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Kastration verwilderter Hauskatzen

Birstein, Deutschland

Kastration und Versorgung verwilderter Hauskatzen Mit den Kastrationen unterbrechen wir den Vermehrungskreislauf der Tiere und veringern so ihr Leiden. Die Katzen werden nach der Kastration an Futterstellen mit Futter und auch tierärztlich versorgt.

Anke Feil von Tier- und Naturschutz Unterer Vogelsberg e. V.
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Mit den Kastrationen verwilderter Hauskatzen versuchen wir, den Vermehrungskreislauf zu unterbrechen.

Wildlinge leben eher versteckt
Über 2 Millionen gibt es davon laut Tierschutzbund in Deutschland: Wildlinge, also verwilderte Hauskatzen. Da sie oft versteckt leben, sind diese in unserem Alltag gar nicht so sichbar. Ansonsten hätten wir auf Grund der Anzahl verwilderter Hauskatzen in unserem Land nämlich Zustände, wie man sie mit Hunden in gar nicht so fernen Ländern kennt: Verwilderte und herrenlose Hunde laufen in Rudeln durch die Straße der Städte.

Vermehrungsfreudige Tiere
Dazu kommt, das Katzen mit zu den vermehrungsfreudigsten Tieren gehören. Eine Katze kann bereits mit 5 Monaten, selbst noch ein Katzenkind und nicht ausgewachsen, trächtig werden. Wenn der Wurf dann gerade 4 bis 6 Wochen alt ist, kann sie schon wieder trächtig werden. Die kleinen Wildlinge werden geboren, ohne dass jemand das mitbekommt und sind von dem Tag an den Launen der Natur ausgesetzt. Meist setzen Parasiten und Krankheiten den Tieren so sehr zu, dass viele der Kleinen früh daran qualvoll sterben.

Wildlinge sind immer noch Haustiere!
Anders als die echten Wildkatzen, die als Wildtier seit jeher an die Natur angepasst sind, bringen unsere domestizierten Katzen genetisch nicht die nötige Ausstattung mit, um ein Leben ohne Leid durch Kälte, Krankheit und Hunger zu bestehen.

Was wir tun

Informieren
TiNa-Mitglieder informieren die Bewohner der Region mit Flyeraktionen über diesen Umstand und helfen mit Kastrationsaktionen, Katzen-Hotspots zu kontrollieren.

Handeln
Die Tiere werden von den Mitgliedern mit Lebendfallen gefangen, kastriert, tierärztlich versorgt, gekennzeichnet und zurückgesetzt. Vorraussetzung für so eine Aktion ist natürlich eine gesicherte Futterstelle vor Ort, nur dann können wir solche Aktionen durchführen. Auch hierfür werden immer Futter- und Geldspenden benötigt.

Durch unseren wachsenden Bekanntheitsgrad und unsere Öffentlichkeitsarbeit bekommen wir immer mehr Hinweise zu Katzen-Hotspots. Um helfen zu können, benötigen wir nicht nur aktive Mitglieder, sondern auch Geld für die Tierarztkosten. Im Jahr 2020 haben wir weit über 200 Katzen und Kater kastrieren lassen.