Change the world with your donation

Der erste Einkauf

Anne Z.
Anne Z. wrote on 24-01-2015

Übermorgen beginnt sie, meine Plastik-Pause. Heute bin ich allerdings erst einmal in ein anderes Wohnheim umgezogen und dann ging es direkt zum Großeinkauf bei Tesco, der einzigen ordentlichen Einkaufsmöglichkeit hier in der Nähe. Da ich keine Ahnung hatte, was ich plastikfrei verpackt vorfinden würde, machte ich mich ohne Einkaufsliste auf den Weg und dachte mir, ich kaufe einfach, was mir an plastikfreien Dingen in die Finger kommt. Ich wurde ziemlich schnell ernüchtert. Alles, aber auch wirklich alles, ist hier in Plastik verpackt, selbst Dinge, von denen ich es gewohnt bin, sie im Glas zu bekommen, wie zum Beispiel vegetarische Brotaufstriche und Joghurt. Nicht mal Salz gab es in der Pappverpackung, die ich aus Deutschland kenne. Mir wurde klar: Wenn ich mich nicht von Eiern, Pesto und Gemüse ernähren will, muss ich wohl oder übel doch auf in Plastik verpackte Lebensmittel zurückgreifen. Ich brauchte auch teilweise neue Kochutensilien, da ich mir manches mit meinen vorigen Mitbewohnern geteilt hatte. Selbst hier stieß ich auf Plastikverpackungen an den unnötigsten Stellen. Die Reibe war komplett in Plastik verpackt und auch um die gläserne Auflaufform war teilweise Plastikfolie gewickelt. Ein weiteres Problem für mich war, dass das Wasser in meinem neuen Wohnheim so viel Chlor enthält, dass aus dem Hahn zu trinken Wasser aus dem Schwimmbad schöpfen gleicht. Wasser gibt es hier aber auch nur in Plastikflaschen zu kaufen. Als Kompromiss habe ich mir eine Filterkanne gekauft. Die besteht zwar auch aus Plastik, mit dieser Anschaffung produziere ich aber weit weniger Müll als wenn ich all mein Wasser in den hier üblichen Einweg-Plastikflaschen kaufen würde.
Ich bin gespannt, was in der nächsten Woche auf mich zukommt und hoffe sehr, ich finde eine Möglichkeit, an plastikfreie Produkte zu kommen.