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Schlafapnoegerät für Armen

Jerewan, Armenien

Armen wurde am 4.11.2020 aus Nürnberg nach Armenien abgeschoben. Er leidet an Herz-Kreislauf-Problemen und anderen Krankheiten. Die Gesundheitsversorgung in Armenien ist nicht sichergestellt und kostet viel Geld.

S. Dünnwald von Förderverein Bayerischer Flüchtlingsrat e.V. | 
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Über das Projekt

Armen wird am 4.11.2020 nachts um 3:30 von der Polizei und einem Arzt abgeholt und nach Armenien abgeschoben. Der 44-Jährige lebte die letzten sieben Jahre in Nürnberg. Die Unterstützer:innen-Gruppe »Migrantifa Nürnberg«, die mit Armen in Kontakt steht, wendet sich an den Bayerischen Flüchtlingsrat, um eine rechtliche Einschätzung zu bekommen und weitere Unterstützungsmöglichkeiten zu besprechen. Armen ist schwer krank und auf Spenden angewiesen, um sich notwendige medizinische Geräte und Medikamente in Armenien kaufen zu können. 

Er leidet an Herz-Kreislauf-Problemen, mehreren Stoffwechsel- und Gefäßerkrankungen (wie Diabetes), Lymphödemen, orthopädischen Problemen, außerdem an chronischen Schmerzstörungen, einer schweren obstruktiven Schlafapnoe und psychischen Beschwerden. Ihm fehlt aktuell lebenswichtige medizinische Versorgung, wie ein Schlafapnoe-Gerät und Medikamente oder zur Mobilität auch ein Rollator. All die Dinge durfte Armen bei seiner Abschiebung nicht mitnehmen. Durch seine Erkrankungen hat Armen ein erhöhtes Risiko für Thrombosen. Die dafür lebenswichtige Untersuchung, welche jährlich stattfinden sollte, fand das letzte Mal im April 2020 statt. Armen hat keine Aussicht auf eine solche Untersuchung in Armenien, da ihm schlicht die finanziellen Mittel dazu fehlen.            
Aktuell lebt er mit sechs weiteren Personen in einer Zwei-Zimmer-Wohnung in Jerewan, der Hauptstadt Armeniens. Dort hat er keinerlei Rückzugsort und auch kein behindertengerechtes Bett, welches er benötigt. Neben seinem akuten medizinischen Bedarf kommt die Gefahr einer Corona-Infektion hinzu. Armenien wird vom Auswärtigen Amt als Hochinzidenzgebiet eingestuft, weil die 7-Tage-Inzidenz über 200 liegt (Stand 29.4.21). Armen gehört zur Risikogruppe - eine Infektion kann lebensbedrohlich sein.

Eine menschenwürdige, adäquate Gesundheitsversorgung muss man sich in Armenien leisten können. Das scheint den deutschen Behörden, allen voran das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) nicht zu interessieren. Ganz im Gegenteil, sie argumentieren, dass die medizinische Versorgung für Armen ausreichend wäre. Dabei bleibt außer Acht, dass die medizinische Versorgung in Armenien so teuer ist, dass sie Armen nicht finanzieren kann. Die Argumentation des BAMF zu widerlegen, gestaltet sich bisher schwer, da das armenische Gesundheitsamt über die entstehenden Kosten keine Bestätigung ausstellt. Obwohl zahlreiche Atteste belegen, dass eine Abschiebung zu einer Verschlechterung Armens Gesundheitszustand führen würde, erscheint eine Abschiebung für das BAMF dennoch als legitim. Wir finden, dass diese Gesetzgebung und die Durchsetzung dieser, an Menschenverachtung nicht zu überbieten sind!

Neben dem juristischen Kampf den Armen zu führen hat, benötigt Armen akute medizinische Hilfe. Daher bitten wir Euch um eine Spende. Die Spenden würden wir gerne Armen übergeben, damit er sich beispielsweise ein Schlafapnoe-Gerät oder auch lebenswichtige Medikamente leisten kann. 

Danke!

Zuletzt aktualisiert am 30. April 2021