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Wenn der Regen ausbleibt: Unsere Moore halten das Wasser länger
In den vergangenen Wochen haben wir es vielerorts gespürt: Es war heiß und trocken. Nicht nur für uns Menschen bedeutet es Stress. Für die Natur und unsere Moore ist Hitze eine besondere Herausforderung. Umso mehr freuen wir uns über aktuelle Messdaten aus unserem Klimafarm-Projekt in der Eider-Treene-Sorge-Niederung: Sie zeigen, dass wiedervernässte Moorflächen deutlich stabilere Wasserstände aufweisen als vergleichbare entwässerte Flächen. Das bedeutet, dass das Wasser dort länger in der Landschaft bleibt und die Moore auch in Trockenzeiten besser geschützt sind.
Auf den Projektflächen wurden Anfang 2024 Gräben verschlossen, Drainagen zurück gebaut und Wasserrückhaltesysteme eingerichtet. Seitdem bleiben die Wasserstände deutlich näher an der Oberfläche. Während auf nicht wiedervernässten Flächen die Wasserstände in Trockenphasen teilweise stark absinken, reagieren die wiedervernässten Moore wesentlich stabiler.
Warum ist das wichtig? Moore sind nicht nur wertvolle Lebensräume, sondern auch echte Klimaschützer. Werden sie zu trocken, zersetzt sich der Torf und große Mengen klimaschädlicher Treibhausgase werden freigesetzt. Bleiben die Böden hingegen nass, wird dieser Prozess stark gebremst. Gleichzeitig kann Wasser länger in der Landschaft gespeichert werden.
Wir danken Euch sehr, dass Ihr Euch für den Klima- und Moorschutz einsetzt und wir diesen Weg gemeinsam gehen können, denn Moorschutz ist Klimaschutz.
