Honigbiene und Wildbiene: Gemeinsam erfolgreicher!
Die Bedeutung von Wildbienen für die weltweite Bestäubung von Pflanzen ist größer als bisher von Wissenschaftlern angenommen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Universitäten Würzburg, Lüneburg und Rio Negro in Argentinien. Dabei wurden größtenteils bereits vorhandene Ergebnisse anderer Studien aus 19 Ländern ausgewertet.
“Überall zeigte sich: Honig- und Wildbienen bestäuben Felder gemeinsam viel effektiver, als Honigbienen dies alleine können – selbst wenn die Gesamtzahl der bestäubenden Insekten gleich ist.” Wildbienen verbreiteten qualitativ hochwertigen Pollen und ergänzen somit die Massenverbreitung durch die Honigbienen. Eine simple Aussage mit weitreichenden Folgen für unsere Artenvielfalt und die Landwirtschaft.
In Deutschland kennen wir 560 Wildbienenarten davon stehen rund 300 auf der “Roten Liste”. Das Bundesamt für Naturschutz gibt an, dass bereits 65 Arten extrem selten geworden sind oder bereits für immer verloren sind. Erschreckend ist die stark abnehmende Tendenz. Wild-lebende Honigbienen existieren in der freien Natur schon lange nicht mehr, nur durch die Behandlung des Menschen gibt es sie noch bei den Imkern.
Zu wenig Nistmöglichkeiten
Doch die Wildbienen werden immer weniger. Nistmöglichkeiten werden seltener, da Flächen zunehmend versiegelt oder Gestrüpp und töte Bäume entfernt werden. Viele Wildbienen sind anspruchsvoll und nehmen alternative Niströhren selten an. Für die Aufstellung eines Wildbienenhotels ist neben der richtigen Bauart auch ein trockener und windgeschützter Standort notwendig.
