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Finanziert Verbesserung der Wasserversorgung für Berberfamilien - Implementierung

Tafraout Tal, Marokko

Finanziert Verbesserung der Wasserversorgung für Berberfamilien - Implementierung

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Die Wasserversorgung von Berberfamilien in Marokko wird durch Schulungen zur optimalen Wasseraufbereitung- und Nutzung sowie technischen Wissenstransfer verbessert, um die Lebensgrundlage der Familien weiterhin zu gewährleisten.

Carolin D. von Ingenieure ohne Grenzen e.V.Nachricht schreiben

Im Tafraout-Tal, im Süd-Osten Marokkos, leben ca. 70 Berberfamilien in traditioneller halbnomadischer Lebensweise entlang eines zeitweise wasserführenden Flusslaufs. Ihr Wohngebiet erstreckt sich über 25 Quadratkilometer, auf dem sie Viehzucht und Ackerbau betreiben. Das Wasser beziehen die Bewohner aus Brunnen, die zwischen 20 und 60 m tief sind. In der Region herrscht sehr arides Klima und die Grundwasserneubildung erfolgt durch wenige starke Regenereignisse im nördlichen Einzugsgebiet. Aufgrund des immer größer werdenden Wassermangels ist die Existenzgrundlage der Familien im Tal gefährdet.
Hauptziel des Projektes ist der Aufbau einer nachhaltigen Wasserversorgung für die Sicherung der Lebensbedingungen der Berberfamilien.

Als ersten Schritt führte die Regionalgruppe München von Ingenieure ohne Grenzen e.V. im November 2014 eine Erkundungsreise durch (siehe abgeschlossenes Projekt: Verbesserung der Wasserversorgung für Nomadenfamilien – Erkundung). Das Team untersuchte die Umsetzbarkeit verschiedener Technologien und prüfte Verbesserungsmaßnahmen durch nicht-technische Lösungen. Die Brunnen im Projektgebiet wurden mithilfe von GPS erfasst und weitere Daten wie Wasserqualität, Brunnen- und Wassertiefe wurden gespeichert. Die Art der Wasserförderung- und Nutzung durch die Bevölkerung wurde ebenfalls dokumentiert.
Darüber hinaus war die direkte Zusammenarbeit mit den lokalen Projektpartnern wichtiger Bestandteil der Erkundung. Mit dem von den Berberfamilien gegründeten Verein ‚Association Akbar for Development and Culture Sustainable‘, arbeiten Ingenieure ohne Grenzen e.V. eng zusammen, um den Fortbestand der geplanten Maßnahme auf Dauer zu gewährleisten. Der wichtigste Aspekt der Reise war der direkte Kontakt mit den Menschen und die Möglichkeit, mit ihnen über ihre Sorgen zu sprechen.

Nun soll in einem zweiten Schritt, der Implementierung, das Ziel des Projektes mittels einer Kombination aus Schulungen und technischer Unterstützung umgesetzt werden, indem die Wasserqualität und –nutzung optimiert wird. Schulungen zur effizienteren Nutzung der teilweise bereits installierten Tröpfchenbewässerungsanlagen vermitteln unter anderem die fachgerechte Pflege der Schläuche und Filter. Dies leistet einen entscheidenden Beitrag zur Einsparung von Wasser und reduziert zudem die Versalzung der Böden. Im Zuge der Erkundung wurde festgestellt, dass undichte Rohrverbindungen zu teilweise enormen Wasserverlusten führen, weshalb eine Neuverlegung der vorhandenen Rohre mit speziellen Muffen weiteres wertvolles Wasser einspart. Zur Verbesserung der Wasserqualität sollen die vorhandenen Brunnen mit einfachen Mitteln, wie Lehmeinfassungen und Abdeckungen, vor Verunreinigung geschützt werden. Schulungen zur Hygiene, besonders zur Reinhaltung des Wassers helfen, die Gesundheitssituation zu verbessern und Erkrankungen einzudämmen. Durch diesen technischen Wissenstransfer eröffnen sich neue Chancen für die Familien auf ein langfristigen Aufenthalt im Tal.