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Indien: Hilfe in der Corona-Krise

Ein Projekt von Help - Hilfe zur Selbsthilfe
in Bhopal , Indien

Help engagiert sich für die vielen Corona-Opfer in Indien mit mobilen Gesundheitsklinken und medizinischen Check-Ups. Darüber hinaus verteilen wir Hygiene-Artikel und Infomaterialien zur Krankheitsprävention.

R. Walter
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Über das Projekt

In Indien spitzt sich die Corona-Pandemie dramatisch zu. Zurzeit infizieren sich täglich fast 400.000 Menschen mit dem Virus, Tausende sterben. Ursache ist vor allem die neue, gefährliche Virus-Mutation B1617. Das indische Gesundheitssystem droht unter der Infektionswelle zusammenzubrechen. Gemeinsam mit unseren lokalen Partnern leistet Help Nothilfe für die betroffenen Familien.

Jeden Tag mehr als 4.000 Tote

Die Zahlen sind erschreckend: Über 19 Millionen Infizierte, rund 215.000 Tote. Jeden Tag stecken sich weitere 400.000 Menschen mit dem Virus an, mindestens 4.000 sterben. Die Dunkelziffer wird als fünf- bis zehnmal höher eingeschätzt. 

Das Elend, das sich hinter diesen Zahlen verbirgt, ist unendlich größer: Schwerkranke Menschen werden von überfüllten Krankenhäusern abgewiesen. Familien stehen mit den Leichnamen ihrer Angehörigen Schlange vor Friedhöfen. Auf Parkplätzen werden Scheiterhaufen errichtet, den Krematorien geht das Brennholz aus.

Große Armut, wenig Schutz

Das Gesundheitssystem Indiens ist mit der Situation völlig überlastet. Seit über einer Woche schon gibt es einen großen Mangel an medizinischem Sauerstoff, Beatmungsgeräten und Intensivbetten. Ein Großteil der indischen Bevölkerung lebt zudem dicht gedrängt in Ghettos und Slums, ohne Zugang zu Trinkwasser, Elektrizität oder Müllentsorgung. Das Virus kann sich hier rasend schnell ausbreiten. 

Viele Menschen, darunter zahlreiche Straßenkinder, sind zudem stark unterernährt und leiden an Tuberkulose und anderen Krankheiten. Ohne eine fachgerechte Behandlung endet eine Corona-Infektion für sie meist tödlich.

Corona-Nothilfe in Indien

Gemeinsam mit unserer lokalen Partnerorganisation „Action Aid India“ unterstützt Help die notleidende Bevölkerung in Indien. Aktuell planen wir verschiedene Nothilfemaßnahmen:

  • Bereitstellung von mobilen Gesundheitskliniken für Corona-Tests und medizinische Check-Ups
  • Verteilung von Hygieneartikeln und Infomaterialien zur Krankheitsprävention
  • Versorgung notleidendender Familien und alleinstehender Frauen mit Nahrungsmitten
Auch außerhalb der Städte spitzt sich die Situation zu. Tausende Tagelöhner:innen und Saisonarbeiter:innen haben aufgrund des Coronavirus ihre Einkommensquelle verloren und dürfen ihre ärmlichen Behausungen kaum verlassen. Sie fürchten den Hunger mehr als das Virus. Help verteilt Nahrungsmittel, um das Überleben der Menschen zu sichern.