Man redet mehr über die Zukunft als über die Gegenwart
(Gelöschtes Mitglied) schrieb am 13.07.2017
Lorenz Mielke ist FSJ-ler bei der Berliner Stadtmission. Zu einem seiner Einsatzgebiete gehört das Lehrter Plus Projekt. Er ist Teil des Projektes und verbringt den Alltag mit den Menschen. In seinem Bericht erzählt er, was er sieht und bei den Menschen spürt.
Es hat sich der Alltag in der WG vom Wohnprojekt „Lehrter Plus“ eingespielt, das es jetzt seit knapp drei Monaten gibt. Trotzdem herrscht immer noch ein Gefühl von Aufbruchsstimmung, ich rede mit den Projektteilnehmern über Pläne, ja sogar Träume, über ihre Fähigkeiten, über Berlin, über Deutschland und welchen Platz man in diesem sehr bürokratischen und geordneten, aber doch sehr verrückten Land einnehmen kann.
Man redet mehr über die Zukunft als über die Vergangenheit. Ich habe sogar das Gefühl das für einige Teilnehmer „Lehrter Plus“ so etwas wie ein neuer Lebensabschnitt ist, ein Neuanfang sowieso.
Vielleicht will dieses Land sie ja gar nicht fressen,vielleicht ist die ganze Bürokratie gar nicht da um den Menschen das Leben schwer zu machen, vielleicht gibt es einen Platz auch für sie in unserer Gesellschaft?
Vor allem im letzten Punkt setzt das Projekt an, da durch den gleichen Schlafplatz jede Nacht, einen geregelten Tagesablauf und generell einen Bezugspunkt im Alltag, oder so etwas wie ein „Zuhause“, ein Gefühl von Ordnung entsteht, Ordnung im eigenen Leben und Ordnung in eine Gesellschaft, von der man profitieren kann ohne sich unbedingt unterordnen zu müssen. Naja, man merkt, dass Helge und Ann-Kristin sich wirklich Gedanken gemacht haben, wer als Teilnehmer für dieses Projekt geeignet ist. Eine sehr bunt gemischte Gruppe von Männern verschiedenes Alters unter denen ich mich direkt wohl und angenommen fühle.
Viele bieten mir bei jeder kleinen Arbeit, die ich als Freiwilliger in diesem Projekte übernehme, ihre Hilfe an. Sie laden mich zu ihrem Mittagessen, das sie meist selbst zubereiten ein und wir trinken nachmittags zusammen Tee. Die Gruppe hat sich seit dem Start des Projektes zwar etwas verändert, der Kern ist allerdings immer noch der selbe.
Für viele ist jetzt schon klar, sie wollen nicht mehr zurück auf die Straße nach ihren Aufenthalt in diesem Projekt. Die Sozialarbeiter arbeiten deshalb schon von Beginn an daran Termine mit Behörden frühzeitig abzuwickeln um einen guten Übergang in die eigene Wohnung oder ein weiterführendes Wohnprojekt zu schaffen.

Es hat sich der Alltag in der WG vom Wohnprojekt „Lehrter Plus“ eingespielt, das es jetzt seit knapp drei Monaten gibt. Trotzdem herrscht immer noch ein Gefühl von Aufbruchsstimmung, ich rede mit den Projektteilnehmern über Pläne, ja sogar Träume, über ihre Fähigkeiten, über Berlin, über Deutschland und welchen Platz man in diesem sehr bürokratischen und geordneten, aber doch sehr verrückten Land einnehmen kann.
Man redet mehr über die Zukunft als über die Vergangenheit. Ich habe sogar das Gefühl das für einige Teilnehmer „Lehrter Plus“ so etwas wie ein neuer Lebensabschnitt ist, ein Neuanfang sowieso.
Vielleicht will dieses Land sie ja gar nicht fressen,vielleicht ist die ganze Bürokratie gar nicht da um den Menschen das Leben schwer zu machen, vielleicht gibt es einen Platz auch für sie in unserer Gesellschaft?
Vor allem im letzten Punkt setzt das Projekt an, da durch den gleichen Schlafplatz jede Nacht, einen geregelten Tagesablauf und generell einen Bezugspunkt im Alltag, oder so etwas wie ein „Zuhause“, ein Gefühl von Ordnung entsteht, Ordnung im eigenen Leben und Ordnung in eine Gesellschaft, von der man profitieren kann ohne sich unbedingt unterordnen zu müssen. Naja, man merkt, dass Helge und Ann-Kristin sich wirklich Gedanken gemacht haben, wer als Teilnehmer für dieses Projekt geeignet ist. Eine sehr bunt gemischte Gruppe von Männern verschiedenes Alters unter denen ich mich direkt wohl und angenommen fühle.
Viele bieten mir bei jeder kleinen Arbeit, die ich als Freiwilliger in diesem Projekte übernehme, ihre Hilfe an. Sie laden mich zu ihrem Mittagessen, das sie meist selbst zubereiten ein und wir trinken nachmittags zusammen Tee. Die Gruppe hat sich seit dem Start des Projektes zwar etwas verändert, der Kern ist allerdings immer noch der selbe.
Für viele ist jetzt schon klar, sie wollen nicht mehr zurück auf die Straße nach ihren Aufenthalt in diesem Projekt. Die Sozialarbeiter arbeiten deshalb schon von Beginn an daran Termine mit Behörden frühzeitig abzuwickeln um einen guten Übergang in die eigene Wohnung oder ein weiterführendes Wohnprojekt zu schaffen.
