Reis und Mais um ca. 50%. Doch all das hat uns nicht erschüttert.
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2016. Ein Einbruch ins Lebensmittellager hinterlässt Spuren der Verwüstung
Rund 9000 € im Jahr kostet das Projekt heute, ca. 70 Waisenkinder und einige Seniorinnen profitieren von dem Programm. Knurrende Mägen und Fehlzeiten im Unterricht wegen mangelnder Konzentration kennen diese heute nicht mehr.
Zwar müssen sich die Kinder unter teils bis zu 70 anderen Mitschüler*innen an den staatlichen Schulen weiterhin schwer behaupten, wenn sie gute Noten ergattern und nicht in der Masse unterzugehen wollen. Doch wer unter Mangelernährung leidet und nicht ständig müde ist und nach Hause geschickt wird, geht viel selbstbewusster durchs Leben.
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Ein Mädchen erledigt seine Hausaufgaben nach dem Mittagessen (2018)
Gespräche mit den Lehrkräften untermauern den Erfolg dieser Idee, die einst klein begann und sich bei den Schulen einen Namen gemacht hat. Naminieli Obura und die NPCBO kennt dort jede*r Schuldirektor*in.
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Der Direktor der Kajulu Primary School zeigt sich begeistert vom Projekt der NPCBO (2014)
Und das Beste: Kinder, die 2014 von dem Projekt profitierten, engagieren sich heute ehrenamtlich für die NPCBO. Essen macht eben klug – und noch vieles mehr. 
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Drei coole Jungs, die nach dem Mittagessen stolz für ein Foto posieren (2018)
Wir bedanken uns daher ganz herzlich bei allen Spendengeber*innen, die uns bis heute treu geblieben sind und allen, die uns hier und da unter die Arme greifen. Es ist eine simple Idee, ein einfacher Mittagstisch, doch Projekte müssen nicht komplex sein, um erfolgreich und nachhaltig zu wirken. Am 3. September 2019 konnten wir der NPCBO übrigens 3000 € für das dritte Schulsemester 2019 überweisen. Das Schuljahr 2019 ist damit gesichert und ganz bestimmt werden noch viele weitere Jahre folgen. Schade nur, dass die NPCBO nicht mehr Kinder in das Programm aufnehmen kann.
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"Es ist hart, Nein in ein junges und unschuldiges Gesicht zu sagen. Der 5-jährige Evans Oyuga kam lächelnd auf mich zu, ohne irgendjemanden auf der Welt, der für ihn sorgte. Er nahm einfach einen Teller und stellte sich in die Schlange, wohlwissend, dass er etwas zu Essen bekommen würde. Sie sind so unschuldig, wie kann man da Nein sagen?" Naminieli Obura
Vielleicht findet sich ja doch ein Sponsor, der das möglich macht. Trotzdem sind wir stolz wie Oskar, dass wir es bis hierhin alleine geschafft haben. Also stoßen wir an:
Auf sieben Jahre starkes Ehrenamt für „Essen macht klug!“ in Kenia und in Deutschland. Cheers!
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Kinder auf dem Weg zum Mittagessen

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