Deutschlands größte Spendenplattform

Andershofer Wäldchen schützen

Ein Projekt von NABU Stralsund e. V.
in Stralsund, Deutschland

Wir haben 2.370,75 € Spendengelder erhalten

Finn V.
Finn V. schrieb am 14.10.2021

Liebe Mitstreiter und Spender,

das Andershofer Wäldchen steht immer noch. Das ist zum größten Teil unser aller Erfolg, denn wenn es nach dem Willen des Investors, Herrn Muhsal, gegangen wäre, dann wäre die Rodung in der Brut- und Setzzeit der Tierwelt erfolgt. Durch die Spendengelder für die Rechtsanwaltskosten konnten wir das Rechtsanwaltsbüro in Berlin für eine sofortige Unterlassungsklage umfassend vorbereiten. Interessanterweise schlugen die Nachforschungen der Kanzlei Wellen, so dass die Handelnden bis Schwerin aufmerksam wurden. Es ist davon auszugehen, dass aus diesem Grund auch ein weiteres fachliches Umweltgutachten beauftragt wurde, um auszuschliessen, dass keine Tiere in der Fläche dem Brutgeschäft nachgehen, wenn es in diesem Herbst/Winter zu einer Rodung kommt.
Ich lasse aber nicht unerwähnt, dass wir von unserem eigenen Landesvorstand enttäuscht wurden, da wir uns als NABU Ortsgruppe Stralsund mit Unterstützung des NABU Kreisverbands Nordvorpommern für eine Verbandsklage ausgesprochen haben, um den vorliegenden B-Plan als Ganzes juristisch prüfen zu lassen. Mit diesem Rechtsstreit hätten wir auch für das Andershofer Wäldchen einige weitere Jahre gewonnen. Allerdings darf dieses juristische Verfahren exklusiv nur ein Naturschutzverband auf Landesebene starten. Hier wollten wir mehr.

Zur Transparenz und Übersicht; insgesamt sind über betterplace.org - 2.210 Euro Spendengelder eingegangen (zur Auszahlung 2.370,75 € inkl. Spende durch betterplace.org) und wir haben weitere 500 Euro an Spenden direkt auf unser Vereinskonto erhalten. Allein die Rechtsanwaltkosten beliefen sich auf knapp 2300 Euro, hinzukamen Organisationskosten, vorallem Druckkosten für Informationsblätter an die Anwohner und Demonstrationsteilnehmer.

Das überzählige Spendengeld von knapp 500 Euro werden wir unmittelbar in den Naturschutz vor Ort investieren. 
Denn Andershof kommt nicht zur Ruhe, wie wir nun auch über die Ostseezeitung erfahren haben, plant das Bauamt im Schatten des zu begrüßenden Modellprojekt Wasserstoffregion Rügen-Stralsund in Andershof einen weiteren übergriffigen B-Plan in bester Lage und im Konflikt mit bestehenden Flächen, die für den Naturschutz ausgewiesen sind. Hier müssen wir jetzt mit aller Kraft aktiv werden, um den Schaden in unserer Stadt so gering wie möglich zu halten. Gleichzeitig müssen die Handelnden daran erinnert werden, dass sie nicht über den Verordnungen und Gesetzen stehen, wie es ihre Aktivitäten implizieren.

siehe OZ vom 5.10.
https://www.ostsee-zeitung.de/Vorpommern/Stralsund/Rasantes-Wachstum-geplant-Wie-Stralsund-den-Stadtteil-Andershof-umbauen-will

Ungeachtet der Umstände möchte ich mich nochmal bei ihnen für ihre Spende und Spendenbereitschaft bedanken. Wir werden nicht aufhören der Natur und dem Naturschutz in Stralsund eine Stimme zu verleihen.

Mit herzlichen Grüßen,
Finn Viehberg

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Vorsitzender
NABU Stralsund e. V.
Tribseer Stralsund 28
18439 Stralsund

web: http://www.nabu-stralsund.de

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