Wildbiene des Monats Mai 2021: Die Zaunrüben-Sandbiene
Der Name verrät bereits viel über unsere Wildbiene des Monats, für die nun im Mai die Flugzeit bis Ende Juni beginnt. Als absolute Spezialistin sammelt sie ausschließlich ihren Pollen an der Zaunrübe (Bryonia). Nur in Lebensräumen, in denen die Zaunrüben-Pflanze in Kombination mit geeigneten Nistplätzen in ausreichender Zahl wächst, kann sich die Zaunrüben-Sandbiene (Andrena florea) ausbreiten. 
Die Zaunrüben-Sandbiene an ihrer Futterpflanze, auf die sie spezialisiert ist.
Um eine Zaunrüben-Sandbiene zu entdecken, müsst Ihr genau hinschauen, denn sie ist leicht mit einer Honigbiene zu verwechseln. Die beiden Arten sind fast gleich groß und sehen für ungeübte Augen sehr ähnlich aus. Die Zaunrüben-Sandbiene hat ebenfalls einen bräunlich behaarten Brustteil und ein dunkles Hinterteil. Im Gegensatz zur Honigbiene ist die Zaunrüben-Sandbiene aber deutlich schlanker. Eine eindeutige Unterscheidung gelingt über die auffällige Pollen-Sammelvorrichtung an den Hinterbeinen der Weibchen der Zaunrüben-Sandbiene, die bei Honigbienen fehlt.
Die Zaunrüben-Sandbiene sieht Honigbienen sehr ähnlich.
Unsere Wildbiene des Montas ist ein gutes Beispiel dafür, dass es ein Abhängigkeitsverhältnis zwischen Wildbienen und Wildpflanzen gibt: Die unterschiedlichen Wildbienenarten sind auf bestimmte Futterpflanzen spezialisiert. Für die entsprechenden Pflanzen sind wiederum die Wildbienen wichtige Bestäuber.
Schützen wir unsere heimischen Wildbienen, ist die also auch ein Beitrag zum Erhalt der Pflanzenvielfalt. Wir sind stolz bei dem Thema „Protect our wildlife“ Teil der aktuellen betterplace-Kampagne „Trag das, wofür du stehst“ zu sein. Denn genau das passiert, wenn wir Wildbienen und ihre Lebensräume schützen - wir schützen unsere heimische Artenvielfalt.
Danke, dass Ihr Euch an unserer Seite engagiert.
