
Jugend Rettet e.V.
wird verwaltet von Sascha Girke
Über uns
„IUVENTA - Jugend rettet“ - eine Initiative von Freiwilligen, die nicht tatenlos zusehen, wie das Mittelmeer in ein Massengrab für die Unerwünschten Europas verwandelt wird.
2015 hörten wir Regierungschefs öffentlich um die Menschen trauen, zu deren Tod sie selbst beigetragen hatten. Sie priesen humanitäre Grundsätze und trauerten um die Ertrunkenen, als sei ihr Tod die Folge einer Naturkatastrophe oder der besonders skrupellosen Natur rücksichtsloser Schlepper. Wir waren nicht bereit hinzunehmen, wie Menschen im Namen des Schutzes unserer Privilegien dem Tod überlassen wurden, und beschlossen, dort einzugreifen, wo unsere Regierungen sich geweigert hatten.
Wir kauften das Schiff IUVENTA und unterstützten 2016 bis 2017 mehr als 23.000 Menschen die auf der Überfahrt nach Europa in Seenot gerieten.
Unser Projekt wurzelt in den Kämpfen für Bewegungsfreiheit für alle Menschen, als auch in den Protesten gegen Austerität, Neoliberalismus und dem aufkommenden Neofaschismus Europas.
Letzte Projektneuigkeit

Wir haben 16.438,95 € Spendengelder erhalten
Seit ein paar Tagen läuft die Geschichte der IUVENTA auf Netflix.
Was der Film zeigt: die Kraft politischen Handelns, Solidarität, Seenotrettung. Er wirft Schlaglichter auf die dreckigen Deals, die brutale Abschottung, die rassistischen und tödlichen Entscheidungen der Politik.
Aber: Der Film über die Iuventa ist kein Historiendrama! Das Sterben im Mittelmeer geht täglich weiter. Die EU finanziert die sog. libysche Küstenwache, die Menschen in Lager zurückbringt, die selbst die UN als Orte von Verbrechen gegen die Menschlichkeit eingestuft hat. Während EUropa seine Grenzen weiter hochrüstete und auslagert, ist die Gewalt gegen Flüchtende grenzenlos.
Wir hoffen, dass der Film die Aufmerksamkeit wieder zurück auf das Sterben im Mittelmmer lenken kann. Wir werden ihn nutzen: für unsere politische Arbeit, gegen die tödliche Abschottungspolitik der EU und für eine andere, solidarische Welt!
Daher wollen wir heute Danke sagen. Für alles, was Ihr in den letzten Jahren möglich gemacht habt – und ohne das wir an diesem Punkt schlicht nicht stehen würden.
Eure Spenden sind in unsere Kampagnenarbeit geflossen: in Publikationen, in Vorträge und Veranstaltungen. Ihr habt dafür gesorgt, dass die Botschaft hörbar blieb, dass Migration kein Verbrechen ist, Solidarität kein Verbrechen ist, und dass das eigentliche Verbrechen das tödliche EUropäische Grenzregime ist. Das werden wir in den nächsten Monaten aufrechterhalten und intensiveren!
Eure Spenden haben die technischen Gutachten finanziert, mit denen wir den Zustand der IUVENTA dokumentieren konnten. Gutachten, die jetzt zur entscheidenden Grundlage werden für das, was als nächstes kommt. Eure Spenden haben die Vorbereitung unseres Schadenersatzprozesses getragen: die Analyse der Expertenberichte mit unserem technischen Berater, die Sammlung der Dokumentation für unsere Anwältin. Ohne diese monatelange Vorarbeit könnten wir den nächsten Schritt nicht gehen.
Und dieser nächste Schritt ist jetzt da! Wir starten den Schadenersatzprozess gegen den italienischen Staat – und ein weiteres Spendenprojekt, mit dem wir die Klage und unsere weitere Arbeit finanzieren. Mehr dazu findet Ihr hier: https://www.betterplace.org/de/projects/181327-iuventa-jugend-rettet-der-kampf-geht-weiter
An den Grundproblemen hat sich nichts geändert. Menschen riskieren weiter ihr Leben auf gefährlichen Routen, Gewalt und Entrechtung an den EU-Grenzen gehen weiter. Genau deshalb geben wir nicht auf – und genau deshalb ist Eure Unterstützung weiterhin so wichtig!
Danke. Für alles, was war. Und alles, was noch kommt.
Solidarity And Resistance!
Eure IUVENTA-Crew




