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Gegen Gasbohren: in Oberhavel & Uckermark Zerstörungs-Investment verhindern

Ein Projekt von BUND Brandenburg e.V.
in Zehdenick, Deutschland

Es gilt, die Naturschutz-Regionen Oberhavel und Uckermark vor einer fatalen Fehlentwicklung zu schützen. Die BI gegen Gasbohren klärt auf, demonstriert die Ablehnung in der Bevölkerung, prüft die rechtliche Lage und geht mit dem BUND den Klageweg.

A. Kruschat
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Über das Projekt

Das niederländische Unternehmen Jasper Resources will in Zehdenick bis zur Grenze zur Uckermark Erdgasbohrungen durchführen. Nach seismografischen Messungen liegt ein Betriebsplan zur Probebohrung vor. 

In den Niederlanden wurde viele Jahre Erdgas gefördert – ein lukratives Geschäft. Doch dann entschied sich die Regierung, die Erdgasförderung einzustellen. Die Erdgasförderung verursachte dort mehr als 1000 Erdbeben, weil in der Tiefe das Erdreich nachgab. Fast 100.000 Schadensmeldungen an Gebäuden wurden dort registriert. 

Nun will dieses Unternehmen in unserer Region das Geschäft mit dem Erdgas machen. Die Bohrungen sollen inmitten von Wasser- und Naturschutzgebieten und nahe bewohnter Ortschaften erfolgen. Die Gefahr, dass giftige oder radioaktive Stoffe aus der Tiefe austreten, ist gegeben. Aller moderner Technik und allen Auflagen zum trotz sind in Niedersachesn und Nordrhein Westfalen zwischen 2018 und 2021 rund 225.000 Kubikmeter hochgiftiges Lagerstättenwasser bei bald 100 Störfällen zu Tage getreten. Hinzu kamen Erdbeben bis zur Stärke von 3,1 auf der Richterskala. 

Lebensraum für zukünftige Generationen, Natur und vor allem unser höchstes Gut, unser Wasser, stehen auf dem Spiel. Gasbohren in Trinkwasserschutzgebieten ist nach Auffassung aller Parteien zu verbieten. Alle politischen Parteien der betroffenen Städte und Landkreise haben sich gegen das Gasbohren ausgesprochen. 

Dennoch hat die Firma Jasper Resources vom LBGR Rückenwind. Der Betriebsplan zur Probebohrung wird zur Zulassung geprüft. 

Dies zu verhindern, ist das Anliegen. Wir wollen nicht zusehen, wie dieses Unternehmen unsere Region ausbeutet und verseucht und uns dann mit den Altlasten und Spätfolgen, zu denen auch großflächige Erdabsenkungen und Erdbeben gehören, zurücklässt! Wir wollen unsere Häuser und Grundstücke vor Absenkung, Verwerfung, Rissbildungen und Erdbeben bewahren. Unsere Gesundheit und den Lebensraum unserer Kinder vor vergiftendem Quecksilber, Radioaktivität und hoch krebsauslösendem Benzol schützen. 
 
Die BI hat sich mit vielen Fragen auseinander gesetzt: 
 
Ist es energiepolitisch notwendig nach Erdgas zu suchen? 
Ist es tatsächlich ein Beitrag um die Importabhängigkeit zu mindern? 
Ist Erdgas die benötigte Brückentechnologie? 
Ist es ein Beitrag zur Energiewende? 
Hilft die hiesige Ausbeute von Magergas das Pariser Klimaschutzabkommen einzuhalten? 
Ist davon auszugehen, dass Gaslieferungen aus Russland nicht sicher sind? 
Sind Gaslieferungen von weiter her ein größerer Klimakiller als einheimische Förderung? 
 
Wir haben uns energie- und klimapolitisch sowie im Hinblick auf die Versorgungs-Sicherheit, technisch und rechtlich mit dem Pro und Contra befasst und erklären eine klare Absage.

 www.gegen-gasbohren-zehdenick-templin.de