Deutschlands größte Spendenplattform

Nothilfe für Afghanistan

Ein Projekt von Deutsches Rotes Kreuz e.V.
in balkh, Afghanistan

„Die Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung unterscheidet nicht nach Herkunft, Religion oder politischer Überzeugung. Dadurch hat sie eine große Akzeptanz bei allen Akteuren und kann Zugang zu den notleidenden Menschen erlangen“

Isabelle Doll
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Über das Projekt

Die humanitäre Lage in Afghanistan ist besorgniserregend: Die schlimmste Dürre seit Jahrzehnten, Covid-19, ein geschwächtes Gesundheitssystem und nicht zuletzt der aktuelle politische Konflikt haben die Situation in den vergangenen Monaten weiter verschlechtert.  Rund 11 Millionen Menschen sind von akuter Lebensmittelknappheit betroffen – fast ein Drittel der Bevölkerung. Aufgrund des Konflikts haben allein in diesem Jahr mehr als 390.000 Afghaninnen und Afghanen ihr Zuhause verlassen und suchen innerhalb des Landes Schutz, mehr als 18 Millionen Menschen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen.

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) bittet um Spenden für die Betroffenen.
 
„Wir sehen ein Land, ohnehin schon eines der ärmsten weltweit, in großer Not. Es fehlt an allem, die Verzweiflung ist riesig. Die Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung tut auch in dieser schwierigen Situation alles, um den Menschen vor Ort zu helfen“, sagt DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt.

Die Schwestergesellschaft des DRK, der Afghanische Rote Halbmond (ARCS), unterstützt die von diesen multiplen Krisen besonders betroffenen Menschen auf vielfältige Weise. Mit Unterstützung der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften (IFRC) werden finanzielle Mittel bereitgestellt, um Lebensmittel zu kaufen und Nutzpflanzen zu säen. Zudem sichern Helferinnen und Helfer des ARCS in fast 150 mobilen und stationären Gesundheitseinrichtungen die medizinische Grundversorgung auch in entlegenen Gegenden.
Der aktuelle Konflikt erschwert die humanitäre Arbeit, da Infrastruktur und Wasserversorgung vielerorts beschädigt sind und auch Gesundheitseinrichtungen sowie Personal gezielt angegriffen wurden. Trotzdem werden die oft ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer weiterhin ihrer Arbeit nachgehen.

„Die Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung unterscheidet nicht nach Herkunft, Religion oder politischer Überzeugung. Dadurch hat sie eine große Akzeptanz bei allen Akteuren und kann Zugang zu den notleidenden Menschen erlangen“, sagt DRK-Generalsekretär Christian Reuter.

So konnte das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) allein in der ersten Hälfte des Jahres in rund 400 Gesundheitseinrichtungen fast 50.000 Personen – die Hälfte davon Frauen und Kinder – mit Waffenverletzungen versorgen und wird dies auch weiterhin tun.

Das DRK unterstützt seit mehreren Jahren seine Schwestergesellschaften in Pakistan, Tadschikistan und Iran, wo sich seit Jahren viele geflüchtete Menschen aus Afghanistan aufhalten.