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Afghanistan: Dutzende Landminenopfer sind unversorgt!

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Gemeinsam gegen Landminen finanziert Transport- und Behandlungskosten für Minenopfer aus einer entlegenen Region im Nordosten Afghanistans, damit diese medizinische Versorgung und Rehabilitation in einem weit entfernten Krankenhaus erhalten.

Barbara K. von Gemeinsam gegen Landminen – GGL AUSTRIANachricht schreiben

Afghanistan ist trotz internationaler Bemühungen, das Land von Landminen und anderen Sprengstoffen zu säubern, eines der am stärksten verminten Länder der Welt. 2013 ereigneten sich dort knapp ein Drittel der weltweiten Minenunfälle. 99 % der Minenopfer waren Zivilisten. Im Jahr 2014 waren 45 % der afghanischen Minenopfer Kinder, weshalb GGL seit 2015 vor allem die Abhaltung von Minenrisiko-Schulungen für Volksschulkinder finanzierte. 

Gemeinsam mit unserem Projektpartner FSD helfen wir bei der Minenrisiko-Aufklärung im Distrikt Darwaz im äußersten Nordosten Afghanistans. Diese Region ist durch hohe Berge vom Rest des Landes abgeschnitten und auf dem Landweg nur von Tadschikistan aus erreichbar. Es ist ein vergessenes Tal, in dem sehr arme Menschen leben. Seit Jahrzehnten ist für sie die Gefahr von Landminen allgegenwärtig. Die Minenfelder beginnen häufig direkt neben den schmalen Pfaden. Viele Felder und Weiden sind vermint und können von den Bauern nicht bestellt werden.

2016 wurde während der Arbeit in Darwaz festgestellt, dass dutzende Minenopfer in abgelegenen Tälern dringend medizinische Versorgung benötigen. Oft handelt es sich um Minenunfälle, die schon einige Jahre zurückliegen. Die Verletzten brauchen regelmäßige Behandlung und Pflege in einem Krankenhaus. Die medizinische Versorgung scheitert aber meist an den Transportkosten. Manche Patienten sind zwei oder drei Tage bis zum nächsten Spital in Nusai unterwegs. Oft müssen sie auf einem Esel über die steilen Pfade reiten, da es kaum befahrbare Straßen gibt. GGL übernimmt für diese Minenopfer Transport- und Behandlungskosten.

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