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Milchkühe für die Menschen im Meno-Hochland (Äthiopien)

Ein Projekt von Hilfe für das Hochland Meno in Äthiopien e.V.
in Meno-Hochland, Äthiopien

Wir benötigen einen Jersey-Bullen, durch den Milchleistung und Verkaufspreise der Zebu-Rinder im äthiopischen Meno-Hochland gesteigert werden sollen. Das hilft, sowohl die Lebensumstände zu verbessern als auch Flächen für die Aufforstung zu gewinnen.

Anja Hagenström
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Aufforstung und Rinderzucht - Wie hängt das zusammen?

Die Menschen im Meno-Hochland versorgen sich traditionell aus Ackerbau und Viehhaltung. Vor allem Rinderzucht und Weidewirtschaft sind für viele Familien Lebensgrundlage.  Jedoch sanken die ohnehin recht niedrigen Erträge seit Jahren, denn die Region ist überweidet und entwaldet. Wo zu viel Vieh weidet, wächst kein Baum nach. Wo keine Bäume wachsen, erodiert der Boden, die Erde kann das Regenwasser nicht mehr speichern. Dann kann auch das Gras für die Kühe nicht mehr wachsen, die für die Menschen so wichtig sind.

In einem Pilotversuch hat unser Projektleiter vor Ort, Denbeshu Debeko, mit Unterstützung des äthiopischen Landwirtschaftsministeriums eine Lösung aufgezeigt: 
Durch die Einkreuzung von Jerseyrindern mit den heimischen Zebu-Kühen kann der Verkaufspreis der Jungbullen gesteigert und die Milchleistung der Kühe vervierfacht werden.  Zudem ist die Milch der Jersey-Rinder bekömmlicher und besonders reich an Milchfett, Eiweiß, Mineralien und Nährstoffen. Mit dem Verkauf von Milch, Butter und Käse erschließen sich neue Einkommensquellen für die Familien. Sie benötigen weniger Tiere, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten und entsprechend weniger Weidefläche. 

Die dadurch freiwerdenden Flächen können die Bauern mit lokalen Baumarten aufforsten und Futter-Bäume pflanzen, die eine hochwertige Nahrungsquelle für die Rinder darstellen. Das gesamte Ökosystem im Bergland kann sich erholen. Nicht nur die Lebensumstände, sondern auch das Lebensumfeld wird verbessert. Bis es so weit ist, brauchen die Bauern viel Geduld und Ausdauer.

Ein Zuchtbulle für das Projekt
Die örtliche Bauernkooperative braucht für die Einkreuzung der neuen Rinderrasse einen Jersey-Zuchtbullen. Ein solcher Bulle kann pro Jahr etwa 100 lokale Zebu-Kühe besamen, woraus etwa 80 Jersey-Zebu-Kälber hervorgehen. Davon werden die eine Hälfte sehr begehrte Jungbullen sein, die hohe Verkaufspreise erzielen. Die aus den Kälbchen heranwachsenden Milchkühe werden pro Woche etwa 40 Liter hochwertige Milch erbringen, die über die örtliche Kooperative vermarktet wird. Damit erwirtschaftet die Kooperative Einnahmen. Je mehr Jersey-Zebu Kühe hinzukommen, desto besser kann sich die Kooperative refinanzieren und hoffentlich in fünf Jahren selbstständig weitere Zuchtbullen beschaffen. Bis dahin werden etwa 300 Familien ihr Auskommen mit ihren neuen Jersey-Zebu-Milchkühen und -Rindern verbessert haben und es werden 90 ha Wald aufgeforstet sein. 

Unser Verein  
Seit über 20 Jahren engagiert sich unser Verein für das Projekt im Meno-Hochland. Die Verbindung entstand durch den persönlichen Kontakt zu unserem Projektleiter vor Ort, dem Äthiopier Denbeshu Debeko, der einige Jahre als Küster in einer Koblenzer Kirchgemeinde gearbeitet hatte, mittlerweile aber studierter Landwirt ist. Die Kosten für die Baumschule und die Wiederaufforstungsmaßnahmen wurden bisher vollständig von unserem Verein und damit aus privaten Spenden getragen.