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Natürliche Medizin - Gesundheit für Alle mit Ressourcen des Regenwaldes

Ein Projekt von konga - Freundeskreis Tshuapa e.V.
in Bokungu, Demokratische Republik Kongo

Gesundheit für Alle durch die Nutzung des Regenwaldes: An zwei zentralen Orten, in Bokungu und in Yangambo, sollen 50 Multiplikatoren in natürlicher Medizin geschult werden. Die Herstellung von Medikamenten mit lokalen Mitteln wird gezeigt und geübt.

W. Leinen
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Für die Waldbauernfamilien im Tshuapa - Regenwald ist die schulmedizinische Versorgung oft unerschwinglich und gefährlich. Es gibt keine Krankenversicherung, die sie entlasten könnte; alles muss bezahlt, bzw. gekauft werden; die mageren Haushaltskassen reichen oft nicht einmal für das Lebensnotwendigste. Hinzu kommt, dass Medikamente oft nur an den offenen Marktständen unter glühender Sonne zu kaufen sind, ohne produktgerechte Lagerung; nicht selten sind darunter auch gefälschte Medikamente mit keinen oder schädlichen Inhaltsstoffen. Daneben ist der Regenwald eine echte Apotheke mit all seinen Heilpflanzen und auch vorbeugend kann man einiges tun. Da es zwar die Tradition der Heiler gibt, aber fundiertes Wissen oft fehlt, wurde 2003 auch mit deutscher Unterstützung das Programm "Natürliche Medizin" eingeführt, begleitet durch die vom kongoerfahrenen Apotheker Hans - Martin Hirt gegründete internationale Organisation anamed sowie durch den kongolesischen Zweig unter Leitung des Biologen und Entwicklungsaktivisten Konda Ku Mbuta. Auch heute sind noch mehr als 15 Initiativen aktiv, die ungezählten Familiengärten nicht mitgerechnet. Von Zeit zu Zeit sind Auffrischungsschulungen nötig, um das Niveau der Gesundheitsversorgung zu halten, Austausch zu ermöglichen und neue Multiplikatoren zu gewinnen. Im Ikela - Territorium konnten solche Veranstaltungen dank der Unterstützung der Kolpingsfamilie Olching Anfang Jahr durchgeführt werden. Für das Bokungu - Territorium (22.000 km2, > 300.000 Bewohner) fehlt noch ein Grossteil der nötigen Mittel. Die Teilnehmer legen für das Seminar oft weite Strecken zurück, manchmal mehr als 100 km Regenwaldpiste zu Fuss. Die Unterkunft organisieren sie sich selbst und auch einen Teil der Verpflegung. Geld braucht es für Schulungsmaterialien, wie Handbücher für Multiplikatoren und Sämereien der anerkannten Heilpflanzen, für die zentrale Verpflegung während der Mittagspause, Transportkosten für die Animateure und den Leiter, sowie ein kleines Honorar der Unterrichtenden.  An zwei zentralen Orten, in Bokungu und in Yangambo, sollen 50 Multiplikatoren in natürlicher Medizin geschult werden. Die Herstellung von Medikamenten mit lokalen Mitteln / Pflanzen wird gezeigt und geübt. Der aus der Regenwaldregion stammende Pojektleiter kann auf eine fast 20 jährige Erfahrung auf diesem Gebiet zurückblicken und ist zudem ein studierter Experte für die ländliche Entwicklung, der seine Kenntnisse seit Jahrzehnten gerne weitergibt. Herzliche Einladung zur Unterstützung !
Und: wenn Menschen im Regenwald besser leben können, hat auch die grüne Lunge unserer Welt gute Aussichten.
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