Danke für Ihre Unterstützung im vergangenen Jahr!
„Seitdem ich mit meinem Sohn Abdoul hierhin komme und er behandelt wird, geht es ihm viel besser. Heute komme ich zur Nachsorgeuntersuchung und hoffe, dass auch er genesen entlassen werden kann, genauso wie sein Bruder und seine Schwester, die hier ebenfalls aufgrund von Mangelernährung behandelt wurden,“ erzählt Mairo Bouba. Die 36-jährige kommt regelmäßig mit ihren Kindern in die Ernährungsstation des Gesundheitszentrums im Flüchtlingslager Dosseye im südlichen Tschad. Momentan kommt sie mit ihrem jüngsten Sohn Abdoul. Er ist erst zwölf Monate alt und mangelernährt. 
© UNICEF/UN0469307/Dejongh
„Als wir das erste Mal herkamen, hatte ich Angst, denn Abdoul war sehr krank. Er hatte Fieber und Durchfall. Er weinte die ganze Zeit und wollte gar nicht essen,“ erinnert sich Mairo traurig.
Das Ernährungszentrum wird von UNICEF unterstützt und behandelt sowohl die Flüchtlingskinder aus der Zentralafrikanischen Republik als auch die Kinder aus den benachbarten Dörfern. Jeden Dienstag kümmern sich hier Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter um fast hundert mangelernährte Kinder im Alter von sechs Monaten bis fünf Jahren.
Die Mütter werden über die richtige Ernährung ihrer Kinder informiert und erhalten therapeutische Zusatznahrung. Kinder, die schwer mangelernährt sind und bei denen weitere medizinische Komplikationen auftreten, werden in das Goré Distriktkrankenhaus geschickt. Die Kinder ohne weitere medizinische Probleme werden ambulant behandelt, so wie Abdoul, der nach einigen Wochen wieder Kraft gewonnen hat und genesen ist.
Aber wie wird sichergestellt, dass Abdoul sein gesundes Gewicht halten kann? Die Antwort ist jeden Dienstag im Ernährungszentrum zu finden: Mairo und andere Mütter erhalten hier Informationen über gesunde Nahrungsmittel für Kleinkinder – in verschiedenen lokalen Sprachen. Mit Postern und Bildern erklären Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Wichtigkeit einer nahrhaften Ernährung in den ersten Lebensmonaten und Jahren.
Abdoul schläft in den Armen seiner Mutter, während sie bei der Informationsveranstaltung zuhört. Anschließend werden die Kinder untersucht und alle wichtigen Informationen auf einer Patientenkarte notiert (Name, Adresse, Alter, Größe, Gewicht, Oberarmumfang, mögliche Ödeme aufgrund der Mangelernährung usw.). Die Kinder erhalten ein Päckchen mit der kalorienreichen Zusatznahrung – so wird ihr Appetit getestet. Abdoul schafft ohne Probleme das ganze Päckchen, ein Zeichen dafür, dass es ihm gut geht.
Dank Spendern und Spenderinnen wie Ihnen kann UNICEF Ernährungszentren wie dieses mit therapeutischer Zusatznahrung, Medikamenten, medizinischem sowie Informationsmaterial ausstatten. Zusätzlich werden Pflegekräfte ausgebildet, die die Eltern über Mangelernährung und gesunde Ernährung informieren. Diese Pflegekräfte sind zum Teil selbst Flüchtlinge und leben auch in dem Flüchtlingslager – sie stehen somit in engem Kontakt zu den Eltern und können mangelernährte Kinder direkt in das Ernährungszentrum schicken. Hier kommt dann im Laufe der Behandlung das Lächeln und der Appetit der Kinder zurück.

© UNICEF/UN0469293/Dejongh
In 2021 hat UNICEF im Tschad rund 250.000 schwer akut mangelernährte Kinder unter fünf Jahren in Gesundheitszentren behandelt. Rund 960.000 Kinder zwischen sechs Monaten und fünf Jahren wurden gegen Masern geimpft.
Im Südsudan hat UNICEF von Januar bis Ende November 2021 insgesamt über 218.000 schwer akut mangelernährte Kinder ambulant und stationär in Ernährungszentren behandelt. In dem Zeitraum erreichte UNICEF zudem insgesamt über 1,9 Millionen schwangere Mütter sowie Bezugspersonen von Kleinkindern von 0-23 Monaten mit Informationen zu gesunder Ernährung.
Auch in Somalia konnte UNICEF zwischen Januar und Ende November 2021 über 220.000 schwer akut mangelernährte Kinder mit therapeutischer Zusatznahrung versorgen. Über 830.000 Menschen wurden durch UNICEF gemeinsam mit Partnern mit sauberem Trinkwasser versorgt.
Vielen Dank, dass Sie UNICEF mit Ihrer Spende unterstützt haben, Kindern den Weg aus der Mangelernährung zu ebnen!
