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Ocean Wildlife Project e.V.

wird verwaltet von Ocean Wildlife Project

Über uns

Die Wildtiere des Ozeans sind von Überfischung und Verschmutzung bedroht. Ocean Wildlife Project e.V. setzt sich für den Schutz der Wildtiere des Ozeans ein. Die Organisation fördert gezielte Forschungsprojekte, welche die Errichtung und Erstellung von Meeresschutzgebieten und Nationalparks vorantreiben. Die Migrationen und Habitate von bedrohten Hai- und Rochenarten nehmen einen besonderen Fokus ein. Eine Spende wird direkt in lokalen, effektiven Projekten eingesetzt, welche von Forschern und Experten angeführt werden. Wir bedanken uns, dass sie durch Ihre Spende ein Teil des Schutzes der Wildtiere des Ozeans werden!

Letzte Projektneuigkeit

Wir haben 4.938,91 € Spendengelder erhalten

  Ocean Wildlife Project  11. August 2021 um 17:40 Uhr

  Und das ist das Ergebnis der letzten 5 Monate harter Arbeit von Lukas Müller und seinem Team im Bazaruto Nationalpark - der „Blauen Savanne". Trotz Corona und der damit verbundenen Schwierigkeiten in der Logistik der Schutzprojekte, waren die von OWP unterstützten Forscher in der „Blauen Savanne“ in Mosambik teilweise mit zwei Forschungsbooten täglich auf dem Wasser. Sie haben die Arbeit mit den Akustik-Empfängerstationen entlang der Küste fortgesetzt und auch außerhalb der „Blauen Savanne" drei neue Stationen auf dem Meeresboden verankert. Außerdem wurden sieben Akustikempfängerstationen gewartet, damit diese weiterhin Datenpunkte von vorbeischwimmenden Meerestieren sammeln können.  „Die „Blaue Savanne" könnte eines der wichtigsten Meeresschutzgebiete im indischen Ozean innerhalb der nächsten 20 Jahre werden. Wir haben alles, von sandigen Böden in denen Zebrahaie und Gitarrenrochen leben, bis hin zu felsigen Riffen, an denen sich dann Mantas und Bullenhaie tummeln. Das heißt: die Diversität von Mosambik, das, was man findet an der Küste , ist meiner Meinung nach einzigartig."
Lukas Müller, Meeresbiologe, Apnoetaucher und Haiforscher Ein echter Durchbruch in ihrem Bemühen, das Meeresschutzgebiet zu sichern und zu erweitern, ist den Forschern dieses Jahr mit einem neuartigen DNA-Sequenzierer gelungen. Damit sammelten sie überall im Riff sogenannte Umwelt-DNA, auch E-DNA genannt. Das Verfahren ist so genial wie einfach: eine Wasserprobe aus dem Riff wird über einen Zellulose-Nitratfilter geschüttet. DNA-Rückstände sammeln sich im Filter. Daraus kann man dann Rückschlüsse ziehen, welche Tiere im Riff leben. Vom Meeressäugetier, über die Fische bis hin zum Mikroorganismus. Daraus ergibt sich eine Fülle von Informationen über die Fauna an einem bestimmten Tag im Jahr im Riff. Über mehrere Jahre ergibt sich so ein Lagebild, wie sich die Arten im Riff verändern und wo sie sich aufhalten. Sind Arten verschwunden? Sind Arten hinzugekommen? Das Verfahren entspricht praktisch einer Live-Aufzeichnung des Lebens im Ozean.
Bisher mussten die Wasserproben für eine solche DNA-Analyse erst nach Europa gebracht werden. Aufgrund der Zusammenarbeit mit der Universität Wageningen, NL, wurde Lukas Müller ein Minion-Minicomputer zur Verfügung gestellt, mit dem die Forscher die Daten aus dem Riff direkt vor Ort auslesen und über das Internet sofort an die Universität Wageningen schicken, wo sie dann mit einer riesigen Datenbank abgeglichen werden. Auf diese Weise erfahren die Wissenschaftler in Afrika zeitnah, welche Tiere im Riff leben, auch, wenn sie diese noch gar nicht gesehen haben. „Tiere hinterlassen Spuren des Lebens überall im Ökosystem. Zu wissen, wonach man Ausschau halten muss, ist natürlich auch extrem hilfreich bei unseren Tauchgängen. Es ist ein absolutes Privileg, mit so einer Technologie hier arbeiten zu dürfen.“
Lukas Müller Erforschung neuer Habitate. Bullenhaie in der „Blauen Savanne" können im Süß- und Salzwasser leben und schwimmen schon mal dutzende Kilometer einen Fluss hinauf. Die Frage, die die Wissenschaftler immer wieder beschäftigt ist: wo bringen die Haie ihre Jungen zur Welt? Sie vermuten die Kinderstube der Bullenhaie in einem Flusslauf. Deshalb wurde 2021 nicht nur im Riff gearbeitet und dort Satellitensender an Haien angebracht, sondern auch neue Habitate im Inland erforscht. Dazu gehören Brackwassergebiete in den Flussläufen und Mangrovenwäldern. Diese sind extrem wichtig als Schutz-Habitat für Kleinlebewesen und speichern große Mengen an klimaschädlichem CO2. Doch die Mangrovenwälder in Mosambik sind gefährdet, weil sie auf Sand wachsen. Weltweit gibt es immer mehr Bedarf für Sand. Die Bauindustrie braucht diesen Baustoff dringend und die sandigen Böden an den Flussläufen und in den Mangroven sind sehr begehrt. Nur durch den Schutzstatus eines Gebiets kann das Abbaggern der kostbaren Landschaften verhindert werden. Also geht die Arbeit von Lukas und seinen Kollegen auch an Land weiter.
  Verwendung von Fördermitteln bei OWP:
Da unser gesamtes OWP-Team ehrenamtlich tätig ist, konnten nahezu alle Spendeneinnahmen für die Forschung und das Projekt Blaue Savanne eingesetzt werden. Verwaltungsausgaben, wie Kontoführungs- oder Websitegebühren, die wir leider nicht umgehen können, beliefen sich im Jahr 2020 auf unter 3% der Spendeneinnahmen. Für die Gelder wurden im Rahmen des Projektes "Blaue Savanne" mehrere Satellitensender, Akustiktransmitter und Empfängerstationen, Drohnen, Laborgeräte und Labormaterial sowie notwendiges Tauchequipment angeschafft. Weitere Kostenpositionen ergaben sich durch die Labordiagnostik der Universität Wageningen, NL und der Instandhaltung vorhandener Forschungsgeräte.
2021 wollen wir weiterhin das Projekt Blaue Savanne und die Forschungsarbeiten von Lukas Müller und seinem Team in Mosambik unterstützen. Wir arbeiten an der Förderung eines weiteren neuen Projektes in Europa zum Schutz der Meerestiere und hoffen dieses bald veröffentlichen zu können.
Ohne die Unterstützung von OWP e.V. bzw. Euch könnte die Forschungsarbeit von Wissenschaftlern wie Lukas Müller nicht stattfinden und die Blaue Savanne an der Küste Mosambiks nicht effizient geschützt werden.

Rückblick und Ausblick. Auch an uns sind die letzten Monate nicht spurlos vorbeigegangen. Die Ungewissheit, Sorgen und Einschränkungen haben auch an unserem Team und Forschern gezehrt. Wieso gehen wir dann mit Enthusiasmus, Optimismus und frischer Energie durch das Jahr 2021? Wegen Euch! Das positive Feedback, Spenden, Nachrichten und jegliche Art der Unterstützung zeigt uns, dass wir gerade in diesen Zeiten weiter machen müssen. In 2020 haben wir gelernt, dass selbst, wenn die Welt still steht und Grenzen geschlossen werden, wir herausfordernde Forschungsarbeiten in einem der entlegensten Ökosysteme Afrikas realisieren können. In 2021 setzen wir um so routinierter unsere Arbeit fort. Dank Eurer Hilfe! Wir bedanken uns für die gemeinsamen Erfolge in diesem Jahr, die ohne Eure Unterstützung nicht hätten realisiert werden können.
Euer OWP-Team!

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Schiefenberg 18
45239
Essen
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