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Funded Prozesskostenhilfe: Nenad gegen das Land NRW

Roma Junge Nenad verklagt das Land NRW wegen verweigerter Bildung. Elf Jahre lang besuchte er gegen seinen Willen und mit falscher Diagnose "Geistige Behinderung" eine Sonderschule. Der mittendrin e.V. unterstütze ihn beim Wechsel aufs Berufskolleg.

T. Sander from mittendrin e.V.Write a message

Bedarf erfüllt - tausend Dank an alle Spender*innen!
Um Nenad bei seinem Prozess gegen das Land NRW zu unterstützen, hatte unser Verein mittendrin e.V. Ausgaben in Höhe von 8.478,83 € für Anwalts- und Gerichtskosten sowie Kosten für die Erbringung von Gutachten. Spenden sind in Höhe von insgesamt 4.278,87 € eingegangen. Der noch offene Betrag von 4.199,96 € wurde nun aus dem erstrittenen Schmerzensgeld und Schadensersatz an uns erstattet. Wir bedanken uns bei allen Spender*innen ohne deren Unterstützung Nenad nicht zu seinem Recht gekommen wäre!

Update: Nenad M. hat den Prozess gegen das Land NRW gewonnen - seit Ende August ist das Urteil rechtskräftig. Die Höhe von Schmerzensgeld und Schadensersatz ist noch zu bestimmen. Derzeit versuchen die beiden Parteien hierüber einen Vergleich zu erzielen. Davon hängt auch ab, in welcher Höhe die von uns getragenen Prozesskosten erstattet werden. Bislang haben wir Ausgaben in Höhe von rund 9000 € gehabt und Spenden in Höhe von knapp 4500 € gesammelt. Sollten wir nach der (Teil-)Erstattung der Prozesskosten ein Plus an gesammelten Spenden zurückbehalten, so kommt dieses unserer gemeinnützigen Beratungsarbeit zugute.

Der 19-jährige Nenad M. aus Köln besuchte elf Jahre lang eine Sonderschule für Kinder mit geistiger Behinderung - ohne behindert zu sein. Bereits früh merkte der Roma-Junge, dass er hier eigentlich nicht hingehört. Und bat seine Lehrer immer wieder die Schule wechseln zu dürfen - vergeblich. Erst kurz vor seinem 18. Geburtstag gelang es ihm mit Unterstützung unserer Beratungsstelle auf ein Berufskolleg zu wechseln. Bereits ein Jahr später machte er dort seinen Hauptschulabschluss - als Klassenbester mit Auszeichnung. Zurzeit jobbt er in einem Supermarkt - und klagt gegen das Land NRW wegen verweigerter Bildung.

Das für den Fall zuständige Landgericht Köln hat eine Prozesskostenhilfe abgelehnt. Die Begründung: Die Klage habe wenig Aussicht auf Erfolg. Wir möchten Nenad dennoch dabei unterstützen vor Gericht zu gehen. Dazu braucht er Geld für Gerichts- und Anwaltskosten.

Im Falle, dass Nenad den Prozess gewinnt, werden die gesammelten Spendengelder für die Prozesshilfe unserer gemeinnützigen Beratungsarbeit zufließen.

Der WDR bringt Nenads Geschichte in der Reihe "Menschen hautnah" am Donnerstag, den 20. Oktober 2016 an die Öffentlichkeit. Hier der Link zum Programmhinweis:
http://www1.wdr.de/fernsehen/menschen-hautnah/sendungen/fuer-dumm-erklaert-100.html

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