Deutschlands größte Spendenplattform

Selbsthilfegemeinschaft Medizingeschädigter e. V.

wird verwaltet von Evelyn Bräunlein

Über uns

Wir leisten kompetente Beratung & hilfreiche Unterstützung für unmittelbar oder mittelbar von medizinischen Behandlungsfehlern Betroffene.

Zwecks Erfahrungs- und Informationsaustausch betreiben wir regionale Selbsthilfegruppen, die jedem Interessenten offen stehen.

Unsere Mitglieder beraten wir bezüglich des möglichen Vorgehens nach ärztlichen Behandlungsfehlern und helfen bei der Klärung medizinischer Sachverhalte.

Unsere besondere Stärke ist unser dynamisches Patientennetzwerk in vertrauensvoller Partnerschaft mit verständnisvollen Ärzten, Juristen und Politikern.

Letzte Projektneuigkeit

Wir haben 1.069,94 € Spendengelder erhalten

  Evelyn Bräunlein  23. März 2022 um 16:26 Uhr

Liebe Spenderinnen,
liebe Spender,

über unser Spendenprojekt auf betterplace.org sind bis jetzt 1.069,94 € eingegangen. Das freut uns sehr und wir möchten uns bei Euch sehr herzlich bedanken!

Wie Ihr schon über die Projektbeschreibung erfahren habt, werden wir Eure Spenden zur Finanzierung der laufenden Kosten unseres kleinen Vereinbüros in Nürnberg einsetzen.

Aufmerksame Spender haben vielleicht schon bemerkt, dass wir leider unser Spendenziel - nämlich die Finanzierung der laufenden Kosten der Vereinsgeschäftsstelle für zwei Monate - ziemlich weit verfehlt haben. Und sie fragen sich jetzt vielleicht "Warum freuen die sich trotzdem so?"

Das verraten wir Ihnen gerne: wir haben erneut eine unglaublich hohe Einzelspende (5000 Euro) zur Rettung unseres Vereins von einem langjährigen und dankbaren Vereinsmitglied erhalten. Nur leider lief diese mangels digitaler Ausstattung nicht über betterplace.org.

Damit ist unsere Arbeit bis Ende des Jahres einigermaßen gesichert. Und wir können in unserem Existenzkampf mal kurz Luft holen bevor wir uns wieder in die Schlacht stürzen. Um neue Mitglieder, um Fördergelder, um Einzelspenden, um ehrenamtliche Mitarbeiter*innen, um ehrenamtliche Beratungsärzte und -anwälte ohne deren Experise wir unsere Arbeit nicht durchführen könnten, um Politiker, die das unserer Meinung nach desolat organisierte Arzthaftungsrecht zusammen mit uns verbessern wollen, um Verbündete in zahlreichen Partnerorganisationen, um ... ja, es gibt für uns viel zu kämpfen.

Aber wir werden nicht müde werden, weiterhin zu kämpfen und uns für von Behandlungsfehlern betroffene Menschen einzusetzen. Vielleicht auch, weil wir den Kummer gewohnt sind, schließlich kämpfen wir schon seit über 25 Jahren.

Zu diesem Kampf gehört auch, immer wieder zu betonen, wie wichtig und notwendig - gerade in der heutigen Zeit - unsere Arbeit ist. Erst letzte Woche haben wir wieder vier neue Mitglieder in unseren Reihen aufgenommen.

Das ist doch toll, es läuft doch, denken Sie jetzt vielleicht. Der Verein wächst und gedeiht, wir brauchen uns über sein Fortbestehen keine Sorgen machen. Leider ist das nur die halbe Wahrheit. Denn diese vier neuen Mitglieder sind alle aus der Gruppe der Betroffenen, die so wenig monatliches Einkommen haben, dass wir sie für einen symbolischen Mitgliedsbeitrag von 10 € pro Jahr (ja, tatsächlich!) beraten und unterstützen.

Dem steht das Gewicht der Arbeit gegenüber, die eine gute Betreuung der Betroffenen nun mal bereitet. Auch um solche Fälle kümmern wir uns mit ganzer Kraft. Und manchmal machen solche Fälle noch mehr Arbeit als andere. Denn wir haben es mit Menschen zu tun, die - aus welchen Gründen auch immer - nicht in der Lage sind, für uns notwendige Vorarbeiten zu leisten oder das sehr komplexe Arzthaftungsrecht zu verstehen. Oft genug kommt es vor, dass nach einer aufwändigen Beratung erwartet wird, wir würden alle ihre Probleme lösen können, wir wären eine Rechtsschutzversicherung oder wir könnten gar Gelder auszahlen.

Unsere Ehrenamtlichen aus dem Vorstand und den regionalen Selbsthilfegruppen, die die Beratungsarbeit leisten, sind oft genug am Rand ihrer Leistungsfähigkeit. Denn erstens sind sie selbst betroffen (auf der medizinischen, juristischen, psycho-sozialen und/oder finanziellen Ebene) und zweitens ist das, was sie an Fallgeschichten verarbeiten müssen, zumeist extrem belastend. Zudem haben in der Regel Betroffene durch ihre Erlebnisse jedes Vertrauen in jegliche Institutionen verloren. Dies erleben wir immer wieder in unserer Arbeit, weil es schon allein die Beziehungsaufnahme schwierig gestaltet. Und wenn so einen ehrenamtlichen Helfer der Groll eines verlorenen Arzthaftungsprozesses unvermittelt und meist auch unvermindert trifft, geraten viele an ihr persönliches Limit. Hier träumen wir schon lange davon, unseren Helfern professionelle Supervision bezahlen zu können, damit sie durch ihr ehrenamtliches Engagement keinen zusätzlichen Schaden nehmen.

Nun aber Schluss mit dem Lamento, die nächsten Anfragen warten. Wenn Sie mehr wissen wollen, fragen sie uns! Wir wissen aus eigener leidvoller Erfahrung, wie es Betroffenen ergeht, wenn unser Gesundheitssystem nicht so funktioniert, wie es eigentlich sollte.

Es grüßt Euch herzlich im Namen des Vorstands und aller unserer Ehrenamtlichen

Evelyn Bräunlein von der SGM-Geschäftsstelle

P.S.: Und nein, wir sind keine Ärztehasser, wir haben keine Begehrensneurosen, wir wollen keinen plötzlichen Reichtum durch einen gewonnenen Arzthaftungsprozess erzielen oder was man sich als "Mensch mit Behandlungsfehlerhintergrund" zuweilen sonst noch so anhören muss ...

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90409
Nürnberg
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Evelyn Bräunlein

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