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Post/De/Neo-Koloniale Spuren in modernen portugiesischsprachigen Comics

Köln, Deutschland

Comics aus Brasilien/Angola/Mosambik erzählen oft davon, wie der Alltag von BPoC-Personen noch immer von der kolonialen Vergangenheit ihrer Länder beeinflusst ist. Der geplante Katalog sammelt hierzu Beispiele, Interviews und wissenschaftl. Analysen.

Janek Scholz von GLPS e.V.
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Comicforschung ist inzwischen eine fast schon etablierte Disziplin innerhalb der Wissenschaftslandschaft. Innerhalb der Comicforschung wird allerdings leider noch sehr wenig über Comics aus dem globalen Süden gesprochen (v.a. Lateinamerika und Afrika); innerhalb der entsprechenden Fachdisziplinen ist hingegen das Medium des Comics noch nicht immer und überall ein anerkannter Forschungsgegenstand. 

Wir planen einen Katalog bzw. eine wissenschaftliche Edition zu Comics aus Brasilien, Angola und Mosambik (und tlw. auch aus Portugal), mit der wir einen Überblick über Comics geben möchten, die die Verflechtungen zwischen Europa, Afrika und Brasilien aus einer individuell-subjektiven Perspektive thematisieren. Neben kurzen Aufsätzen beinhaltet der Band auch visuelle Beiträge, in denen BPoC-Zeichner*innen über ihren Alltag in den jeweiligen Ländern berichten (und wie dieser tlw. noch immer von der kolonialen Vergangenheit ihrer Länder beeinflusst ist). 

Der Band verhilft den teilweise sehr jungen Zeichner*innen und dem Thema selbst zu mehr Sichtbarkeit. Wir haben Zeichner*innen aus Portugal, Brasilien und Angola eingeladen, sich mit einer eigens erstellten Arbeit am Projekt zu beteiligen. Außerdem beinhaltet der geplante Band Interviews und wissenschaftliche Analysen. Zudem möchten wir eine unabhängige Person einladen, ein Vorwort zu schreiben, in dem das gesamte Projekt kritisch bewertet wird. Dies erscheint uns überaus wichtig, da es sich bei den Herausgeber*innen um weiße Wissenschaftler*innen handelt. 

Die erwähnten künstlerischen Beiträge möchten wir gerne auch finanziell honorieren, weshalb wir nach Unterstützung suchen. Der Katalog erscheint zweisprachig (auf Portugiesisch und Deutsch), in Print sowie online. Die Übersetzungen werden an der Unversität zu Köln erstellt, auch die Druckkosten sind über diesen Weg gedeckt. Die beiden Herausgeber*innen verdienen nichts an diesem Projekt, alle Spenden, die wir im Rahmen der Kampagne erhalten werden, dienen der Finanzierung der oben genannten Zwecke.

Die Frist zur Einreichung der angefragten Beiträge läuft im Oktober 2021 aus. Dann beginnt die Endredaktion. Der geplante Erscheinungstermin für das Heft wird im Frühjahr 2022 liegen. Alle, die sich mit einer Spende von mindestens 20 Euro beteiligen, erhalten voraussichtlich im April/Mai 2022 ein im Tiefdruckverfahren erstelltes Exemplar des Katalogs.

P.S. Bei dem Foto handelt es sich um eine Detailaufnahme aus einem der für den Katalog erstellten Comics. Der Zeichner La Cruz stammt aus Belo Horizonte, Brasilien (https://www.lacruzilustrador.wordpress.com/).

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