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Deutschlands größte Spendenplattform

Tierschutzverein München e.V.

wird verwaltet von Ingrid Pavic

Über uns

Der Tierschutzverein München e.V. ist einer der größten als gemeinnützig anerkannten Tierschutzvereine Deutschlands und seit seiner Gründung im Jahr 1842 führend in der nationalen und internationalen Tierschutzbewegung. In unserem professionell geführten Tierheim werden auf unserem 5,8 Hektar großen Anwesen jährlich rund 8.500 Haus-, Wild- und Nutztiere in Not aufgenommen, pflegerisch und tierärztlich versorgt und an neue Plätze vermittelt. Einige nicht mehr vermittelbare Tiere werden auf unserem idyllisch gelegenen Gnadenhof Kirchasch bei Erding langfristig betreut.

Außer der kommunalen Tierschutzaufgaben setzt sich der Tierschutzverein München e.V. auch in Kooperation mit anderen Tierschutzorganisationen, nachhaltig für das Wohl der Tiere ein.

Unsere Tierschutzarbeit finanzieren wir hauptsächlich durch Spenden und Zuwendungen von Mitgliedern, Förderern und Tierfreunden und bemühen uns deshalb durch kontinuierliche Öffentlichkeitsarbeit, Mitbürger zur Unterstützung zu motivieren.

Letzte Projektneuigkeit

Katzendrama in Milbertshofen

  Ingrid Pavic  05. Februar 2026 um 14:19 Uhr

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Dass Tierleid nicht nur im Verborgenen entsteht, sondern mitten in Wohngebieten, zeigt ein erschütternder Fall aus Milbertshofen.

Nachdem im September 2025 erstmals Hinweise eingegangen waren - eine Privatperson hatte über ein Onlineportal ein unterernährtes, ungepflegtes Kitten übernommen, die Übergabe erfolgte vor der Wohnungstür, begleitet von starkem Uringeruch - verschaffte sich die Inspektion des Tierschutzverein München e.V. Zugang zur Wohnung.
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In der rund 95 Quadratmeter großen Wohnung lebten zu diesem Zeitpunkt 28 Katzen, hiervon Erwachsene, Jungtiere und Kitten, fast ausschließlich im Wohnzimmer. Mindestens sieben unkastrierte Kater, zu wenige Katzentoiletten und mehrere Würfe unterschiedlich alten Nachwuchses belegten eine unkontrollierte Vermehrung. Aufgrund der Zustände wurde das Münchner Veterinäramt hinzugezogen.

Besonders erschreckend: Vier junge Kätzchen zeigten deutliche neurologische Auffälligkeiten (Ataxie) und befanden sich in einem tierschutzrelevanten Zustand. Sie konnten kaum laufen, kippten um und waren offensichtlich stark beeinträchtigt. Die Kitten wurden umgehend in die LMU-Tierklinik gebracht. Trotz intensiver Bemühungen mussten sie später aufgrund der Schwere der Symptome eingeschläfert werden. Auch aus dem Vorjahr ist aus derselben Straße bereits ein Fundtier mit vergleichbarer Problematik bekannt - der Verdacht auf Inzucht liegt deshalb nahe.

In der Folge führten Veterinäramt, LMU und der Tierschutzverein gemeinsam über mehrere Monate hinweg mit großem Einsatz Kastrationsmaßnahmen in dieser Haltung durch. Da die Familie einsichtig und kooperativ schien, wollte man ihr die Möglichkeit zur Verbesserung geben. Ziel war es, die Situation nachhaltig zu entschärfen und die Anzahl der Tiere deutlich zu reduzieren. Nach Amtsvorgabe sollten langfristig - nur wenige Katzen unter Auflagen in der Wohnung verbleiben dürfen.
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Doch am 29. Januar 2026 eskalierte die Situation erneut: Im Rahmen einer polizeilichen Durchsuchung wurden statt weniger Tiere nun 44 Katzen in der Wohnung vorgefunden - darunter neugeborene Kitten und zwei trächtige Kätzinnen. Bei einer Katze wurden schwer missgebildete, nicht lebensfähige Föten festgestellt. Mehrere Jungtiere zeigten erneut neurologische Ausfälle. Eine Katze musste sofort in die Tierklinik gebracht werden.
Rund drei Viertel der Tiere waren jünger als ein Jahr, ein klares Zeichen massiver, ungebremster Vermehrung. Die Katzen waren überwiegend zutraulich, doch die HalterInnen waren offensichtlich völlig überfordert. Die Wohnung war stark durch Urin beschädigt, die hygienische Situation untragbar. Das Veterinäramt erließ schließlich ein Haltungsverbot.
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Im Tierheim München werden die über 50 Tiere,  nun medizinisch versorgt und aufgepäppelt. Inzwischen sind neun weitere Kitten geboren worden - zwei davon sind leider verstorben, eines befindet sich in lebensbedrohlichem Zustand, ein weiteres steckte im Geburtskanal fest. Erst wenn alle Tiere stabil und die adulten Katzen kastriert sind, können sie in verantwortungsvolle Zuhause vermittelt werden.
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Appell an Politik und HalterInnen:

Jedes Jahr stehen Tierheime vor enormen Herausforderungen durch immer neue, ungeplanteKatzenfamilien. Die Versorgung ist zeit-, personal- und kostenintensiv. Der Münchner Tierschutzverein appelliert daher ein weiteres Mal an Politik und HalterInnen: Kastration, Kennzeichnung und Registrierung sind unerlässlich, um solches Leid zu verhindern und sollten bereits vor der Anschaffung einkalkuliert werden.Eine bundesweite Katzenschutzverordnung wäre ein entscheidender Schritt - doch sie lässt weiterhin aufsich warten und am Ende zahlen die Schwächsten den höchsten Preis.

Wer uns und unsere Tiere unterstützen möchte, schenkt damit Hoffnung, Fürsorge und eine echte Zukunft. Von ganzem Herzen danken wir euch schon jetzt für jede Hilfe und jede Form der Unterstützung.  💛

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