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Klimastabile Wälder für NRW - Zum Erhalt wichtiger Waldfunktionen

Ein Projekt von Bergwaldprojekt e.V.
in NRW, Deutschland

Der Bergwaldprojekt e.V. engagiert sich mit Freiwilligenprojekten, um unsere Waldökosysteme zu stabilisieren und die wichtigen Schutzfunktionen der Wälder für (Trink-)Wasser, Boden, Klima und Artenvielfalt dauerhaft zu erhalten.

Stephen Wehner, Vorstand
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Über das Projekt

Die jüngsten Starkregenereignisse und dramatischen Hochwasser machen deutlich spürbar was Klimaforscher seit Jahren anmahnen. Der Klimawandel ist im vollen Gange. Auch die extreme Trockenheit der letzten drei Jahre passt zu den wissenschaftlichen Erkenntnissen – Klimawandel bedeutet eine zunehmende Häufung von extremen Wetterereignissen mit gravierenden gesellschaftlichen Folgen.

Es ist kein Zufall, dass in den von den Hochwassern besonders betroffenen Regionen in NRW und Rheinland-Pfalz die Waldökosysteme in den letzten drei Jahren durch die Trockenheit extrem geschädigt wurden. Bis Ende 2021 werden sich die Waldverluste in Deutschland auf über 400.000 Hektar summieren. Die Ursachen sind menschengemacht. Fichten- und Kiefernmonokulturen, die mehr als die Hälfte der deutschen Wälder ausmachen, sind am stärksten gefährdet. Der Verlust der Wälder ist gleichbedeutend mit dem Verlust wichtiger natürlicher Schutzfunktionen für Boden, Kima und Wasserhaushalt, von denen wir als Gesellschaft profitieren. Insbesondere bei Starkregenereignissen wirken stabile Waldökosysteme als Schwamm. Der Waldboden speichert große Niederschlagsmengen und gibt diese dann zeitlich verzögert wieder ab. Waldökosysteme wirken somit ausgleichend auf den Wasserabfluss. Hochwasserspitzen können dadurch um bis zu 30 % abgefangen werden. Dadurch sinkt die Wahrscheinlichkeit für Hochwasserereignisse. Die Speicher- und Filterwirkung der Wälder sind außerdem ein wichtiger Faktor, um auch während langer Trockenperioden die Trinkwasserverfügbarkeit zu sichern. Das Trinkwasser aus Wäldern macht 70 % des bundesweit gewonnenen Trinkwassers aus. Wälder sind somit der größte Trinkwasserspeicher in Deutschland. Den höchsten Nutzen für Hochwasser- und Trinkwasserschutz haben naturnahe Waldökosysteme.

Entscheidend für den dauerhaften Erhalt der wichtigen Schutzfunktionen der Wälder ist der naturnahe Waldumbau von labilen Nadelholzforsten hin zu klima-stabilen Mischwäldern. Dafür werden viele helfende Hände benötigt. Das Bergwaldprojekt fördert im Rahmen von Freiwilligenwochen im Jahr 2022 unter anderem die naturnahe Entwicklung der Wälder in Euskirchen, Werdohl und dem Nationalpark Eifel damit sich schon möglichst bald ein funktionsfähiges Ökosystem aufbaut.

Das Bergwaldprojekt e.V. mit Sitz in Würzburg organisiert deutschlandweit Freiwilligen-Wochen mit jährlich ca. 3.000 Teilnehmenden und über 150 Projektwochen an über 70 verschiedenen Standorten. Ziele der Arbeitseinsätze sind, die vielfältigen Funktionen der Ökosysteme zu erhalten, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Bedeutung und die Gefährdung unserer natürlichen Lebensgrundlagen bewusst zu machen und eine breite Öffentlichkeit für einen naturverträglichen Umgang mit den natürlichen Ressourcen zu bewegen. Der gemeinnützige Verein Bergwaldprojekt finanziert sich größtenteils aus Spenden. Mehr Infos: www.bergwaldprojekt.de.

Mit Ihrer Spende unterstützen Sie die Pflanzung von 1.000 standortheimischen Bäumen für den naturnahen Waldumbau in NRW.