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STIFTUNG für BÄREN

wird verwaltet von Sabine I.

Über uns

Die STIFTUNG für BÄREN setzt sich für Bären, Wölfe und Luchse ein. Die Stiftung unterhält den Alternativen Bärenpark Worbis in Thüringen und den Alternativen Wolf- und Bärenpark Schwarzwald in Baden-Württemberg. Wir geben Tieren aus schlechter Haltung ein neues, naturnahes Zuhause. Bären und Wölfe, die jahrelang in engen Käfigen lebten oder misshandelt wurden, dürfen bei uns endlich ihr Futter selber suchen, die Bären können baden und ihre Winterhöhlen graben. Die STIFTUNG für BÄREN dokumentiert Bären- und Wolfshaltungen europaweit. Wir registrieren die Missstände, signalisieren unsere Bereitschaft, Tiere aufzunehmen oder zu vermitteln und sind zur Stelle, sie ein neues Zuhause brauchen.

Letzte Projektneuigkeit

Was wird 2020 bringen: Neue Chancen für Wildtiere

  Sabine I.  15. Januar 2020 um 13:52 Uhr



Liebe Freundinnen und Freunde,

wir möchten uns besinnen und einen kurzen Blick auf wichtige Episoden im vergangenen Jahr genießen. Mit Ihnen zusammen haben wir Tiere zu uns geholt, hilfsbereite Menschen und harmonische Tage erlebt. Doch wir mussten uns auch von Tieren verabschieden. Passieren wir gemeinsam das Jahr 2019 im Rückblick:

 
Januar

Während andere in Ruhe ins neue Jahr rutschten, war die STIFTUNG für BÄREN mit Reparaturen beschäftigt. Im Schwarzwald haben unsere Teenager ARTHOS, ARIAN und AGONIS tatkräftig die Zäune untergraben. Zudem sind durch den Dauerregen um Weihnachten die Wasserpegel stark angestiegen. Nachdem die Tiere in Sicherheit gebracht waren, befreite das Team Schwarzwald zusammen mit tapferen Ehrenamtlichen die durch angeschwemmten Unrat verstopften Durchlässe. Durch den starken Regen entstanden Schäden im Wert von etwa 20.000 Euro. Im Bärenprojekt Worbis wurden im Januar das Service- und Informationszentrum, das Bistro, der kleine Seminarraum und die Lagerräume durch tatkräftige Freiwillige renoviert und mit moderner Heizung, Dämmung und Tagungstechnik ausgestattet. Der Standort Worbis soll innovativen Umwelt-, Tier- und Artenschutz mit dem örtlichen Tourismus vereinbaren und so die gesamte Region Eichsfeld stärken


Februar

Dank einer intensiven Schulung im Februar gibt es inzwischen neun ausgebildete Rissgutachter*innen bei der STIFTUNG für BÄREN. Wenn getötete Weidetiere gemeldet werden, sind sie als erstes vor Ort. Sie beurteilen die Kadaver, die Herdenschutzmaßnahmen, sichern Spuren und entnehmen Genproben, um die „Täter“ zu ermitteln. Zwar ernähren sich Luchse und Wölfe hauptsächlich von Wildtieren. Dennoch kann es in seltenen Fällen zu Übergriffen auf Nutztiere kommen. Leider mussten wir im Februar auch Abschied von Luchs CHARLIE nehmen und ihn in die ewige Ruhe geleiten.
 

März

Um für künftige Rettungen noch besser gewappnet zu sein, nahmen im März einige Mitarbeiter*innen beider Projekte an einer Schulung von einem amerikanischen Profi über das Einfangen von Wildtieren teil. Sobald im März zudem die Sonne unseren Bären in den Nasen kitzelte, kam auch wieder Fahrt in den Bärenorganismus. Zunächst noch bedächtig trotteten unsere Petze nacheinander aus ihren Höhlen. Wetterfeste Gäste konnten allgemeines Recken und Strecken, sowie einen Bärenhunger beobachten. Doch leider mussten wir im beginnenden Worbiser Frühling auch Abschied von Wölfin MINA nehmen, die unerwartet verstarb.
 

AprilIm April haben wir an nur einem Tag unsere drei Jungbären aus Albanien im Bärenprojekt Schwarzwald nacheinander immobilisiert, untersucht und kastriert. Die Eingriffe haben die Kerlchen gut vertragen und waren kurz darauf wieder fit – das signalisierten sie uns durch Tatzenhiebe gegen die Schieber. Der Frühjahrsputz hat in unseren Bärenprojekten bereits Tradition: Bei zwei Arbeitseinsätzen im Bärenprojekt Schwarzwald konnten wir den Wirtschafts-Container, den Spielplatz, den Forscherpfad und den Parkplatz renovieren und auf Hochglanz bringen. Insgesamt haben über 80 Freiwillige dabei geholfen. Ebenfalls 30 Ehrenamtliche sind nach Worbis gereist, um den dortigen Arbeitseinsatz zu unterstützen – sogar aus den Niederlanden. Bärenstark! Außerdem waren die Baden-Württembergische Landesbeauftragte für Tierschutz Dr. Julia Stubenbord sowie ihre Stellvertreterin Ariane Kari Ende April zu Gast im Schwarzwald. Betreut von Bernd Nonnenmacher konnten sich die Ministeriumsvertreterinnen ein Bild davon machen, wie verhaltensgerecht ehemalige Zoo- und Zirkustiere nun leben dürfen. Im April fanden außerdem noch die bilderreichen Fototage statt, deren Ergebnisse Sie jedes Jahr in unseren Fotokalendern bewundern können.

 
MaiDas Bärenprojekt Worbis wurde kurz darauf von der Politikerin Babett Pfefferlein (Bild mittig) besucht, Mitglied der Thüringischen Landtagsfraktion Bündnis90/Die Grünen. „Frau Pfefferlein erfuhr einiges über das Schicksal unserer Bären – die sich freundlicherweise auch alle sehen ließen“, berichtete Heike Lindemann (Bild rechts), stellvertretende Projektleiterin in Worbis. Lindemann bildete außerdem im Mai Tiergesundheitsinspektor*innen aus Thüringen, Bayern und Sachsen aus. Sie dozierte über Wölfe in Gefangenschaft, freilebende Wölfe in Deutschland und die Techniken von Rissgutachter*innen.

 
JuniIm Juni konnten wir die Bärinnen DORO (Bild links) und DARIA (Bild rechts) aus dem spanischen Parque Zoologico Prudencio Navarro retten. Seit Beginn des Jahres waren die dortigen Tiere ihrem Schicksal überlassen worden. Die Löwen, Affen und Tiger wurden vermittelt. Nur zwei alte Bärendamen wollte niemand aufnehmen – die STIFTUNG für BÄREN schritt also ein. Am 4. Juni erreichten wir mit den Tieren nach insgesamt 4.500 Kilometern den Schwarzwald. Dort entließen wir die hellbraune DARIA in die Quarantänestation. Derweil war unser Team Worbis bereits wieder auf der Autobahn und brachte DORO in ihr grünes Heim nach Thüringen. Pünktlich zum Mittagessen empfingen wir die Seniorin mit knackigen Äpfeln in der Eingewöhnungsstation. Die STIFTUNG für BÄREN bedankt sich bei ihrem Team für diese enorme Leistung! Ebenfalls im Juni mussten wir uns leider von den Wölfen AIS und CORA verabschieden: AIS litt unter einer Verknöcherung der Wirbelsäule, die die Nerven geschädigt hat. Der schönen CORA machte das Alter so sehr zu schaffen, so dass wir sie erlösten.

 
JuliWir feierten im Juli ein herrliches Indianerfest im Schwarzwald mit fröhlichen Gästen und zwei wunderbaren Tage im Zeichen der amerikanischen Ur-Einwohner*innen. Bärin DARIA unternahm zum leisen Trommeln der Kulturgruppe „Four Suns“ ihre ersten Schritte in die Freianlage. Zuvor wurde sie ärztlich durchgecheckt. Auch wenn die rund 30 Jahre auf Sandboden sowie die schlechte Ernährung ihre Spuren hinterlassen haben, ist DARIA für ihr Alter in erstaunlich guter Verfassung. Sorgen machten wir uns um BEN: Er schien sich nur unter Schmerzen bewegen zu können. Daher haben wir ihn im Juli geröntgt. In Hinblick auf seine fortgeschrittene Arthrose bekommt er seither täglich Medikamente.
 

AugustÜber 300 Tierfans folgten unserer Einladung zum Paten-Tag nach Worbis. Sie kamen aus unterschiedlichen Ecken Deutschlands und der Schweiz und hatten dennoch alle etwas gemeinsam: Ein großes Herz für Tiere. Viele von ihnen sind seit der ersten Stunde unserer Tierschutzarbeit mit dabei und haben geholfen, unsere Projekte auf die Beine zu stellen und die Zukunft der Tiere zu sichern. In sonniger Atmosphäre verbrachten wir einen bärenstarken Tag mit den Menschen, die unsere tägliche Arbeit erst möglich machen. Schön, dass Sie da waren!

 
SeptemberDas Bärenprojekt Schwarzwald wäre undenkbar ohne den Förderverein Alternativer Wolf- und Bärenpark Schwarzwald (FABS). Der FABS feierte im vergangenen September sein 15-jähriges Bestehen und wir lassen den FABS dreimal hoch leben: Vielen lieben Dank! Seit 2019 gehören wir zum internationalen Tierschutz-Netzwerk „European Alliance of Rescue Centres and Sanctuaries“ (EARS). Aus dieser Zusammenarbeit resultierte die Rettung von Luchsin ELA. Mit 15 Jahren bekam sie im September die Chance auf ein naturnahes Leben im Bärenprojekt Schwarzwald. Und wir auf schöne Bilder von ihr: Denn bei den herbstlichen Fototagen im Schwarzwald nutzten die Fotokünstler*innen, angeleitet von Fachmann Armin Hofmann, exklusive Einblicke in die morgendlichen Szenarien zwischen Wolf, Luchs und Bär. Derweil führte Profi Vera Faupel in Worbis durch den Fotoworkshop und stand den Teilnehmer*innen mit Rat, Tat und Fokus zur Seite. Wir bedanken uns für alle sagenhaften Bilder und bei Vera Faupel sowie Armin Hofmann für ihr Engagement.

 
OktoberIm Landkreis Garmisch-Partenkirchen wurde ein Braunbär von einer Wildkamera fotografiert. Das junge Tier ist scheu und wird als „vorbildlicher Bär“ bezeichnet. Wir halten Sie über das Tier auf dem Laufenden. Seit Oktober leiten Sabrina Schröder und als Stellvertreterin Heike Lindemann das Bärenprojektes Worbis. Die Biologinnen verbinden jahrelange Arbeitserfahrung mit der STIFTUNG für BÄREN. Unter ihrer Führung soll das Bärenprojekt Worbis innovativen Umwelt-, Tier- und Artenschutz mit dem örtlichen Tourismus vereinbaren. Im Schwarzwald freuten wir uns derweil auf den Besuch von fünf italienischen Wildbärenexperten des Projekts "Life Ursus" aus der Autonomen Provinz Trient. "Life Ursus" und die STIFTUNG für BÄREN arbeiten seit 2007 zusammen, als sie Wildbärin JURKA in den Schwarzwald brachten. Schock im Schwarzwald: Nach einem ereignisreichen Wochenende erwartete uns ein Einbruch im Wirtschaftsgebäude und darin Chaos und Verwüstung. Wir sind fassungslos über diesen Diebstahl an einer gemeinnützigen Einrichtung wie uns, die sich für misshandelte Tiere einsetzt.

 
NovemberIm November lud Projektleiterin Schröder zum Tierschutz-Brunch nach Worbis und rund 40 Interessierte kamen. Vereine, Behörden, Institutionen und Privatpersonen aus dem Eichsfeld sollen sich so enger vernetzen. Der erste Tierschutz-Brunch war ein bärenstarker Schritt für die Region. Im November konnten wir außerdem innerhalb des internationalen Tierschutz-Netzwerks EARS der EU-Kommission die kritische Situation der Wildtierrettung in Europa nahebringen: Wir erläuterten den lückenhaften Schutz für Wildtiere in Europa und legten ein White Paper vor, um in Zukunft effektiver arbeiten zu können. Im Schwarzwald trafen sich derweil rund 40 fleißige Helfer*innen, um die Tierschutzanlagen auf den Winter vorzubereiten – vielen Dank dafür! Obwohl es nasskalt wetterte, haben die Ehrenamtlichen eine Benjeshecke gebaut, Wasserabläufe betoniert, Zäune errichtet und hölzernes Isoliermaterial für heimelige Bärenhöhlen aufgetürmt. Am 30. November verabschiedete sich Rüdiger Schmiedel von seinem Posten als Geschäftsführer der Alternativen Bärenpark Worbis gGmbH in den Ruhestand. Seine ehrenamtliche Unterstützung hat er dem neuen Geschäftsführer Bernd Nonnenmacher zugesichert. Wir bedanken uns für die jahrzehntelange Zusammenarbeit. Nonnenmacher leitete fünf Jahre lang effektiv das Bärenprojekt im Schwarzwald und startete nun in die neue Herausforderung.

 
DezemberJahrelang bemühte sich die STIFTUNG für BÄREN darum, die Lebensumstände von Braunbärin FRANCA zu verbessern, die von einem französischen Schaustellerpaar stark vernachlässigt wurde. Anfang Dezember konnte die Bärendame endlich in den Schwarzwald ziehen. FRANCA befindet sich seitdem in der Quarantänestation und hat sich dort sogar in die Winterruhe begeben. Dabei möchten wir sie nicht stören und verschieben den veterinärmedizinischen Check auf das Frühjahr. Die Projektleitung im Schwarzwald übernahm Anfang Dezember die Wildtierökologin Sabrina Reimann. Unterstützt wird sie durch ihre Stellvertreterin Teresa Carl. Mit dem Schritt in die Parkleitung wollen die Biologinnen das Tierschutzprojekt in Richtung Natur- und Artenschutz weiterentwickeln. Im Dezember haben wir uns natürlich auch auf Weihnachten vorbereitet: Die Bärenweihnacht brachte familiären Flair, kulinarische Gaumenfreuden, eine Theateraufführung und eine Fackelwanderung in den Schwarzwald. Zum Bärenwinter nach Worbis lockten unser Puppentheater, eine Märchenstunde und die faszinierende Winterwelt der Bären und Wölfe. Die großen und kleinen Gäste verließen zufrieden und mit einer großen Portion Weihnachtsstimmung unsere Tierschutzanlagen.
 
 
Der Jahreswechsel bringt neue ChancenDer Jahresrückblick offenbart, was uns im vergangenen Jahr beschäftigt hat: Welches Tier wir retten konnten, welches wir verloren haben, was wir erreichen konnten und wem wir tief verbunden sind. Wir danken von Herzen allen emsigen Freiwilligen, unseren zuverlässigen Teams, dem Förderverein Aktion Bärenhilfswerk, dem Förderverein Alternativer Wolf- und Bärenpark Schwarzwald, allen unterstützenden Unternehmen, Patinnen, Paten, Spenderinnen, Spendern sowie allen Gästen. Sie gehören zu den helfenden Händen, die uns stark machen und zum Netz, das notleidende Tiere auffängt.
 
Was wird uns 2020 bringen? Wir sind sicher: Neue Chancen für den Naturschutz, für freie Wildtiere und solche in Gefangenschaft. Noch effektiver möchten wir helfen, dafür das Bewährte erhalten und Neues versuchen.
 
Die STIFTUNG für BÄREN wünscht Ihnen, dass Sie im neuen Jahr Momente finden, in denen Sie sich eine Auszeit gönnen können, Ruhe finden und das Leben genießen – gerne mit uns. 

 
Ihr Team der STIFTUNG für BÄREN




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