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Annes Plastik-Pause

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Der erste Einkauf

Anne Z.

Übermorgen beginnt sie, meine Plastik-Pause. Heute bin ich
allerdings erst einmal in ein anderes Wohnheim umgezogen und dann ging es direkt
zum Großeinkauf bei Tesco, der einzigen ordentlichen Einkaufsmöglichkeit hier
in der Nähe. Da ich keine Ahnung hatte, was ich plastikfrei verpackt vorfinden
würde, machte ich mich ohne Einkaufsliste auf den Weg und dachte mir, ich kaufe
einfach, was mir an plastikfreien Dingen in die Finger kommt. Ich wurde
ziemlich schnell ernüchtert. Alles, aber auch wirklich alles, ist hier in
Plastik verpackt,
selbst Dinge, von denen ich es gewohnt bin, sie im Glas zu
bekommen, wie zum Beispiel vegetarische Brotaufstriche und Joghurt. Nicht mal
Salz gab es in der Pappverpackung, die ich aus Deutschland kenne. Mir wurde
klar: Wenn ich mich nicht von Eiern, Pesto und Gemüse ernähren will, muss ich
wohl oder übel doch auf in Plastik verpackte Lebensmittel zurückgreifen
. Ich
brauchte auch teilweise neue Kochutensilien, da ich mir manches mit meinen
vorigen Mitbewohnern geteilt hatte. Selbst hier stieß ich auf
Plastikverpackungen an den unnötigsten Stellen. Die Reibe war komplett in
Plastik verpackt und auch um die gläserne Auflaufform war teilweise
Plastikfolie gewickelt. Ein weiteres Problem für mich war, dass das Wasser in
meinem neuen Wohnheim so viel Chlor enthält, dass aus dem Hahn zu trinken Wasser
aus dem Schwimmbad schöpfen gleicht. Wasser gibt es hier aber auch nur in Plastikflaschen
zu kaufen. Als Kompromiss habe ich mir eine Filterkanne gekauft. Die besteht
zwar auch aus Plastik, mit dieser Anschaffung produziere ich aber weit weniger
Müll als wenn ich all mein Wasser in den hier üblichen Einweg-Plastikflaschen
kaufen würde.

Ich bin gespannt, was in der nächsten Woche auf mich zukommt und hoffe sehr,
ich finde eine Möglichkeit, an plastikfreie Produkte zu kommen.