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Strukturwandel in Pödelwitz & Lützerath nicht auf die lange Bank schieben

Ein Projekt von UferLeben Störmthaler See e.V.
in Großpösna, Deutschland

Dreiskau-Muckern möchte seine Verbindung zu Dörfern die, wie unser Dorf unmittelbar von der Braunkohle bedroht waren oder dies sogar akut sind, stärken. Wir erklären uns solidarisch mit dem Erhalt von Lützerath und mit dem Pödelwitz hat Zukunft e.V.

UferLeben Störmthaler See e.V.
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Über das Projekt

Den Strukturwandel und den Kohleausstieg nicht auf die lange Bank schieben -  Eine Bank für Pödelwitz und Lüzerath
Als Zeichen der Solidarität und im Rahmen unserer Aktion ``Findet Sachsens Baumriesen´´ möchte  unser Verein UferLeben Störmthaler See e.V. aus Dreiskau-Muckern eine Bank dem kürzlich vor dem Kohlebagger geretteten Pödelwitz spenden. Pödelwitz und Dreiskau-Muckern teilen sich eine gemeinsame Historie. Auch Dreiskau-Muckern war vom naherückenden Braunkohletagebau bedroht und Ende der 80 er Jahre bis auf wenige Höfe leergezogen. Nach der Wende wurden die Pläne unser Dorf der Kohle zu opfern begraben und der Tagebau Espenhain wurde geschlossen. In den letzten 30 Jahren hat sich das Dorf prächtig entwickelt. Es gibt wieder ortsansässige Betriebe, Landwirtschaft, Künstler, einen Laden, einen Gasthof, einen Gemeinschaftsgarten und ein vielfältiges gesellschaftliches Leben.
Wir möchten zusammen mit Vertretern aus Pödelwitz eine Bank in der Holzmanufaktur Alois Jaeger bauen und im Rahmen dessen unsere beiden Dörfer zusammenbringen. Eine in Pödelwitz stehende Eiche mit 512 cm Umfang steht symbolisch für die tiefe, beständige Verwurzelung des Dorfes in der Region. Im September 2021 wird im Rahmen des Dorffestes von Pödelwitz die Bank unter der Eiche aufgestellt. Im selben Schritt wird die Pödelwitzer Eiche feierlich in die Liste der sächsischen Baumveteranen im Rahmen unserer Mitmachaktion ``Findet Sachsens Baumriesen´´ aufgenommen.
Wir möchten Pödelwitz bei der spannenden Wiederbelebung des Ortes unterstützen und in den nächsten Jahren begleiten. Pödelwitz hat das Potenzial durch eine Unterstützung durch die Mittel des Strukturwandels ein zukunftsfähiges Modelldorf mit überregionaler Ausstrahlungskraft zu werden. Dies wird in unseren Augen nur durch eine intensive Einbindung der Zivilgesellschaft gelingen.
Im Rahmen der Vorplanung des gemeinsamen Workshops entstand die Idee ein gemeinsames Zeichen der Solidarität nach Lützerath in Nordrhein-Westfalen zu senden. Lützerath ist aktuell akut von der Erweiterung des Braunkohletagebaus Garzweiler II bedroht. Vor dem Hintergrund der obligatorischen deutschen und europäischen Klimaziele und den konsekutiv steigenden Preisen für die Kohleverstromung ist perspektivisch, wenn nicht sogar schon aktuell, eine Opferung von Lützerath nicht nur aus Umwelt-, Klima- und gesamtgesellschaftlichen- sondern auch aus wirtschaftlichen Gründen nicht sinnvoll, sondern unbedingt zu vermeiden.  Die Bank für Lützerath wird im Rahmen von ``Kultur ohne Kohle – Rheinlandpartie für Alle!´´ (06-15.08.2021 Rheinisches Braunkohle Revier) im August von Gesandten aus Pödelwitz aufgestellt.
Wir freuen schon auf den Tag an dem wir Lützerath im Reigen der geretteten Dörfer begrüßen dürfen. #alledörferbleiben