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Medizinische Soforthilfe nach Vergewaltigung in Trier

Ein Projekt von Frauennotruf - Beratung und Unterstützung
in Trier, Deutschland

Jede Vergewaltigung ist ein medizinischer Notfall! Das Projekt „Medizinische Soforthilfe nach Vergewaltigung“ bietet Betroffenen eine umfassende Versorgung inklusive vertraulicher Spurensicherung. Helfen Sie mit, das Projekt bekannt zu machen!

Ruth P.
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Über das Projekt

Die Zahl der polizeilich erfassten Vergewaltigungen in Rheinland-Pfalz beträgt für das Jahr 2020 475 – die Dunkelziffer der nicht zur Anzeige gebrachten Fälle liegt deutlich höher. Jede Vergewaltigung ist ein medizinischer Notfall!

Das Projekt „Medizinische Soforthilfe nach Vergewaltigung“ bietet Betroffenen die Möglichkeit, sich innerhalb von 72 Stunden nach dem erlebten Übergriff sensibel gynäkologisch untersuchen zu lassen und auf Wunsch auch eine vertrauliche Spurensicherung vorzunehmen.
Es ist wichtig, die Selbstbestimmung der Betroffenen zu stärken, ihre Sorgen und Wünsche zu berücksichtigen und sie als medizinischen Notfall zu behandeln und nicht nur als Fall für die Rechtsmedizin.
 Deshalb werden die gynäkologischen Fachkräfte der Kliniken, die sich am Projekt beteiligen, daraufhin geschult, bei Betroffenen kleinschrittig abzufragen, ob ein Schwangerschaftstest und ein Test auf sexuell übertragbare Krankheiten durchgeführt werden soll, wie die psychische Verfassung der Betroffenen ist und ob weitere Verletzungen behandelt werden müssen. Auch die medizinischen Fachkräfte in der Notfallaufnahme werden unterwiesen, Betroffene an die gynäkologische Abteilung weiterzuleiten.

Wenn sich eine betroffene Person dazu entscheidet, eine vertrauliche Spurensicherung vorzunehmen, werden die Spuren für ein Jahr in der Rechtsmedizin eingelagert, damit eine Entscheidung, die Vergewaltigung zur Anzeige zu bringen, in Ruhe abgewogen werden kann, ohne dass Spuren verloren gehen.
 Weitere Informationen zur „Medizinischen Soforthilfe nach Vergewaltigung“ finden Sie unter: https://www.soforthilfe-nach-vergewaltigung.de/ 

Trier ist neben anderen Städten in Rheinland-Pfalz Modellregion für das Projekt. Der Frauennotruf Trier ist eine Fach- und Beratungsstelle zu sexualisierter Gewalt und arbeitet eng mit der Gynäkologie des Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen zusammen. Betroffene werden auf Wunsch hin vom Frauennotruf an die Klinik und umgekehrt vermittelt.

Damit Betroffene von dem Angebot der „Medizinischen Soforthilfe“ erfahren und es in Anspruch nehmen können, soll das Projekt großflächig beworben werden. An Bushaltestellen, wenn möglich auch auf Bussen, an viel besuchten Plätzen in der Stadt und dem Landkreis Trier-Saarburg.
Dafür braucht der Frauennotruf Trier Ihre finanzielle Unterstützung!