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Verein Jordsand

managed by M. Matzen

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For more than 111 years the nature conservancy Verein Jordsand protects seabirds and marine mammals in Northern Germany. Today, we steward about 20 conservations areas like islands and coastal wetlands. We offer guided tours and interactive environmental programs for children and tourists to show them the beauty of our local nature and its wildlife. As a memberdriven organisation we do not only have professionnel biologists working for us, but rather also dedicated voluntary conservationists and bird lovers supports us.

Latest project news

Jahresrückblick 2020 und Ausblick 2021

  E. Ballstaedt  11 January 2021 at 11:24 AM

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Spenderinnen und Spender,

ein turbulentes Jahr 2020 hat sein Ende gefunden und ich bin gespannt, wie es im Jahr 2021 nun weitergehen wird. Die Natur war ja Gott sei Dank nicht betroffen und so konnte auch meine Arbeit im Projekt „Basstölpel & Meeresmüll“ fortschreiten.

Die detaillierten Neuigkeiten erhalten Sie/Ihr auf meiner Webseite: www.basstoelpel-und-meeresmuell.de. Trotzdem möchte ich auch Ihnen/Euch einmal kurz schreiben, wie es weitergegangen ist bzw. wo auch die Spendengelder eingeflossen sind:

Laborarbeit: Die Vorbereitung der künstlichen Fasern ist abgeschlossen und die Laboruntersuchungen sind weitestgehend durchgeführt. Entsprechend sind wir hier auf einem guten Weg, erste Ergebnisse anzuschauen. Bisher kann man sagen, dass über 80% der Fasern aus dem Kunststoff Polyethylen bestehen. Zusätzlich konnte ich erste Vergleichsproben von Geisternetzen sowie gebrauchten DollyRopes und Schiffstauen besorgen, um nach Übereinstimmungen in der Zusammensetzung der Materialien zu schauen. Ein größerer, auch finanzieller, Aufwand wird hier noch sein, neuwertiges Material zum Vergleich zu besorgen und – je nach Ergebnislage – weitere potentielle Ursprungsquellen zu identifizieren.
Feldarbeit: Die Erfassung der Verstrickung ist weitestgehend beendet. Der zweijährige Erfassungszeitraum ist somit erfolgreich abgeschlossen. Nun geht es an die Auswertung der Daten. Allgemein kann man sagen, dass jährlich mit über 100 Trottellummen und über 60 Basstölpeln deutlich mehr Tiere verendet sind, als wir angenommen hatten. Das ist natürlich ein trauriges Ergebnis, unterstreicht aber auch die Wichtigkeit der Forschung! Die Auswertung zeigt aber auch deutlich, welches Plastik am gefährlichsten ist, welche Plastikfarben bei der Verstrickung dominieren, wo sich die meisten Tiere verstricken, welche Arten betroffen sind, und noch einiges mehr. Entsprechend kann man hier auch viel auswerten, was künftigen Projekten die Feldarbeit erleichtern soll. Das Problem ist ja nicht nur auf Helgoland präsent, so eine detaillierte Datenreihe der Verstrickungserfassung gibt es aber bisher nicht.
Besenderung & Plastikeintrag: Trotz der Coronakrise konnten wir in diesem Frühling glücklicherweise Basstölpel mit GPS-Sendern ausstatten, um zu schauen, ob man eingrenzen kann, wo sie zur Nistmaterialssuche hinfliegen. Dafür statteten wir die Tiere mit Sendern aus und versahen entsprechende Nester zusätzlich mit Wildkameras. So wurde in regelmäßigen Abständen das Nest fotografisch aufgenommen und gleichzeitig bekam man durch den Sender die Flugdaten der Tiere. Dies funktionierte sehr gut und die Kameras als auch die Sender lieferten verwendbare Daten. Im zweiten Schritt werden nun die Bild- und Senderdaten ausgewertet, um zu schauen, ob die Tiere zur „Plastikaufnahme“ gezielt bestimmte Orte angeflogen haben. Hier hat man natürlich noch keine Gewähr auf ein sicheres Ergebnis und somit wiederholen wir diesen Teil der Feldarbeit in diesem Jahr noch einmal!Zusätzlich dokumentierten wir mehrmals die Woche den Eintrag von Plastik in 90 Testnestern, um zu schauen, welches Plastik eingetragen wird, in welcher Periode der Brutzeit am meisten Plastik eingetragen wird, um die Phänologie des Eintrages im Ganzen besser zu verstehen. Auch hier wird in diesem Jahr weitergeforscht. Bei der Besenderung liegt der finanzielle Aufwand nicht nur bei der Beschaffung des Materials, sondern auch des Personals – auch hier werden entsprechende finanzielle Mittel aufgewendet werden müssen.
Veröffentlichungen: Seit Ende ersten Jahres arbeite ich an der ersten wissenschaftlichen Veröffentlichung. Hier wird es primär um die Feldarbeit am Felsen, sprich die Verstrickungsdaten, gehen. Als Grundlage für Populationsberechnungen und für ein besseres Verständnis der Auswirkungen von Plastikmüll auf Seevogelarten an den Brutplätzen ist es elementar wichtig, die Daten entsprechend aufzuarbeiten um erstmals ein umfassendes Bild der Auswirkungen, der Einflussfaktoren und der Bedeutung erfasster Parameter zu bestimmen und zu beschreiben.

Ich möchte mich auch noch mal ganz herzlich bei Ihnen/Euch bedanken, dass wir jetzt in zwei Jahren mit den Spenden soviel erreichen konnten: Erfolgreiche Feldarbeit am Felsen, erfolgreiche Laborarbeit, erfolgreiche Feldarbeit in anderen Seevogelkolonien, erfolgreiche Öffentlichkeitsarbeit sowohl virtuell als auch im Rahmen von Vorträgen sowie erfolgreicher Austausch mit anderen wissenschaftlichen Institutionen, auch im internationalen Raum. Ich werde auch weiterhin regelmäßig auf meiner Webseite Updates zum Projekt geben. Trotz des schwierigen Jahres 2020 ging es aber im Projekt gut voran und die Feldarbeit wurde letztendlich ohne größere Probleme fortgeführt und weitestgehend beendet. Natürlich gab es kleinere Verzögerungen, aber keine Ausfälle oder unlösbare Probleme, die Daten unbrauchbar gemacht hätten. Somit bin ich sehr froh, dass ich Ihnen/Euch sagen kann, dass 2020 aus Projektsicht sehr positiv verlaufen ist und ich hoffe, dass auch von diesem Jahr sagen zu können! 

Ich wünsche Ihnen/Euch einen guten Start ins Jahr 2021 und werde Sie/Euch weiterhin auf dem Laufenden halten.

Viele Grüße, Elmar Ballstaedt





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