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IUVENTA - solidarity at sea

Ein Projekt von borderline-europe Menschenrechte ohne Grenzen e.V.
in Berlin, Deutschland

Im August 2017 wurde das Rettungsschiff IUVENTA in Italien beschlagnahmt. Die Crew hatte bis dahin über 14.000 Menschen aus Seenot gerettet. Jetzt wurde Anklage wegen "Beihilfe zur illegalen Einreise" gestellt. Sie brauchen Deine Unterstützung!

Hendrik Simon
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Über das Projekt

Über uns

Weil die EU das Mittelmeer in die tödlichste Grenze der Welt verwandelte, startete das Rettungsschiff Iuventa seine Missionen. In einer kollektiven Anstrengung von mehr als 200 Freiwilligen auf See betrieben und von Tausenden an Land unterstützt, begannen im Juli 2016 die Such- und Rettungsaktionen im zentralen Mittelmeer. Sie unterstützten Menschen auf der Flucht, diejenigen, die gezwungen waren das Meer zu überqueren. Innerhalb eines Jahres rettete die Iuventa über 14.000 Menschen aus Seenot und sorgte dafür, dass diese einen sicheren Europäischen Hafen erreichten.   

Ihre lebensrettenden Bemühungen wurden jedoch zwangsweise gestoppt, als das Schiff am 2. August 2017 von der italienischen Staatsanwaltschaft beschlagnahmt wurde und gegen mehrere Besatzungsmitglieder*innen Ermittlungsverfahren eingeleitet wurden.

Im März 2021, nach mehr als 3 Jahren, erklärt die Staatsanwaltschaft in Trapani ihre strafrechtlichen Ermittlungen als beendet.

Es wäre die Gelegenheit gewesen endlich einzugestehen, dass die gesamten Ermittlungen ein großen Fehler waren, dass die Staatsanwaltschaft sich damit selbst zum Argument rechter und faschistischer Propaganda gemacht hat, dass sie somit nicht nur für eine weitere massive rassistische Verschiebung des gesellschaftlichen Diskurses mitverantwortlich ist, sondern auch für die fortwährenden Todesfälle an den EU-Grenzen.

Doch anstatt sich auf die Seite derer zu stellen die Schutz benötigen, anstatt diejenigen zu unterstützen die dafür kämpfen, dass Menschenrechte für ALLE gleichermaßen gelten sollen, eskaliere die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen, weitete sie aus und erhebt nun Anklage gegen IUVENTA  Crew-Mitglieder und andere. Bei einer Verurteilung drohen bis zu 20 Jahre Haft und Strafforderungen in Millionenhöhe.


Unser Aktionen auf dem Mittelmeer, die Rettung von Menschen aus Seenot, war nicht nur legal, es war eine Pflicht und absolut das Richtige. Aber es war nicht erwünscht. Und genau darum geht es in dem Prozess. Es ist "lawfare", die Benutzung des Rechtsstaates um ein politische Ziele durchzusetzen: die Zurückdrängung von Mobilität und Menschenrechten - um jeden Preis. 

Du kannst die Iuventa-Besatzung unterstützen, indem Du weiterhin an ihrer Seite stehst und an der Seite derjenigen, die tagtäglich Gewalt und Demütigung durch europäische Behörden ausgesetzt sind; derjenigen, deren Leiden längst Teil eines akzeptierten Grenzregimes geworden ist, derjenigen, deren gesamte Existenz als illegal angesehen wird.

Wir brauchen Deine Unterstützung um dem etwas entgegenzusetzen - im Gerichtssaal, auf den Straßen unserer Städte und Gemeinden und auch dort wo es am dringendsten gebraucht wird: an den EU-Grenzen!