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Der geheimnisvolle Brunnen

Ein Projekt von Radfahrerverein "Vorwärts" 1904 Fluorn e.V.
in Fluorn-Winzeln, Deutschland

Unzählige, mühsame Arbeitsstunden wurden geleistet, um etwas zu erhalten, was droht vergessen zu werden. Ein Wasserrad und eine Sitzgelegenheit zum Ruhen wurden errichtet. Die Geschichte über Hannikel und ein Brunnenbuch wurden angebracht.

Ruth Amann
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Die meisten jungen Leute in Fluorn wissen es nicht mehr, die im mittleren Alter schon eher und die  wissen sicher, was es mit dem geheimnisvollen Brunnen auf sich hat, der sich dort im Wald versteckt. Ein Sonntagsausflug bestand darin, zum Jägerhäusle zu gehen, wo es sich die Eltern gemütlich gemacht haben, während die Kinder zum Brünnele gingen um dort am Wasser zu spielen.

Schon der Name hat etwas geheimnisvolles „Zigeunerbrünnele“. Der Name wird auf die Zeit 
 Anfang des 19. Jahrhunderts zurückgeführt, als noch viel fahrendes Volk unterwegs war, Musikanten, Gaukler, Landstreicher und Bettler. Sogar der berüchtigte Räuber Hannikel wird im Zusammenhang mit der Quelle erwähnt. 

Ein ideales Versteck im damals urtümlichen Wald war die unvermittelt tief eingeschnittene Quelle, das „Zigeunerbrünnele. Hier gab es das wichtigste, was sie unbedingt brauchten, Wasser.

Im Lauf der Zeit gab es kein fahrendes Volk mehr und der Ort wurde Jahrzehnte fast in Vergessenheit geraten.
 Wenn Erd- und Gesteinsmassen den Brunnen zu verschütten drohen gehen Rolf und Dieter in den Wald und richten wieder alles.

Die durch ständige Erdabrutsche gefährdete Quelle wurde gesichert, ein Ablauf gelegt, der über eine hölzerne Deichel das Wasser aufnimmt und in ein Bächlein leitet.

Unzählige, mühsame Arbeitsstunden wurden geleistet, um etwas zu erhalten, was droht vergessen zu werden. Schwere Steine wurden an den unzugänglichen Ort geschleppt. Um sicher in den durch das Wasser tief geschaffenen Erdeinschnitt zu gelangen, wurde eine Treppe mit Geländer angelegt.

Ein Wasserrad und eine Sitzgelegenheit zum Ruhen wurden errichtet. Die Geschichte über Hannikel und ein Brunnenbuch wurden angebracht. Heute ist eine „Schnitzeljagd“ zum Brunnen immer wieder eine nette Abwechslung für die Jugend des RV.

 Das geheimnisvolle Brünnele wird von vielen Menschen besucht und erfordert ständige Pflege.