
Marsch des Lebens e.V.
wird verwaltet von F. Kunze
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Über uns
Der Marsch des Lebens ist eine Initiative von Jobst und Charlotte Bittner und den evangelisch-freikirchlichen TOS Diensten aus Tübingen in Deutschland. Gemeinsam mit Nachkommen deutscher Wehrmachts-, Polizei- und SS-Angehöriger veranstalten sie Gedenk- und Versöhnungsmärsche an Orten des Holocaust. Seit dem Beginn der Bewegung im Jahr 2007 haben bisher Märsche in 20 Nationen und über 400 Städten und Ortschaften stattgefunden in Zusammenarbeit mit Christen der unterschiedlichsten Kirchen und Denominationen sowie vieler jüdischer Gemeinschaften. In den Jahren 2011 und 2015 wurde der Marsch des Lebens von der israelischen Knesset für sein besonderes Engagement für Holocaustüberlebende ausgezeichnet.
2017 verlieh die Jüdische Gemeinde zu Halle (Saale) dem Verein Marsch des Lebens e.V. den Emil-L.-Fackenheim-Preis für Toleranz und Verständigung.
Letzte Projektneuigkeit

Neuigkeit Februar 2026
Liebe Unterstützer,im Monat Januar wurden 240 Euro gespendet. Dadurch wurde ca. ein Viertel des monatlichen Bedarfs gedeckt. Vielen Dank dafür!
Wir konnten im Januar drei Treffen mit insgesamt 30 Besuchern im „Marsch des Lebens Haus“ durchführen sowie einige Hausbesuche machen. Ich schaue dankbar auf jede Gelegenheit, mich mit Holocaustüberlebenden zu unterhalten und von ihnen als Zeitzeugen ihre oft sehr schmerzhaften Erinnerungen zu hören.Vor einer Woche durften wir 16 Holocaustüberlebende und Nachfahren bei uns begrüßen. Gemeinsam gedachten wir der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz sowie der sechs Millionen ermordeten Juden und zündeten sechs Kerzen an – eine Zahl, die in ihrer Tragweite kaum zu erfassen ist.
Doch zuvor hörten wir die Geschichten einzelner Überlebender. Aliza, die als Einzige ihrer Familie überlebte und mit 14 Jahren als Waise die Aliyah nach Israel machte, sprach diese herausfordernden Worte: „Denkt ihr auch darüber nach, wie das für uns war, als wir in Israel ankamen und ohne Großeltern, Tanten oder Eltern aufwuchsen? Ich konnte niemanden fragen, wie das mit einer Familie funktioniert oder wie man seine Kinder erzieht. Viele denken nicht darüber nach“, sagte sie.
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Aliza, links im Bild(mit der gelben Strickjacke)
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Aliza wurde nach einer endlosen Zahl von Verstecken zuletzt im Haus von Christen versteckt, in dem ein deutscher Offizier einquartiert war. Immer wenn er das Haus betrat, verschwand sie im Keller und hörte über sich angstvoll das Geräusch der schweren Stiefel. Sie leidet bis heute an Platzangst. Später studierte sie Biologie und war Teil eines Forscherteams im Bereich Endokrinologie hier in Israel. Heute hat sie Kinder, Enkel und Urenkel und ist inzwischen 92 Jahre alt.Das ist nur eine von unzähligen Erinnerungen, die wir an diesem Tag hörten. Mir ist bewusst, dass wir diese Zeitzeugen nicht ewig unter uns haben werden. Deshalb sind diese Treffen im „Marsch des Lebens Haus“ so wertvoll. Kommen Sie gerne vorbei und unterstützen Sie ein solches Treffen praktisch. Sollte Ihnen das nicht möglich sein, nutzen Sie heute die Gelegenheit, um an dieser Stelle zu spenden. Die Gelder fließen direkt in die Ausgaben für Transport, Lebensmittel und die Organisation der Treffen.



