Himmelskinder - in Liebe aufwachsen

Ein Hilfsprojekt von „Susila Dharma - Soziale Dienste e. V.“ (S. Langkamp) in Arraial d'Ajuda, Brasilien

93 % finanziert

S. Langkamp (verantwortlich)

S. Langkamp
Das Projekt "Himmelskinder" holt Kinder in Brasilien von der Straße. Es zeigt ihnen, wie wichtig Schulbildung und Träume sind und gibt ihnen eine neue Perspektive. In Kursen wie Kunsthandwerk, Musik oder Fußball bergen sie ihre Identität.

Eine Gruppe von Frauen wollte der wachsenden Gewalt und Verwahrlosung der Kinder in Arraial nicht länger zusehen. Sie organisierten ein Gebäude und eröffneten 2009 das Bildungsprojekt "Himmelskinder" für benachteiligte Kinder und Familien.

Schon bald ließen sie aus den brüchigen Räumen Kinderstimmen, Musik und Capooeirasprünge ertönen. Obwohl alles ehrenamtlich organisiert ist - neben Familie und Beruf - hat das Projekt großen Erfolg. Inzwischen besuchen mehr als 100 Kinder regelmäßig die Kurse.

„Die Lehrer kommen auf uns zu und fragen: Was ist mit den Kindern passiert?“, erzählt Madalena. „Man merkt ihnen richtig die Veränderung an, sie strahlen, sind netter zueinander und halten besser zusammen. Außerdem haben sie verstanden, dass es wichtig ist, regelmäßig zur Schule zu gehen.“

WIE ARBEITET DAS PROJEKT?
„Kinder des Himmels“ richtet sich an Kinder und Jugendliche von der Straße und aus Problemfamilien zwischen 6 bis 20 Jahren. Ein wichtiges Ziel ist, dass die Kinder regelmäßig zur Schule gehen und dadurch ihre Zukunftschancen verbessern. Vor allem aber zielt das Projekt auf einen Wandel in den Köpfen. Die Kinder sollen spüren, dass sie etwas wert sind und Chancen erhalten, ihre Identität und Selbstbewusstsein zu entfalten. Die Entwicklung von Perspektiven, Träumen, aber auch gegenseitige Rücksichtnahme und Respekt sind wichtige Lernziele. Prävention und Zusammenarbeit mit den Familien verhindern, dass die Kinder auf der Straße landen, die Schule abbrechen oder sich mit Drogen und Kriminalität involvieren.

Dazu bieten ehrenamtliche Helfer Kurse an, etwa Capoeira, Kunsthandwerk, Fußball, Gitarre, Trommeln, Keyboard, Stick- und Nähkurse oder Hausaufgabenhilfe. Viele der Kenntnisse aus den Kursen können später im Touristenort als Erwerbsquelle eingesetzt werden. Wichtige Themen wie Zukunftsperspektiven, Drogen, Familie, Sexualität oder Gewalt werden mit den Kindern thematisiert, Werte definieren sich neu. Um die Situation der Kinder in den Familien mitzuverfolgen und zu verbessern, kooperiert das Projekt mit der Organisation Pastoral da Crianca, die regelmäßig Familienbesuche durchführen.

Regelmäßiger Schulbesuch ist Voraussetzung für die Teilnahme der Kinder. Eine kleine Bibliothek ermöglicht Zugang zu Büchern, die sonst für die Familien unerschwinglich sind. Für die Gesundheit sorgt die enge Zusammenarbeit mit einem Zahnarzt und zwei Kinderärzten. Alle Kinder erhalten außerdem eine warme Mahlzeit.

Die wichtigsten Zutaten im Projekt sind Liebe und Aufmerksamkeit. Sie lassen die Kinder aufblühen und ermöglichen die Bewältigung von Problemen in der Schule und Familie.

Projekthomepage: http://casafilhosdoceu.wordpress.com/
Weitere Informationen: www.susiladharma.de/brasilien

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Ort: Arraial d'Ajuda, Brasilien

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Informationen zum Projekt:

Fragen an S. Langkamp (verantwortlich):

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