Deutschlands größte Spendenplattform

Wohnschiffprojekt Altona e.V.

wird verwaltet von Fabian W.

Über uns

Seit 20 Jahren existiert die Kinderbetreuung durch das Wohnschiffprojekt Altona. Unsere Arbeit begann 1992 als Inlandsprojekt von terre des hommes, bereits vier Jahre später konnte das Wohnschiffprojekt als eigenständiger Verein und Projektpartner von terre des hommes seine Arbeit aufnehmen.
Diese wurde beständig an die realen Bedürfnisse der Flüchtlingskinder und -jugendlichen angepasst – die letzte große Umstellung machte das Projekt nachdem am 30.09.2006 die Bibby Altona abgeschafft und die Zentrale Erstaufnahme nach Horst in Mecklemburg-Vorpommern verlegt wurde. Seitdem arbeitet das Wohnschiffprojekt Altona orientiert an Bedarf und Ressourcen in den über die Hansestadt verteilten Folgeunterkünften und bietet zudem Kurse an zentralen Orten an, zu denen die Teilnehmer_innen einzeln anreisen.

Letzte Projektneuigkeit

Wir haben 405,25 € Spendengelder erhalten

  S. Stroux  05. Mai 2021 um 17:12 Uhr

Liebe Spender*innen,

Seit März 2020 hat es in Griechenland zwei landesweite Lockdowns gegeben. Aktuell befindet sich das Land weiter im zweiten Lockdown, der jetzt schon fast sechs Monate anhält. Lediglich zwischen Juni und November 2020, gab es die Möglichkeit verschiedene Orte zu besuchen wie zum Beispiel die Flüchtlingslager um Athen herum oder auch die Hafenstadt Patras. Die Einschränkungen der Bewegungsfreiheit im Rahmen der Bekämpfung des Covid-19 wurden für Geflüchtete schärfer formuliert - eine klare Diskriminierung! Geflüchtete können die Lager in denen sie leben nur eingeschränkt verlassen. Eine Vertreter*in jeder Familie kann lediglich am Tag hinaus. Das hat nicht nur das Recht auf Bildung und Zugang zur Schule der Kinder verletzt, sondern auch den Zugang der Eltern zu unabhängigen Beratungsstellen und Anwält*innen in den urbanen Zentren. 

Gleichzeitig haben die Asylbehörden des Landes, ihre Tore geschlossen und bearbeiten nur dringende Notfälle. Es wurden Aussenstellen innerhalb der Lager errichtet und nur dort, werden Aufenthaltsgestattungen erneuert, Aufenthaltserlaubnisse systematischer ausgestellt und jetzt auch noch Asylanhörungen durchgeführt. Grundsätzlich wurden die Papiere von Asylsuchenden während der Pandemie mit wiederholten Ankündigungen als verlängert erklärt, die Dokumente selbst aber nicht gewechselt oder erneuert. Dies hat zur Folge, dass immer mehr Menschen versuchen zunächst informell in den Lagern unterzukommen, so dass sich ihr Zugang zur Asylbehörde verbessert. Die Evakuierung hunderter Menschen von den überfüllten Erstaufnahmen (sog. "Hotspots") auf den Ägäisinseln hat zudem zur Ankunft hunderter besonders verletzlicher Asylsuchender in den Festlandlagern geführt. Jetzt wird an Mauern und Natodrahtzäunen um die Festlandlager gebaut. Es sollen Kontrolltore errichtet und intelligente Sicherheitsanlagen installiert werden. "Kontrolle" ist eines der neuen Paradigma wenn es um Asyl und Geflüchtete geht. 

Das Infomobile Projekt berät auch während der Pandemie weiter und auch im Lockdown. Die bislang erhaltenen Spenden haben uns ermöglicht nahegelegene Lager zu besuchen sowie andere Orte an denen viele Geflüchtete obdachlos leben wie Patras. Gleichzeitig konnten wir Telefonkarten kaufen, so dass die Telefonische Beratung mehr Raum einnehmen konnte. 

Aktuell werden auch in Griechenland immer mehr Menschen gegen Covid-19 geimpft - allerdings gibt es noch keine systematische Impfung von Geflüchteten. Wir hoffen bald sicher wieder zu den Menschen fahren zu können und in Gruppen beraten zu können. Ironischer Weise plant Griechenland das Land für die Tourist*innen zu öffnen, ansonsten würden wir wohl weitere Monate im Lockdown verbringen. Parallel zu unserer Beratung versuchen wir aktuell auch Impftermine für Geflüchtete zu buchen und somit zu unserer aller Gesundheit und Sicherheit beizutragen. 

Während der Pandemie ist der Zugang zu Beratungsstellen stark eingeschränkt, viele Geflüchtete bleiben ohne nötige Rechtsinformationen, Beratung und Rechtshilfe und wenden sich in zunehmenden Zahlen an Privatanwälte. Dafür hat aber nicht jede*r das Geld. Unabhängige und zugängliche Beratung bevor es zu spät ist, wird immer wichtiger. 

Deswegen heisst es bei uns: jetzt erst recht! Wir brauchen allerdings noch viele Spenden, um die Kosten für unseren neuen secondhand Bus zu decken mit dem wir dann bald hoffentlich wieder auch weiter weg fahren können. Bis dahin freuen wir uns aber auch weiter über jede Spende für Tank, Tickets und Telefonkarten. 

Danke an alle vergangenen und zukünftigen Spender*innen!!! 
Vermehrt euch! Spendet für Bus, Fahrten und Kommunikation und werdet Teil des solidarischen Beratungsprojektes!

Euer Infomobile Team   

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