LeMuSiCa (Frau steh auf und gehe Deinen Weg)

An aid project by J. Christner in Chimoio, Mozambique

71% funded

J. Christner (Project Manager)

J. Christner
An manchen Tagen ist wirklich Land unter in unserem kleinen Waisenzentrum, und die sichtbare Idylle ist nur mehr schöner Schein. 4 Kinder haben Fieber, Bauchschmerzen, Kopfschmerzen – das heißt hier immer Verdacht auf Malaria und muss im Krankenhaus abgeklärt werden. Mae Juliana muss also alles liegen und stehen lassen, den Jüngsten ins Schultertuch packen (denn der kann nicht ohne Mama im Zentrum bleiben), die 4 angeschlagenen, kleinen Patienten zu einer Katzenwäsche motovieren und dann rein ins Chapa (lokales, öffentliches Transportmittel) und zum Krankenhaus. Paula, die Juliana beim kochen hilft, ist krank und die Waschfrau ist eben Waschfrau und keine Mutter. Also bleibt der Rest der Kinder ein wenig sich selbst und damit auch ganz schnell dem Chaos überlassen. Die größeren kommen ganz gut alleine zu recht, wenn es darum geht, sich für den Schulbesuch fertig zu machen, der hier in 3 verschiedenen Schichten läuft. Die ersten müssen um 5 Uhr aufstehen, damit sie um 6 Uhr in der Schule sind. Der nächste Schwung muss um 10.00 das Zentrum verlassen und die letzten machen sich um 13.30 auf den Schulweg. Die pünktlich um 8.00 Uhr zu erfolgende Medikamenteneinnahme der 3 Aids kranken Kinder kann an solchen Tagen leicht vergessen werden bzw. erfolgt verspätet, die Kindergarten- und Schulkinder kommen zu spät,Ordnung und Sauberkeit bleiben auf der Strecke. 26 Kinder sind für eine Mutter einfach ein Ding der Unmöglichkeit.Vorgesehen ist das Projekt für 18 Kinder – 26 haben wir inzwischen, die wir gegen besseres Wissen aber mangels alternativer Möglichkeiten aufgenommen haben. Da, wo sie waren, konnten sie nicht bleiben, sie waren Krankheit, Mißbrauch und Verwahrlosung ausgesetzt und als wir das einmal gesehen haben, konnten wir nicht mehr schnell die Augen schließen.
Unsere Kinder sind zwischen einem und achtzehn Jahre alt und haben alle einen traumatischen Erlebnishintergrund. Sie sind Voll - oder Halbwaisen, deren Eltern bzw. Elternteile an Aids gestorben sind. Vielfach haben sie selbst diese bis zum Tod gepflegt in einem Alter, in dem Kinder normalerweise spielen, lachen und ein bisschen lernen sollten. Und vielfach ist das diffuse Gefühl geblieben, dass sie es nicht geschafft haben, denn die Mutter, die Eltern sind gestorben und unbearbeitete Schuldgefühle, Verlassenheitsängste, Unsicherheit prägen noch immer ihr Leben. Erziehung, Orientierung, Anleitung sind für eine Projektmutter bei 26 Kindern kaum noch zu bewältigen.
Wir brauchen eine zweite Vollzeitmutter und suchen Spender, die ihr Gehalt finanzieren. Es beläuft sich auf jährlich ca. 1.200 Euro, je nach Wechselkurs.

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Location: Chimoio, Mozambique

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Information about the project:

Ask J. Christner (Project Manager):

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