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Landpacht für Naturschutz - Wildtierkorridore für Elefanten sichern

Kimana , Kenia

Die größten Bedrohungen für die Tierwelt waren in der Vergangenheit Wilderei, in jüngerer Zeit ist es eine Eskalation der Konflikte zwischen Mensch und Tier, da der Bewegungsraum für die Tiere stetig schrumpft. Landpacht ist die einzige Alternative.

Tatjana G. von Capricorn Foundation
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Das Greater Amboseli Ecosystem (GAE) umfasst mehr als 2 Millionen Hektar Land, das sich hauptsächlich im Süden Kenias befindet, sich aber über die internationale Grenze nach Tansania erstreckt. Das Ökosystem ist wichtig für die Tierpopulationen und die biologische Vielfalt, die es unterstützt, sowie seine strategische Lage in einer viel größeren zusammenhängenden Landschaft die an mindestens zwei große Nationalparks angrenzt.
Die Hauptnutzung des Landes gilt der Viehweide und dem Naturschutz (durch Community Conservancies), aber andere Landnutzungen umfassen städtische Siedlungen, Landwirtschaft und isolierte Ressourcengewinnung. Es ist eine semi-aride Gegend, in der die Wildtiere in ihrer Bewegung bisher frei waren und bis jetzt Menschen, Vieh und Wildtiere ungehindert durch die Landschaft zogen.

Die größten Bedrohungen für die Tierwelt im dem Ökosystem waren in der Vergangenheit Wilderei und in jüngerer Zeit eine Eskalation der Konflikte zwischen Mensch und Tier, die zu einer abnehmenden Toleranz der Gemeinschaft für Wildtiere geführt haben. Die größte aktuelle Bedrohung für das Ökosystem ist jedoch die Parzellierung. Die jüngsten Veränderungen stellen sowohl für den Menschen als auch für die Natur ernste Herausforderungen dar. Die Landumwandlung infolge der Anforderungen einer schnell wachsenden Bevölkerung und der ungeplanten Entwicklung (Bebauung und Landwirtschaft) hat bereits wichtige Wildtierbewegungskorridore und saisonale Weideflächen blockiert.

In den letzten 15 Jahren hat die Umwandlung von Land in Siedlung und Landwirtschaft zum Verlust von über 50 % der ursprünglichen Fläche für Wildtiere geführt und den Korridor zwischen den angrenzenden Nationalparks weitgehend geschlossen, wodurch die Tiere gezwungen wurden, landwirtschaftliche Flächen zu passieren. Big Life Foundation (www.biglife.org) konnte durch Landpacht den wichtigen Kimana-Korridor aufrechterhalten und den Tieren eine relativ sichere Passage zwischen den Nationalparks (Amboseli – Tsavo West) ermöglichen. In einem ersten Schritt hat Big Life zusätzlich in 2019 Pachtverträge mit willigen Eigentümern von Grundstücke abgeschlossen und konnte dadurch zusätzlich zu dem Kimana-Korridor eine Fläche von 155.140 Hektar sichern. Um mehr Landbesitzer für die Idee des Naturschutzes zu gewinnen, arbeitet Big Life aktiv an der Entwicklung zusätzlicher Einkommensquellen, die mit Wild- und Naturschutz, wie Ökotourismus, kompatibel sind. 

Jenseits des Kimana-Korridors gibt es weitere klar abgrenzbare Wildtier-Bewegungskorridore, die auch für das Funktionieren des gesamten Ökosystem in den nächsten Jahren gesichert werden müssen. Um auch diese zu pachten (zusätzliche 352.767 Hektar) werden zusätzliche langfristige Spenden benötigt.

Helfen Sie uns diese wichtigen Wildtier und Naturschutzgebiete zu sichern und vor unkontrollierter Entwicklung zu schützen. Jede Spende zählt und sollten Sie Interesse an einem Vermächtnis zugunsten dieses Vorhabens haben, setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung. 

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