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Corona-Nothilfe für indigene Familien in Südindien

Tamil Nadu, Nilgiris District, Indien

Indien hat sich binnen weniger Wochen zum globalen Hotspot der Corona-Krise entwickelt. Mit unserem Projekt wollen wir Adivasi-Familien in den Nilgiris, die nun ganz ohne Einkommen dastehen, Ernährungssicherung und bessere Hygienebedingungen bieten.

T. Berger von GSE e. V.
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Seit rund 30 Jahren ist die GSE in Indien aktiv - einem Land, das inzwischen mehr als jedes andere in katastrophaler Weise unter der Corona-Pandemie leidet. Die täglichen Infektionszahlen sind seit dem Vormonat regelrecht explodiert, erklimmen immer neue Rekordwerte. In der ersten Maiwoche wurde bisher schon dreimal die Marke von 400.000 pro Tag überschritten. Indien ist an vielen Stellen zu einem Land der Verzweiflung geworden. Mit unseren bescheidenen Mitteln möchten auch wir helfen: Auf Bitte unseres lokalen Partners Centre for Tribals and Rural Development (CTRD), mit dem wir seit 2015 eng zusammenarbeiten, haben wir ein kleines Nothilfe-Projekt für bedürftige Adivasi-Familien im südindischen Nilgiris-Distrikt (Bundesstaat Tamil Nadu an der Grenze zu Kerala aufgelegt. Adivasis, der Sammelbegriff für die vielen indigenen Völker des Subkontinents, gehören in ganz Indien zu den besonders benachteiligten Gruppen der Gesellschaft. In den kleinen Dörfern der Nilgiris, einer an sich atemberaubenden Berglandschaft, leben Familien, die schon unter normalen Umständen oft nur das Allernotwendigste zum Überleben haben. Die Erwachsenen verdingen sich als Tagelöhner - jetzt sind durch die Auswirkungen der Pandemie auch noch die meisten dieser unterbezahlten Gelegenheits-Jobs weggebrochen und damit die einzige schmale Einkommensquelle. 
Die GSE verteilt deshalb in einer Sonderaktion Nothilfe-Pakete, die jeweils für eine Familie die Ernährungssicherung für 45 Tage, also anderthalb Monate, sichern soll. Dafür werden verschiedene Gemüse (unter anderem Zwiebeln, Tomaten, Kartoffeln etc.), Mehl, Gewürze und mehr eingekauft. Jedes Paket enthält außerdem Masken und Seife, um die Hygienebedingungen zu verbessern und so das Ansteckungsrisiko zu minimieren. Auch in den Nilgiris haben die Infektionszahlen zuletzt massiv zugenommen. Mit unserem Projekt wollen wir die größte Not lindern, Ernährungssicherung wenigstens für einen überschaubaren Zeitraum in der zugespitzten Lage ermöglichen und mittels verbesserter Hygiene die weitere katastrophale Ausbreitung des Virus eindämmen. Auch im Bewusstsein, dass die meisten Adivasis in der Region schon tendenziell unter- und mangelernährt sind, über ein weniger starkes Immunsysten verfügen - was im Falle einer Infektion einen schweren, gar tödlichen Verlauf erhöht. Unser lokaler Partner CTRD, der bei Einkauf und Verteilung im Auftrag der CTRD tätig wird, verfügt über mehr als 30 Jahre Erfahrung in der Projektarbeit, kennt sehr genau die spezifischen Bedürfnisse der Zielgruppe und weiß, in welchen Dörfern die Not ganz besonders groß ist. .