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Keine Allgäu-Autobahn - Dieser B12 Ausbau? Nein Danke!

Buchloe, Deutschland

ZUKUNFTSFÄHIGE VERKEHRSPOLITIK STATT ALLGÄU-AUTOBAHN - Dieser B12-Ausbau? Nein danke! Klimawandel, Lärmschutz, Arten- und Naturschutz sowie Flächen- und Ressourcenverbrauch sprechen gegen das geplante Monsterprojekt Allgäu-Autobahn.

Thomas Reichart von BUND Naturschutz in Bayern e.V. KG Ostallgäu
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ZUKUNFTSFÄHIGE VERKEHRSPOLITIK STATT ALLGÄU-AUTOBAHN
Dieser B12-Ausbau? Nein danke!

Warum nicht?
  • Klimawandel: Um die Klimaziele von Paris einzuhalten, muss Deutschland bis spätestens 2040 klimaneutral sein! Um dieses Bestreben umzusetzen, ist es nötig, das aktuelle Verkehrsaufkommen zu reduzieren und Güter- und Personenverkehr massiv auf Bahn, Bus und Fahrrad zu verlagern. Die Bundesregierung hat in ihrem unzureichenden Klimaschutzgesetz beschlossen bis 2050 Klimaneutralität zu erreichen und Emissionen im Verkehr bis 2030 um 36% zu senken.
  • Lärmschutz:  Mehr Verkehr und schnellere Geschwindigkeiten (auf der geplanten Autobahn ist kein Tempolimit vorgesehen!) führen zu deutlich mehr Lärm in der Umgebung. Das Beispiel A94 Isentalautobahn zeigt, dass der gesetzlich vorgeschriebene Lärmschutz absolut ungenügend ist.
  • Flächenfraß: Der vierspurige Ausbau der B12 zwischen soll mit einem Regelquerschnitt von 28 Metern erfolgen, das ist breiter als die A94 durchs Isental und breiter als die Brenner-Autobahn! Hinzu kommen viele Brücken, neue Auffahrten, Rastanlagen, Entwässerung und zusätzliche Anwandwege. Der Gesamtflächenverbrauch liegt bei weit über 100 ha, ca. 90% davon landwirtschaftlich genutzt. 
  • Explodierende Kosten: Die Bruttokosten ohne Planungskosten wurden im Jahr 2014 auf 265,5 Mio. Euro geschätzt. Aufgrund der massiven Baukostensteigerung in den letzten Jahren kann man von weit höheren Gesamtkosten für Steuerzahlende ausgehen. Realistischerweise ist mindestens eine Verdoppelung der geschätzten Kosten zu erwarten. Gerade in Zeiten der Klima- und Covidkrise ist es zwingend notwendig die knappen Gelder in zukunftsfähige Projekte zu investieren.

EINE ALLGÄU-AUTOBAHN IST DIE FALSCHE ANTWORT AUF DIE HERAUSFORDERUNGEN DES 21. JAHRHUNDERTS!

Die Alternativen:
 
Es gibt viele Möglichkeiten die Infrastruktur der Region auszubauen, ohne auf umweltschädliche und nicht zeitgemäße Maßnahmen zurückzugreifen. 
  • Elektrifizierung der Bahnstrecke Buchloe - Kempten:  Mit den Investitionen für den geplanten B12-Ausbau könnte die parallel verlaufende Bahnstrecke elektrifiziert werden. Emissionseinsparung und ein verbesserter Anschluss an die Großstädte wären dadurch gewährleistet. 
  • Neue Bahnhöfe: Im Zuge des Bahnausbaus können neue Haltepunkte in Aitrang, Ruderatshofen, Wildpoldsried, Betzigau, Kaufbeuren-Nord und Pforzen/Rieden errichtet werden.  
  • Verbesserung der Verkehrssicherheit: Mit Geschwindigkeitsbeschränkungen, Überwachung und ggf. weniger einschneidenden baulichen Maßnahmen kann mehr Sicherheit mit geringem Aufwand erreicht werden.

Wir bereiten uns daher vor gerichtlich gegen das Projekt vorzugehen. Im Falle, dass wir dort Recht bekommen und die Kosten für den Rechtsanwalt erstattet werden, oder mehr Spenden eingehen als benötigt, werden die nicht benötigten Spendengelder für einen anderen satzungsgemäßen, gemeinnützigen Zweck des Bund Naturschutz eingesetzt.