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Gerettete Gorillas brauchen nachhaltige Hilfe

Ein Projekt von Pro Wildlife e.V.
in Limbe, Kamerun

Pro Wildlife unterstützt seit über 20 Jahren die Rettungsstation des Limbe Wildlife Centres in Kamerun, wo gerettete Gorillas wieder aufgepäppelt und versorgt werden. Oft sind es Waisen, deren Eltern von Wilderern erschossen wurden.

Andrea Höppner
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Pro Wildlife unterstützt seit über 20 Jahren die Rettungsstation des Limbe Wildlife Centres im Süd-Westen Kameruns, in dem Pfleger und Tierärzte gerettete Gorillas versorgen. Oft sind es Waisen, deren Eltern von Wilderern erschossen wurden. Das Projekt spielt zudem eine wichtige Rolle zur Prävention von Wilderei: Mit einem eigenen Schulprojekt schärfen sie das Bewusstsein für Umwelt- und Artenschutz, sie bieten zudem Arbeitsplätze und alternative Einkommen für die lokale Bevölkerung. 

Warum die Tiere unsere Hilfe brauchen
In Kamerun sind Primaten vor allem aus zwei Gründen bedroht: Zum einen geht es um den Buschfleisch-Handel. Vor allem das Fleisch von Schimpansen und Gorillas gilt in manchen Regionen Afrikas nicht nur als schmackhaft, sondern dem Aberglauben nach als besonders gesund. Durch den Ausbau von Straßen gelangen nun nicht nur Holzfäller, sondern auch professionelle Jäger und Wilderer in abgelegenste Regionen des Urwaldes. 

Zum anderen bieten die Babys eine zusätzliche Einkommensquelle und werden als Haustiere, zur Unterhaltung und als Touristenattraktion feilgeboten oder für Zoos geschmuggelt. Die meisten Tiere leben unter furchtbaren Bedingungen und sind in einem sehr schlechten Gesundheitszustand. Dies hat dazu geführt, dass die Zahl der großen Primaten in freier Wildbahn stark zurückgegangen ist und dies auch weiterhin tut.

Das Schutzprojekt
Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken und auch den einzelnen Tieren zu helfen, wurde 1993 das Limbe Wildlife Centre in Kamerun gegründet. Seitdem hat es sich zu einem international anerkannten Schutzprojekt für bedrohte Primaten entwickelt.

Die meisten Schützlinge des Centres haben eine ähnliche Geschichte: Sie wurden von Wilderern aus den Urwäldern Kameruns gerissen, ihre Eltern fielen dem Buschfleischhandel zum Opfer. Oft sind die kleinen Affen traumatisiert, krank oder verletzt. Tierärzte und erfahrene Pfleger betreuen die Tiere, bis sie gesund sind: Zunächst sind sie rund um die Uhr mit ihrer menschlichen Ziehmutter zusammen, bis sie wieder neuen Lebensmut gefasst haben und sich ihr Gesundheitszustand stabilisiert hat. Nach Wochen intensiver Betreuung knüpfen die Affenkinder dann langsam Kontakt mit ihren Artgenossen – oft adoptieren dann ältere Weibchen aus der Gruppe den Neuankömmling.

Gorillas bilden Gruppen mit komplexen sozialen Strukturen, zudem gibt es in der Region keine sicheren Gebiete, wo man die Tiere gefahrlos in die Freiheit entlassen könnte. Daher ist eine Auswilderung der Affenwaisen praktisch unmöglich und es ist wichtig, ihnen langfristig ein neues Zuhause zu geben.

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