Dorf der Freundschaft - Hilfen für Agent Orange-Opfer in Vietnam

Hanoi, Vietnam

Dorf der Freundschaft - Hilfen für Agent Orange-Opfer in Vietnam

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Das 'Dorf der Freundschaft' in Vietnam hilft Menschen, die unter den Spätfolgen des Vietnamkrieges und dem Einsatz des Entlaubungsgiftes Agent Orange leiden - in erster Linie geistig und körperlich behinderten Kindern und Jugendlichen.

A. Ottmar von Dorf der Freundschaft in Vietnam e.V.Nachricht schreiben

Das internationale Versöhnungsprojekt 'Dorf der Freundschaft' in der Nähe von Hanoi/Vietnam unterstützt Menschen, die unter den Spätfolgen des Vietnamkrieges leiden - in erster Linie geistig und körperlich behinderte Kinder und Jugendliche, aber auch Veteranen, die durch den Krieg gesundheitliche Schäden erlitten haben.
 
Für etwa 200 junge Menschen mit Behinderungen, Waisen und ältere Menschen ist das 'Dorf' ein zeitweiliges Zuhause, in dem sie medizinisch und therapeutisch betreut werden. Die Kinder und Jugendlichen können im Dorf zur Schule gehen und sich in der Nähwerkstatt, beim Sticken oder Herstellen von Papierblumen Fähigkeiten aneignen und trainieren, mit denen sie später für ihren Lebensunterhalt sorgen können. Die Gesundheitsstation sichert auch die medizinische und therapeutische Betreuung von Menschen aus der Umgebung.
 
Das Dorf wurde vom ehemaligen US-Soldaten George Mizo als Zeichen der Versöhnung und der Hoffnung initiiert. Die Organisation in den beteiligten Ländern (USA, Kanada, Japan, Frankreich, Großbritannien und Deutschland) geschieht durch nationale Komitees, in Deutschland durch einen eingetragenen gemeinnützigen Verein.
Das Projekt wurde bereits mehrfach für seine Arbeit und sein Konzept ausgezeichnet; so erhielt das Dorf der Freundschaft u.a. den "Friedrich Siegmund-Schultze Förderpreis für gewaltfreies Handeln" und belegte bei der Wahl zum renommierten "Stuttgarter Friedenspreis" den dritten Platz.
Seit dem Tod von George Mizo im Jahr 2002 koordiniert seine Witwe Rosemarie Höhn-Mizo die Zusammenarbeit der internationalen Unterstützergruppen. 2012 wurde die gelernte Sonderpädagogin, die selbst als Lehrerin an einer Schule für Menschen mit Behinderungen arbeitet, für ihr Engagement mit dem Bundesverdienstorden ausgezeichnet.