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Verein Jordsand

wird verwaltet von I. Brüning

Über uns

Seit mehr als 100 Jahren engagiert sich der Verein Jordsand für den Seevögelschutz an deutschen Küsten. Er wurde 1907 in Hamburg gegründet und ist heute in über 20 Schutzgebieten an der Nord- und Ostsee sowie im Großraum Hamburg aktiv. Unsere Vogelwarte schützen die Lebensräume von Seevögeln und Meeressäugern vor Störungen und Umweltverschmutzung. Außerdem monitoren und beringen wir Zugvögel und erforschen aktuelle Naturschutzprobleme wie Plastik im Meer. Für unsere Besucher und Mitglieder machen wir unberührte Natur durch Führungen und Arbeitseinsätze hautnah erlebbar.

Letzte Projektneuigkeit

Rückblick und Dankeschön für ein sehr erfolgreiches erstes Jahr des Projektes "Basstölpel & Meeresmüll"

  E. Ballstaedt  25. November 2019 um 12:24 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Unterstützer und Unterstützerinnen,

nun ist das erste Jahr des Forschungsprojektes fast rum, und mit Euren/Ihren Spenden sowie der Unterstützung vieler Helfer und den beteiligten Institutionen kann ich auf ein erfolgreiches erstes Jahr für das Projekt „Basstölpel & Meeresmüll“ zurückblicken – vielen Dank dafür!

Natürlich hat alles ein wenig Zeit gebraucht um in Schwung zu kommen -  v. a. die Abläufe in der Feldarbeit und das Aufdröseln der Plastikfasern. Letztendlich konnten aber die zwei Hauptschwerpunkte des ersten Jahres schon eine Vielzahl an neuen Informationen liefern: So zeigten erste Testmessungen vorsortierter Fasern, dass es mit einer Wahrscheinlichkeit von über 90% möglich ist, die Kunststoffarten des künstlichen Nistmaterials zu identifizieren. Noch bin ich jedoch nicht ganz fertig mit dem Vorsortieren der Fasern eines zufällig ausgewählten Nestes. Dies liegt daran, dass es sich als schwierig gestaltet, mehrere Stunden die Fasern aufzudröseln, da sich doch sehr viel feine Partikel lösen, und man dann nach maximal zwei Stunden erst mal eine „Frischluftphase“ benötigt. Ich hoffe, Ende Januar mit der Vorbereitung fertig zu sein, um dann im Februar die vorbereiteten Fasern auf die Zusammensetzung hin zu untersuchen.
 Die Aufnahme der Verstrickungsopfer beschert einem eher weniger Atemprobleme – dafür zehrt es manchmal an den Nerven. So gab es im Mai einen Tag, an dem an einer Stelle neun Trottellummen innerhalb einer Nacht neu verstrickt hingen. Generell lieferten die Erfassungen jedoch eine Vielzahl an neuen Erkenntnissen: So konnte ich beobachten und belegen, wie lange Kadaver im Felsen bleiben, dass sich andere Tiere wie z. B. Rabenkrähen und Silbermöwen von den Kadavern (v. a. im Winter) ernähren, und diese so sehr schnell kaum mehr erkennbar sind. Aber auch die Peaks der Verstrickung ließen sich festhalten: So starben die meisten Trottellummen in der Nestbauphase der Basstölpel, die Basstölpel dagegen verstrickten sich vor allem über den Sommer und hier betraf es primär Jungtiere, die sich als Küken in Plastikfasern verstrickten. Auch die Winterverstrickung ab Oktober spielt eine wichtige Rolle: So fliegen die Trottellummen über das Winterhalbjahr bei manchen Wetterlagen in den Felsen (sogenannte Prospektionsflüge), und kommen dann natürlich noch enger an die Basstölpelnester, inklusive künstlichem Nistmaterial, heran – so starben im Winter 2018/19 über 25 Trottellummen. Auch diesen Winter erfasse ich wieder die Verstrickung.

Ansonsten wird es jetzt erst einmal ruhiger und ich werde einige Zeit zum Lesen und Vorbereiten der ersten Veröffentlichungen nutzen. Ich hoffe, im nächsten Jahr mindestens ein Paper fertig zu bekommen!

Auch im Öffentlichkeitsarbeitsbereich gab es eine sehr große und positive Resonanz. So kam das Thema bis nach Tirol im Süden und Dänemark im Norden in die Presse. Auch einige Beiträge im Fernsehen wurden ausgestrahlt. Der neuste Bericht kam dieses Wochenende heraus und wurde direkt in sehr vielen Zeitungen publiziert.

Ich bin Euch/Ihnen sehr dankbar für die Unterstützung und hoffe, im nächsten Jahr mit der Besenderungsaktion weitere, neue, Erkenntnisse erhalten zu können (wo fliegen die Tiere hin? Wird gezielt Plastik gesucht?). Ohne die Spenden wäre dies nicht möglich gewesen – so habe ich ein paar Wildkameras und vor allem das Labormaterial nur mit Eurer/Ihrer Hilfe anschaffen können und auch im nächsten Jahr wird nicht alles so reibungslos weiterlaufen können, wenn ich nicht auf Eure/Ihre Spenden zurück greifen könnte. Dafür ein herzliches Dankeschön – ich hoffe die Ergebnisse führen langfristig dazu, dass Verursacher anhand der Datenlage und Laboruntersuchungen identifiziert werden können, und das Projekt seinen Beitrag zur Reduktion von Plastikmüll im Meer leisten kann.
Ich wünsche Euch/Ihnen eine schöne Vorweihnachtszeit und werde Euch/Sie auf dem Laufenden halten – die nächsten Monate geht es aber viel um Literatureinsicht und die Winterverstrickung inklusive der letzten Vorbereitungen der Fasern. Der nächste Meilenstein dann hoffentlich im Februar mit der Plastikzusammensetzung der synthetischen Fasern!

Herzliche Grüße, Elmar

Besucht auch die Webseite: www.basstoelpel-und-meeresmuell.de oder schaut Euch den neusten Artikel über das Projekt u. a. hier an: https://www.zeit.de/wissen/umwelt/2019-11/vogelsterben-plastikmuell-helgoland-vogelschutz-umweltschutz

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