Deutschlands größte Spendenplattform

Bitte aktualisiere deinen Browser

Wir wollen die Welt mit dir zusammen besser machen. Dafür brauchen wir einen Browser, der aktuelle Internet-Technologien unterstützt. Leider ist dein Browser veraltet und kann betterplace.org nur fehlerhaft darstellen.

So einfach geht das Update: Bitte besuche browsehappy.com und wähle einen der modernen Browser, die dort vorgestellt werden.

Viele Grüße aus Berlin, dein betterplace.org-Team

1 / 5

Wiederverwendbare Damenbinden für Uganda

Unser Projekt ermöglicht Frauen in Uganda den Zugang zu angemessener, gesundheitsförderlicher Monatshygiene. Wir unterrichten sie in der Herstellung und im Verkauf wiederverwendbarer Damenbinden aus lokal verfügbaren, erschwinglichen Materialien.

F. Heyne von URIDU gGmbHNachricht schreiben

Menstruation – in Ugandas konservativer Kultur ist das ein stark schambesetztes Tabuthema. Frauen gelten dort während ihrer Periode als unrein. Das bedeutet nicht nur, dass sie in dieser Zeit vielerorts das Haus gar nicht verlassen dürfen und ihnen viele Alltagstätigkeiten (wie z. B. das Kochen oder Beten) verboten sind. Es bedeutet auch, dass Mädchen im Schnitt vier Schultage monatlich aufgrund ihrer Menstruation versäumen. Dadurch werden ihre Leistungen schlechter, und ihre Aussichten auf einen guten Arbeitsplatz später sinken drastisch. Angemessene Produkte für die Monatshygiene (Binden oder Tampons) sind kaum zu bekommen oder unerschwinglich teuer. Die Frauen behelfen sich stattdessen mit Bananen- oder anderen Blättern, Sand oder alten Zeitungen. Neben ihrer geringen Alltagstauglichkeit sind diese Maßnahmen natürlich hochgradig unhygienisch und damit verantwortlich für eine Vielzahl schwerer gynäkologischer und urologischer Infektionen. Vielerorts müssen Frauen sogar einfach in einem Erdloch sitzen bleiben, bis ihr Blutfluss aufhört. 

Unser Projekt bildet Frauen im Ort Kyamuliibwa in Uganda (Kalungu District) darin aus, wiederverwendbare Damenbinden selbst herzustellen und mit einem geringen Gewinn weiter zu verkaufen. So soll zum einen sichergestellt werden, dass jede Frau vor Ort sich die für sie notwendige Menstruationshygiene leisten kann. Zum anderen sollen die Frauen, die die Binden herstellen und verkaufen, später natürlich auch von ihrer Arbeit leben können.  Die Binden werden aus einfachen, lokal verfügbaren Materialien (Handtücher, Bettlaken, Plastikfolie) zugeschnitten und genäht. Sie bestehen aus einem wasserundurchlässigen Außenteil, das mit Hilfe von Druckknöpfen oder Klettverschluss am Slip befestigt werden kann. In dieses werden Einlagen aus saugfähigem Material gelegt, die leicht zu wechseln und zu waschen sind. Dadurch sind die Binden 6 - 12 Monate lang immer wieder verwendbar und extrem kostengünstig. 

Wir setzen das Projekt vor Ort in Zusammenarbeit mit dem Verein Projekthilfe Uganda e. V. um. Der Verein verfügt bereits über Räumlichkeiten und Nähmaschinen, die wir kostenfrei nutzen dürfen, so dass für das Projekt nur Materialkosten und eine kleine Aufwandsentschädigung für die Lehrerinnen anfallen. In einem ersten Pilotprojekt sollen zehn Frauen ausgebildet und 500 Binden hergestellt werden. Ist das Projekt erfolgreich, ist seine schrittweise Ausweitung geplant.