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Deutsches Rotes Kreuz e.V.

wird verwaltet von A. Wispler (Kommunikation)

Über uns

Die internationale Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung ist mit 190 Nationalen Gesellschaften die größte humanitäre Organisation der Welt. Das Deutsche Rote Kreuz ist Teil dieser weltweiten Gemeinschaft, die seit über 150 Jahren umfassend Hilfe leistet für Menschen in Konfliktsituationen, bei Katastrophen und gesundheitlichen oder sozialen Notlagen, allein nach dem Maß der Not. Im Zeichen der Menschlichkeit setzen wir uns für das Leben, die Gesundheit, das Wohlergehen, den Schutz, das friedliche Zusammenleben und die Würde aller Menschen ein. Unsere Idee wird weltweit von über 100 Millionen freiwilligen Helfern und Mitgliedern getragen. Allein in Deutschland engagieren sich circa vier Millionen Mitglieder.

Das DRK als nationale Rotkreuzgesellschaft und Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege bekennt sich zu den sieben Rotkreuzgrundsätzen:

• Menschlichkeit,
• Neutralität,
• Freiwilligkeit,
• Universalität,
• Unparteilichkeit,
• Unabhängigkeit und
• Einheit.

Das DRK ist weltweit operativ im Bereich der humanitären Hilfe tätig – sowohl in akuten Notsituationen (Katastrophenhilfe) als auch in der langfristigen Entwicklungszusammenarbeit. Derzeit arbeitet das DRK in ca. 50 Ländern in Afrika, Asien, Nahost und Lateinamerika. Schwerpunkte der Hilfsprojekte im Ausland sind:

• Katastrophenhilfe und -vorsorge,
• Trinkwasserversorgung,
• Basisgesundheit,
• Kampf gegen Epidemien inkl. HIV/Aids,
• Armutsbekämpfung sowie
• Rehabilitation und Wiederaufbau.

Als Wohlfahrtsverband und Hilfsorganisation nimmt das DRK umfangreiche nationale Aufgaben wahr. Hierzu zählen unter anderem:

• Rettungsdienst und Erste Hilfe,
• Gesundheitsdienste inkl. Blutspendedienst,
• Altenhilfe inkl. Pflege und Besuchsdienst,
• Kinder-, Jugend- und Familienhilfe,
• Suchdienst und
• Jugendrotkreuz.

Letzte Projektneuigkeit

Sudan: „Ich bin stolz auf das, was ich erreicht habe”

  A. Kurek   18. Dezember 2018 um 18:31 Uhr

 Khaltoom Khamis Adam lebt mit ihrem Ehemann und ihren sieben Kindern im Dorf Arreda in der Region Gedaref. Die Familie lebt von dem, was sie auf ihren Feldern anbaut. Seit einiger Zeit nimmt Khaltoom am DRK-Projekt zur Ernährungssicherung teil.  Kleinbauern im Osten des Sudan unweit der äthiopischen Grenze lernen in sog. Farmer Field Schools verbesserte Anbaumethoden. In den Gemeinden werden zudem mehr als 10.000 Niembäume gepflanzt, die für ein besseres Klima sorgen und zugleich Schatten spenden. Unserem Kollegen Antony Gnanamuthu, der das Projekt koordiniert, erzählte die 38-jährige, was sich für sie seither zum Guten verändert hat.

Wir haben viele nützliche Dinge gelernt
Kalthoom Anis kann dank der Unterstützung des DRK mehr ernten und Milch verkaufen.

Durch das DRK-Projekt, das gemeinsam mit dem sudanesischen Roten Halbmond durchgeführt wird, gab es viele Aktivitäten in unserer Gemeinde – zum Beispiel Schulungen zu Themen wie „Regenwasserspeicherung“, „Hausgärten“, „Biologische Dünger und Pflanzenschutzmittel“ sowie „Verbessertes Saatgut“, „Verbesserte Ziegenaufzucht“ und „Feldschule für Kleinbauern“. Ich habe an diesen Trainings teilgenommen, aber auch viel von dem Rotkreuz-Mitarbeiter in unserer Gemeinde gelernt. Seine Aufgabe ist es, unser Dorf zu mobilisieren und dabei zu begleiten, neue Wege zu gehen. Er macht das mit Flipcharts und anderen Trainingsmaterialien, die leicht zu verstehen und umzusetzen sind.

Das gesammelte Regenwasser wird im Gemeinschaftsgarten zur Bewässerung genutzt.

Früher war es schwer, die Familie zu versorgen

Vor Beginn des Projektes war mein Einkommen sehr niedrig und es war schwierig, jeden Tag die Bedürfnisse meiner Familie zu decken. Aber durch die Trainings habe ich viel erfahren und konnte erfolgreich anwenden, was ich gelernt habe. Seit wir z.B. anders düngen und bewässern, ernten und verdienen wir mehr. Und wir essen regelmäßig das Gemüse aus unserem neuen Hausgarten. Wir konnten aber auch Gemüse auf dem Markt verkaufen und dadurch pro Tag 50 Sudanesische Pfund (rund 6,26 Euro ) verdienen. Durch die Speicherung des Regenwassers konnten wir unser Land bewässern und so das Gemüse fast fünf Monate im Jahr anbauen.

Zwei Kleinbauern zeigen sich stolz mit dem praktischen Ergebnis der Kurse in der Farmer Field School.

Die neuen Ziegen bringen uns genug Milch zum Verkauf

Zuerst hatte ich nur zwei Ziegen. Durch die Unterstützung aus dem Projekt konnte ich meine Herde mit einer neuen Rasse aufstocken, so dass ich jetzt sechs Ziegen habe, vier sind von der neuen robusteren Sorte. Diese Ziegen liefern mehr Ertrag und wir können die überschüssige Milch verkaufen. Das macht es uns möglich, täglich rund 25 Sudanesische Pfund (rund 3,13 Euro) zu verdienen – das ganze Jahr über.

Mehr Gemüse, Hirse und Erdnüsse

Durch die Feldschule haben wir gelernt, wie wir durch neue Methoden den Boden schonen und dennoch bessere Ernten haben. Jetzt verwenden wir verbessertes Saatgut, beteiligen uns an der Saatgutbank und produzieren unsere eigenen biologischen Dünger und Schädlingsbekämpfungsmittel. Das alles hat auch dazu beigetragen, mein Familieneinkommen zu erhöhen. Unsere Hauptsaat Hirse hat in diesem Jahr einen Ertrag von 18 ½ Säcken gebracht. Letztes Jahr waren es nur 11 ½ Säcke. Auch unsere Einsatzkosten haben sich sehr verringert, weil wir jetzt selbst produzierte, kostengünstige Materialien benutzen und unsere eigenen Samen herstellen. Wir haben große Verbesserungen beim Anbau von Hirse, aber auch von Erdnüssen erzielt, nachdem wir unsere Kenntnisse aus der Feldschule angewendet haben.

Reiche Okraernte und damit mehr Abwechslung auf dem Speiseplan der Dorfbewohner.

Durch das Projekt hat sich meine wirtschaftliche Situation wirklich deutlich verbessert und ich bin stolz auf das, was ich erreicht habe. Ich bin sehr glücklich!“ 


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